Archive for March, 2009

Fernsehen als Leitmedium im digitalen Zeitalter

Tuesday, March 24th, 2009

“Fernsehen kann auch im digitalen Zeitalter Leitmedium bleiben”

ZDF-Intendant Schächter eröffnet 42. Mainzer Tage der Fernsehkritik – TV und Internet verhalten sich komplementär zueinander – Analoge Strukturen konsequent umbauen

“Das Internet ist nicht der Killer des Fernsehens”. Zu diesem ersten Fazit kam ZDFIntendant Markus Schächter in seinem Eröffnungsvortrag der 42. Mainzer Tage der Fernsehkritik. Das alte, “bislang echtzeitfixierte Fernsehen” habe schnell und umfassend gelernt, “dass die digitale Welt Flügel verleihen kann”. Schächter: “Nach den Spielregeln des Netzes können im digitalen Zeitalter die Zuschauer sehen, was sie wollen, wann sie wollen und wo sie es wollen”. Die Veranstaltung, zu der mehrere hundert Fernsehkritiker und Medienschaffende zwei Tage im Sendezentrum des ZDF zur Branchendiskussion zusammenkommen, steht in diesem Jahr unter dem Gedanken “Leitmedium auf Bewährung – Suchen und Finden des Neuen”.

Vor genau zehn Jahren sei in Deutschland die erste Totenglocke für das Fernsehen geläutet worden, erinnerte Schächter. In ganzen Serien von Artikeln sei das baldige Sterben des Massenmediums Fernsehen beschrieben worden. Tatsächlich habe die Fernsehnutzung parallel zu den Zuwachsraten des Internets in den Folgejahren noch weiter zugenommen. Entgegen den auf analogen Denkmustern beruhenden früheren falschen Prognosen habe sich herausgestellt, dass Netz und Schirm ineinander überfließen und sich ergänzen.

Heute habe das Fernsehen die Gelegenheit, sich in der digitalen Welt erneut “als führender Taktgeber massenmedial zu behaupten”. Dazu griff der ZDF-Intendant “drei ganz besondere Baustellen” als strategische Hausaufgaben für das ZDF heraus. In seiner Unternehmensorganisation muss sich der Sender demnach auf die vielfältigen Herausforderungen der digitalen Welt neu einrichten und 50 Jahre alte analoge Strukturen konsequent umbauen. Jedes einzelne Fernsehprogramm müsse mit unterschiedlichen Formatierungen, klugen Vernetzungen und Zuordnungen auf vielfältige lineare und nichtlineare Plattformen gebracht werden können.

Zum anderen sei die Etablierung einer starken, sich komplementär ergänzenden Senderfamilie unverzichtbare strategische Voraussetzung für die digitale Welt. Angesichts eines nicht mehr überschaubaren Wettbewerbs könne sich kein TV-Unternehmen leisten, nur einen Sender anzubieten. Das ZDF erhalte mit seinen drei Digitalkanälen jetzt “die historische Chance, notwendige Innovationsangebote und bessere Repertoire-Konzepte zu forcieren”.

Die dritte Strategie ziele auf den Ausbau, die Schärfung und die Profilierung der eigenen Programm-Marken zur “Zuspitzung unseres unverwechselbaren Profils”. Diese beim Zuschauer verankerten Marken müssten für Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Unabhängigkeit, Interesse und Attraktivität stehen. Sie müssten “mit Relevanz Reichweite und Reputation erzielen”, forderte Schächter. Deshalb werde der Sender in “seine drei Königsdisziplinen Aktualität, Hintergrundinformation und fiktionale Erzählung” nachhaltig investieren.

Einen besonderen Dank richtete der ZDF-Intendant an den scheidenden Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehspiel, Hans Janke. Er habe vor 30 Jahren bei den Mainzer Tagen einen Vortrag über den möglichen Zukunftsertrag der Produktivkraft Fernsehen gehalten und dabei die Forderung nach Handwerk und Moral, Kompetenz und Passion gestellt. Dies seien auch 30 Jahre später noch die Weichen, die gestellt werden müssten, um dem Fernsehen den Rang als zukunftsfähiges und zukunftswichtiges Erfolgsmedium bewahren zu können.

Slumdog Millionaer – Star Dev Patel

Thursday, March 19th, 2009

Sein außergewöhnliches Schauspieltalent entdeckte Dev Patel, 18-jähriger Hauptdarsteller des mit acht Oscars ausgezeichneten Dramas “Slumdog Millionär”, in der Schule:

“Ich war der Klassenclown und konnte nie stillsitzen”, sagte er im Interview mit dem People-Magazin GALA (Ausgabe vom 1. März). “Meine Mutter suchte verzweifelt nach einem Weg, meine Energie in geordnete Bahnen zu lenken.” Trotz Kampfsport zog es ihn aber zum Schultheater: “Wir führten Shakespeares auf. Da wusste ich: Das ist es, was ich will”, so der Brite mit indischen Vorfahren.

Sein Casting für “Slumdog Millionär” sei wegen der 15 indischen Beautys, die für die Rolle seiner Filmpartnerin vorsprachen, “Wahnsinn” gewesen. Dev Patel: “Ich fühlte mich wie ein kleiner Junge im Bonbonladen.”

Fringe – Grenzfaelle des FBI

Tuesday, March 17th, 2009

Erfolgreicher Start für J.J. Abrams’ Erfolgsserie “Fringe – Grenzfälle des FBI” auf ProSieben:

19,5 Prozent der 14-bis 49-Jährigen erlebten den ersten Fall von FBI-Agentin Olivia Dunham (Anna Torv) und ihrem Ermittlerteam. Damit war die US-Serie auf ihrem Sendeplatz in allen Zielgruppen Marktführer.

Basis: alle Fernsehhaushalte Deutschlands (integriertes Fernsehpanel D + EU) Quelle: AGF / GfK Fernsehforschung / pc#tv aktuell / SevenOne Media Marketing & Research Erstellt: 17.03.2009 (vorläufig gewichtet 16.03.2009)

“Fringe” – Video Promo Trailer

Heike Makatsch als Hildegard Knef

Wednesday, March 11th, 2009

Heike Makatsch – Bekannt wurde sie als VIVA-Moderatorin, ihre Schauspielkarriere begann mit Detlev Bucks “Männer Pension” – jetzt ist sie als Hildegard Knef im gleichnamigen Film auf der Kinoleinwand zu sehen – Heike Makatsch.

Schon als Kind habe sich die Schauspielerin gern verkleidet erklärt sie im Exklusiv-Interview mit dem monatlichen Frauenmagazin Maxi: “Ich erinnere mich an endlose Verkleidungssessions, bei denen meine Freundinnen und ich den Kleiderschrank meiner Mutter geplündert haben. Dann haben wir zu Musik in Haarbürsten gesungen.” Entsprechend habe sie es auch genossen, als “Hilde” in eleganten Kleidern und Highheels zu drehen. “Sonst trage ich meist Turnschuhe und Pulli”, so Makatsch in Maxi.

Heike Makatsch als Hildegard Knef – Kino Trailer

Eine große Herausforderung war die Altersspanne, die Heike Makatsch als “Hilde” abzudecken hatte. “In den ersten Szenen bin ich 17, am Ende des Films Mitte 40″, erzählt die 37-Jährige. “Auch wenn ich es selbst manchmal nicht so ganz wahrhaben will, bin ich der späten Phase ja viel näher. Aber das Gute ist, dass ich dafür die jüngere schon erlebt habe und aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen kann.” Dass ihr beim Drehen zahlreiche Leute zuschauen, macht Makatsch übrigens gar nichts aus: “Das kann ich ausblenden. Ich sehe die Leute irgendwie gar nicht.” Ohnehin sei ihr eigentlich nichts peinlich. Und Schüchtern sei sie nur “wenn ich jemanden treffe, den ich ganz doll bewundere”, vermutlich bei Männern, die Rückrad haben und zu sich stehen. Diese beeindruckten die Schauspielerin nämlich ganz besonders. Zu ihnen zählt wohl auch ihr Freund Max Schröder von der Band “Tomate”, über den sie sagt: “Er hat wunderschöne blaue Augen (…) Außerdem ist er der tollste Vater der Welt.” Daniel Craig scheint Heike Makatsch keine Träne nach zu weinen. Auch ihre Freundinnen würden sie nicht um die Beziehung mit dem James Bond-Darsteller beneiden. “Nee, ich glaube nicht. Die kennen ihn ja”, so die Schauspielerin lachend.

“Hilde” startet am 12. März in den deutschen Kinos. Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Maxi.

Galileo Big Pictures

Wednesday, March 11th, 2009

“Galileo Big Pictures” – Die 50 spektakulärsten Bilder der Welt

Manche Fotos gehen um die Welt, bewegen Millionen von Menschen und erzählen eine Geschichte besser als tausend Worte. Andere geben Rätsel auf. In “Galileo Big Pictures” stellt Aiman Abdallah am 1. Mai 2009 um 20.15 Uhr die 50 spektakulärsten Fotos vor und erzählt die besonderen Geschichten, die sich hinter ihnen verbergen – umfassend, spannend und oft überraschend.

Ein einbeiniger Golfer, versunken in sein Spiel. Eine tote Python, aufgeplatzt beim Versuch ein ganzes Krokodil zu verschlingen. Ein nackter Mann im Schnee – eine Pistole in der Hand. Diese Fotos haben Betrachter fasziniert, berührt und Fragen aufgeworfen. Aiman Abdallah trifft Menschen, die die Geschichte hinter dem Bild kennen. Manuel de los Santos erklärt dem Moderator, wie er trotz der Amputation seines linken Beines zu einem der besten Golfspieler der Welt wurde. Der Schweizer Thomas Ulrich erzählt, warum beim Saunieren am Nordpol eine Pistole lebenswichtig ist. Ebenfalls zu Gast: Alison Jackson. Die Britin fotografiert Promi-Doubles in privat anmutenden Situationen, z.B. “Mick Jagger” beim Lippenaufspritzen. “Es ist die psychologische Verbindung zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir glauben, die ein Foto zu etwas ganz Besonderem macht”, erklärt sie den Erfolg ihrer getürkten Paparazzi-Schüsse.

Das eigens für die Show designte, in dieser Form einmalige virtuelle Studio ermöglicht es Aiman Abdallah, in Bilder “hineinzuschlüpfen”. Vom Kragen eines chinesischen Volkspolizisten aus erklärt er, warum die Staatsdiener bei den olympischen Spielen 2008 so besonders stramm standen. Zum Interview mit Golfspieler Manuel de los Santos tritt der Moderator direkt durch das Foto auf den Golfplatz. Comedian Matze Knop schlüpft u.a. in die Rollen von “Dieter Bohlen” und “Franz Beckenbauer” und kommentiert ausgewählte Themen-Fotoserien in humoristischer Manier. Im virtuellen Studio-Labor nimmt Dr. Matthias Kirchner, Experte für digitale Bildforensik, einige Fotografien unter die Lupe, um ihrem Geheimnis so näher zu kommen. “Gute Bilder faszinieren uns auf den ersten Blick – noch faszinierender sind oft die Geschichten, die hinter diesen Bildern stecken”, sagt Aiman Abdallah. “In ,Galileo Big Pictures’ wollen wir diese Faszinationen gemeinsam mit unseren Zuschauern genießen und den Geschichten auf den Grund gehen.

“Galileo Big Pictures” – am Freitag, 1. Mai 2009 um 20.15 Uhr auf ProSieben.