Archive for the ‘Arbeit’ Category

Diskussion ueber die Managergehaelter

Monday, December 10th, 2007

Diskussion zu den Managergehältern seitens Abgeordnete unglaubwürdig – Studie belegt, eigenes Gesetz zu den Nebentätigkeiten der Parlamentarier führt nicht zu mehr Transparenz.

Zur Zeit wird sehr emotional das Gehaltssystem der Manager von großen Kapitalgesellschaften kritisiert und diskutiert, angeführt von unterschiedlichsten Bundestagsabgeordneten über alle Parteien hinweg. Besonders die Rufe nach verschärften Transparenzgesetzen und die gesetzliche Deckelung der Managergehälter, besonders bei Abfindungen, werden immer lauter.

Allerdings haben die Abgeordneten sich nicht gerade als Spezialisten für Transparenzgesetze hervorgehoben. Abzulesen ist dies an dem eigenen Transparenzgesetzt zu den Nebentätigkeiten der Bundestagsabgeordneten.

Dies belegt vor allem die Studie „Nebentätigkeiten der Bundestagsabgeordneten – Entwicklung der veröffentlichungspflichtigen Angaben zu den Nebentätigkeiten der Mitglieder des Bundestages im Lichte der Norm,“ die die deducto GmbH, Spezialisten für mehr Transparenz, vor 4 Wochen veröffentlichte.

Das Fazit der Studie ist, dass die seit Oktober 2005 geltenden Regelungen in keinster Weise zu mehr Transparenz für den Bürger geführt hat. Aufgrund der besonderen Art, wie Angaben zu den Nebentätigkeiten durch die Abgeordneten anzugeben sind, ist das Gegenteil der Fall. Die Begründung findet sich hauptsächlich in folgenden Ergebnissen:

- Aktualität der Angaben ist durch die Öffentlichkeit nicht feststellbar
- Kontrollsystem und dessen Effizienz nicht bekannt
- Zu den bestimmten Nebeneinkünften müssen nur Mindestgrenzwerte angegeben werden
- Der Rahmen für pflichtgemäße Angaben bietet einen großen Spielraum, was die Vergleichbarkeit sehr erschwert
- Trotz Mindestgrenzwerte betrugen die Nebeneinkünfte in den ersten 9 Monaten in 2007 5,8 Mio Euro lt. veröffentlichten Angaben, die tatsächlichen Nebeneinkommen können noch nicht einmal geschätzt werden
- 70% der Abgeordneten machen keine Angaben zu Nebeneinkünften, ob diese hätten Angaben machen müssen ist nicht feststellbar
- Sonderregelungen bei Berufsgruppen (z.B. Rechtsanwälte)
- Sanktionen wirken nicht abschreckend, einige Abgeordnete weigern sich überhaupt pflichtgemäße Angaben zu machen

„Die sehr emotionale und wenig sachgerechte Diskussion zu den Managergehältern hat uns doch sehr überrascht. Vor allen Dingen halten wir es als sehr bedenklich und nicht besonders vorbildlich nach schärferen und neuen Gesetzesregelungen zu rufen, bei denen man sich bereits selber außen vor genommen hat. Sehrwohl begrüßen wir eine Diskussion über effiziente Transparenzregeln zur Vermeidung von Korruption und Ungerechtigkeit, diese aber Faktenbasiert und mit entsprechenden Sachverstand,“ so Marco Geuer, Leiter Datenanalyse, deducto GmbH und Verantwortlich für die Studie.

Bodo Bruder, Geschäftsführer, deducto GmbH unterstreicht: “Transparenz ist scheinbar ein relativer Begriff. Ebenso wie das Abgeordnetengesetz hinsichtlich der Veröffentlichungspflichten, obwohl geltendes Recht zeitweise außer Kraft gesetzt werden konnte, lassen sich die vorzufindenden Angaben keineswegs als Eindeutig bezeichnen. Selbst mit einer aufwendigen Aufbereitung der öffentlich zugängigen Daten lassen sich keinerlei sinnvolle Schlüsse aus ihnen ziehen. So brauchen beispielweise nur dann Angaben zu Beteiligungen an Kapitalgesellschaften gemacht zu werden, wenn diese 25% der Stimmrechte übersteigen. Die daraus resultierenden Einkommensmöglichkeiten eines Abgeordneten lassen sich unterhalb dieser Grenze keinesfalls feststellen. Über 25% reicht die Angabe in den besagten Stufen 1-3 im Rahmen der Ausführungsbestimmungen zu den Verhal-tensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestages aus. Aus Sicht eines wünschenswerten sachlichen Umgangs mit zu liefernden Angaben und der ursprünglichen Intension der Gesetzgebungsinitiative lässt sich ein derartig hohes Maß an unklaren Daten nicht nachvollziehen.“

Jobsuche – Texte in Stellenanzeigen wenig ansprechend

Thursday, December 6th, 2007

Die meisten Bewerber finden die Texte in Online-Stellenanzeigen zwar einigermaßen verständlich, aber wenig ansprechend geschrieben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Online-Jobbörse stellenanzeigen.de.

Nur eine Minderheit der Bewerber ist rundum mit der Qualität von Anzeigentexten zufrieden: 26,8 Prozent der über 500 Teilnehmer an der Umfrage betrachtet sie als “sehr gut verständlich und ansprechend geschrieben”, eine Mehrheit von 49,9 Prozent entschieden sich für die Antwortoption “einigermaßen verständlich, aber wenig ansprechend geschrieben”. Als “weder verständlich noch ansprechend geschrieben” empfinden 12,8 Prozent die Texte, als “Zumutung im Hinblick auf Verständlichkeit und Lesevergnügen” 10,4 Prozent.

Einer weiteren Umfrage der Online-Jobbörse zufolge nimmt eine große Mehrheit der Fach- und Führungskräfte die in Stellenanzeigen verlangten Soft Skills “sehr ernst”. Für diese Antwort entschieden sich 54,3 Prozent der rund 950 Teilnehmer. Kaum oder überhaupt nicht ernst nehmen nur 20 Prozent die Firmen-Wunschlisten zu Qualifikationen wie Team-, Konflikt- oder Kommunikationsfähigkeit.

“Bei den Texten in Stellenanzeigen gibt es starkes Verbesserungspotential. In bewerberorientierten Märkten müssen Unternehmen in ihren Stellenanzeigen noch stärker als bisher auf ebenso ansprechende wie verständliche Formulierungen achten. Die Soft Skill-Anforderungen nehmen die meisten Bewerber sehr genau zur Kenntnis. Die Autoren der Anzeigentexte können qualifizierte Kandidaten mit bestimmten Eigenschaften durchaus erreichen, indem sie die spezifischen Anforderungen an eine bestimmte Position möglichst genau beschreiben”, sagt Michael Weideneder, Geschäftsführer von stellenanzeigen.de.

Die vollständigen Umfrageergebnisse sind unter stellenanzeigen.de/umfrage abrufbar. Derzeit befragt die Online-Jobbörse ihre Nutzer zum Thema “Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen”.

Kosten sparen mit flexiblen Arbeitsplaetzen

Thursday, November 22nd, 2007

IBM Global Business Services analysiert die Vorteile und Herausforderungen mobiler Arbeitsformen.

Dass traditionelle und feste Arbeitsformen zunehmend durch flexible Modelle abgelöst werden, ist eine Entwicklung, die man seit Jahren beobachten kann. Dieser Trend des mobilen Arbeitens wird auch von führenden Marktforschungsunternehmen bestätigt: Einer IDC-Studie zufolge nutzten 2005 über 700 Millionen Beschäftigte weltweit das Internet, das Telefon und IT-Lösungen, um unabhängig von ihren jeweiligen Firmenstandorten zu arbeiten. Im Jahr 2009 wird die Zahl auf 850 Millionen steigen, mehr als ein Viertel der weltweiten Arbeitskraft*. Die Probleme, die daraus für Unternehmen entstehen, und wie sie gelöst werden können, wurde bisher jedoch kaum beleuchtet. Zu diesem Thema hat IBM Global Business Services seine Erfahrungen im Bereich mobiler Arbeitsplatzlösungen analysiert. Besonders große und international agierende Unternehmen, so IBM, stehen durch die gestiegene Mobilität vor dem Problem ungenutzter Büroräume und Arbeitsplätze. Dieser Leerstand kann Unternehmen teuer zu stehen kommen. Stellt ein Unternehmen jedoch seinen Mitarbeitern, die nicht oder nur zeitweise am Firmenstandort arbeiten, flexible Arbeitsplatzlösungen wie Desk-Sharing-Modelle und externe funktionale Büros und Arbeitsplatzlösungen zur Verfügung, lassen sich enorme Kosten sparen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern. Büro-Outsourcer wie Regus bieten genau für diese Zwecke kundenspezifisch zugeschnittene Lösungen von komplett ausgestatteten Büros über professionelle Konferenzräume und Business Lounges bis hin zu Videokonferenzstudios. Bezahlt werden dabei immer nur die Fläche und Büro-Services, die auch wirklich genutzt werden.

Unternehmen, die auf Mobilität und flexible Arbeitsplatzlösungen setzen, profitieren von folgenden Vorteilen:

• Verringerung des Verwaltungsaufwands für Büroinfrastruktur und Personal.
• Reduzierung von Pendelzeit, Reisezeit und Reisekosten.
• Flexible Anpassung an die Globalisierung der Märkte: Arbeitskräfte können ohne großen Aufwand an vielen Kundenstandorten eingesetzt werden.
• Der Einsatz qualifizierter Fachkräfte ist auch über Grenzen und Zeitzonen hinweg problemlos möglich.
• Mobiles Arbeiten fördert die Zufriedenheit der Angestellten und damit auch ihre Produktivität, da sie Arbeits- und Privatleben besser miteinander vereinbaren können.

Regus ermöglicht Geschäftsleuten mit seinem Angebot, überall professionell zu arbeiten – egal ob im Home-Office, unterwegs oder im Büro – und stellt dazu die notwendige Infrastruktur wie IT-Ausstattung, Telefon, Telekonferenz- oder Sekretariatsservices zur Verfügung. In 950 Regus Business Centern in 400 Städten und 70 Ländern können mobile Arbeitskräfte ihre Kunden und Interessenten treffen oder in projektbezogenen Teams, aber auch per Videokonferenz mit Teams über Grenzen hinweg, arbeiten. Dank flexibler Mietverträge können die Unternehmen die Services je nach Bedarf kurz- oder langfristig nutzen und damit ihre mobilen Mitarbeiter adäquat unterbringen, zusätzliche Büros an Kundenstandorten eröffnen oder schnell und nahezu risikofrei in neue Märkte expandieren.

Spezielle Lösungen für Vielreisende

Zudem profitieren Vielreisende von besonderen Lösungen wie der Regus Network Access Card, die Mitgliedern einen weltweiten Zugang zu sämtlichen Regus Business Lounges und günstige Konditionen für Meetingräume bietet. Kooperationen von Regus mit Fluggesellschaften oder Bahnunternehmen verschaffen Reisenden zusätzliche Kostenvorteile und Nutzungsmöglichkeiten professioneller Arbeitsplätze auch unterwegs.

Interessenten erhalten die Ergebnisse der Untersuchung von IBM und Regus in Form eines White Papers per E-Mail an Nathalie.Renson@regus.com.

* Quelle: IDC Worldwide Mobile Worker Population 2005-2009 Forecast and Analysis Doc. # 34124, Oktober 2005

Woolworth will 1650 Stellen streichen

Friday, November 9th, 2007

Bei der Billigkaufhauskette Woolworth steht offenbar ein radikales Sanierungsprogramm bevor.

Nach dem Einstieg des britischen Finanzinvestors Argyll Partners sollten 1650 der knapp 5000 Vollzeitstellen gestrichen werden, berichtet die in Düsseldorf erscheinende “Rheinische Post” (Freitagausgabe).

Die Zeitung beruft sich auf einen Brief der Geschäftsführung an die Mitarbeiter. Die Unternehmensführung habe der Belegschaft mitgeteilt, dass das Unternehmen “um ein umfassendes Restrukturierungsprogramm” nicht umhin komme. Woolworth, das bis vor kurzem der Investmentgesellschaft Electra Private Equity gehörte, betreibt in Deutschland knapp 340 Warenhäuser mit etwa 12000 Mitarbeitern. Das Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen. Zuletzt habe das Unternehmen knapp 900 Millionen Euro umgesetzt, schreibt die Zeitung.

Lokfuehrer-Streik bei der Bahn

Thursday, October 18th, 2007

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Bahn

Ein Gewerkschaftschef auf Kur, seine Gefolgschaft im Halbtagsstreik: Die Lokführer laufen Gefahr, ihr Ansehen nicht nur bei der Bahn-Kundschaft zu verlieren.

Dabei konnten die Männer im Fahrstand zu Beginn des Tarifstreits durchaus auf breite Unterstützung zählen. Sie tragen hohe Verantwortung, arbeiten in einem anstrengenden und wenig familienfreundlichen Schichtdienst. Seien es also nun 1500 Euro Nettoverdienst, wie es die Gewerkschaft GDL errechnet hat, oder seien es jene 1700 Euro netto, mit denen die Bahn das Berufsanfängergehalt beziffert – kaum jemand gönnt den Lokführern nicht ein spürbares Plus in der Lohntüte.

Doch ums Geld geht es längst nicht mehr. Mit aller Macht will die GDL einen Sonderstatus unter den Bahngewerkschaften erzwingen. Selbst das Sozialwissenschaftliche Institut des Deutsche Gewerkschaftsbundes, dem Arbeitgebernähe nun wirklich nicht zu unterstellen ist, hält die Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag für nicht nachvollziehbar.

Wollen die Lokführer am Ende nicht vollends auf dem Abstellgleis stehen, müssen sie zügig ernsthafte Tarifverhandlungen aufnehmen. Das Angebot der Bahn dazu liegt auf dem Tisch. (Westfalen-Blatt)