Archive for the ‘Buecher’ Category

Dagobert Duck wird 60

Wednesday, November 28th, 2007

“…. Grauenhaftes Fest! Wenn’s nur erst vorbei wäre. Weihnachten liegt mir nicht. Ich kann niemand leiden, und mich kann auch niemand leiden.”

Mit diesem unwirschen Gebrummel führte Carl Barks seine neue Schöpfung, den Multimilliardär Dagobert Duck in den Entenhausener Kosmos ein.

Dagobert Duck - ein Selfmade-Milliardär wird 60
Dagobert Duck – ein Selfmade-Milliardär wird 60. Foto: Walt Disney

Inspiriert wurde Dagobert Duck von dem Geizkragen Ebenezer Scrooge in der Weihnachtserzählung von Charles Dickens, und damit war auch schon ein Name für Donalds geizigen, schrulligen und reichen Onkel gefunden. Scrooge sollte er heißen. Und um seinen Geiz noch zusätzlich zu betonen, wurde die sprichwörtliche schottische Sparsamkeit gleich mitberücksichtigt, indem Scrooge im amerikanischen Original mit Nachnamen nicht nur Duck, sondern – typisch schottisch – McDuck heißt.

Seither durchstreift er die Welt und macht auch vor dem Weltall nicht halt, um seine Reichtümer zu vermehren und sie dann in seinem Geldspeicher anzuhäufen. Er war selbstverständlich beim ersten Goldrausch am Klondike dabei, er half, die ersten Diamanten in Kimberley auszugraben, er spürte jene Schätze auf, die Pizarro, Coronado und Cortez entgangen waren und entdeckte die Minen von König Salomon wieder. Sein Erfolg ist nicht aufzuhalten.

Er braucht dazu auch keine Zaubermittel, wie etwa seine ewige Kontrahentin, die Hexe Gundel Gaukeley. Er ist schlicht und ergreifend eine ganz normale Ente mit Gamaschen, Gehrock, Zwicker und weißen Federn, gesegnet mit der für uns unbegreiflichen und beneidenswerten Fähigkeit, Geld aus jeder Entfernung riechen zu können.

Dagobert Duck zählt mittlerweile zu den anerkannt großen populär-literarischen Helden. Neben seiner Vorliebe für Geld ist natürlich auch bekannt, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat – gut getarnt zwar, aber den Großneffen Tick Trick und Track gelingt es manchmal, es zum Vorschein zu bringen. Sein Neffe Donald kann allerdings schon froh sein, wenn er für ein paar Kreuzer die Stunde seine Münzen im Geldspeicher polieren darf.

In einer großen sechsteiligen Abenteuer-Strecke war Dagobert Duck im Micky Maus-Magazin auf der “Jagd nach dem Glückszehner”. In der neuen Ausgabe (Nr. 50, EVT 4.12.) kommt die Jubiläumsgeschichte zum furiosen Finale und alle Leser haben noch die Chance, beim Gewinnspiel um einen  echten Goldbarren im Wert von 1000 Euro mitzumachen. Walt Disney Lustiges Taschenbuch hat dem ungekrönten Herrscher von Entenhausen eine Entenedition gewidmet und die Ehapa Comic Collection ein großes Jubiläumsbuch.

Deutscher Vorlesepreis – Stars werben fuer Buecher

Wednesday, November 21st, 2007

Der Deutsche Vorlesepreis: Stars werben mit Vorlesereihe “Lies – mich – an!” für mehr Liebe zum Buch

Stars wie Erfolgsautorin Julia Franck (Deutscher Buchpreis 2007 für “Die Mittagsfrau”), “Tatort”-Kommissarin Sabine Postel oder TV-Moderatorin Aleksandra Bechtel werben in Zukunft mit monatlichen Vorlese-Events bundesweit für die Liebe zum Buch. Den Auftakt bildet eine Astrid-Lindgren-Vorlesestunde im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße in Köln-Riehl mit  WDR-Moderatorin Katty Salié (west.art-Magazin) und Schauspieler Moritz Zielke (“Momo” in der “Lindenstraße”).  Die Kampagne unter dem Motto “Lies – mich – an!” wird vom “Deutschen Vorlesepreis” getragen, der 2005 gegründeten bundesweiten Initiative zur Förderung des Vorlesens.

TV-Moderatorin Nina Ruge unterstützt den Deutschen VorlesepreisTV-Moderatorin Nina Ruge unterstützt den Deutschen Vorlesepreis. Foto: Intersnack Vertriebs GmbH

Nach dem Start von “Lies – mich – an!” in Köln folgt am 11. Dezember in Berlin eine Lesung mit Buchautorin Julia Franck, die  aus dem Kinderbuch “Ein Schaf fürs Leben” von Maritgen Matter vorträgt. Neben mehreren hundert Gästen werden auch zahlreiche gehörlose Kinder erwartet, für die eine Gebärdensprachdolmetscherin die gesprochenen Texte zugänglich macht. Am 15. Januar lädt TV-Moderatorin Aleksandra Bechtel zu einer Lesung vor Kindern im Gallusviertel in Frankfurt am Main. In den folgenden Monaten lesen Prominente wie Schauspielerin Sabine Postel, ZDF-Talkerin Nina Ruge, “Hohn” Henning Krautmacher oder die TV-Stars Guido Cantz, Katja Burkard und Joey Kelly in unterschiedlichen deutschen Städten (genaue Termine: derdeutschevorlesepreis.de).

“Lies – mich – an!” reagiert auf den dramatischen Befund, dass nur noch in einem Drittel aller Familien in Deutschland regelmäßig vorgelesen wird. Gleichzeitig nehmen Lese- und Schreibfähigkeit bei einem großen Teil der jungen Generation dramatisch ab. Fachleute wie der Kölner Germanist und Universitätsprofessor Horst Flaschka (“Vorlesen für alle!”) fordern deshalb Initiativen für mehr Liebe zum Buch. Es müsse in mehr Familien das Bewusstsein geweckt werden, dass vorgelebte Freude am Lesen das Interesse der Kinder an der deutschen Sprache fördert.

Die Initiative “Der Deutsche Vorlesepreis” des Kölner Snack-Herstellers Intersnack (“funny-frisch, “Chio”, “Pom-Bär”, “goldfischli”) zeichnet seit 2006 herausragende Vorlese-Leistungen in ganz Deutschland aus und fördert damit ehrenamtliches Engagement im Bereich Bildung. Kooperationspartner ist die 1988 gegründete Stiftung Lesen. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel engagiert sich als Schirmherr und Juryvorsitzender für das Projekt.

Harry Potter 7 uebertrifft alles

Monday, October 29th, 2007

Seit Samstag ist der siebte und letzte Harry-Potter-Band im Handel erhältlich. Der deutschsprachigen Ausgabe “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” gelang der beste Verkaufsstart aller Potter-Romane. Dies teilt media control mit.

“Harry Potter 7″ übertraf im Vergleich zum 2005 erschienenen Vorgänger “Harry Potter und der Halbblutprinz”, dem bis dato am erfolgreichsten gestarteten Buch der Reihe, die Verkaufsmenge nach dem ersten Wochenende nochmals um 13,5 Prozent. Position eins der media control Buch-Charts ist dem im Carlsen Verlag erschienenen Werk ebenfalls sicher.

Autorin Joanne K. Rowling setzt einen krönenden Schlusspunkt unter die Erzählungen über Zauberschüler Harry Potter und seinen Freunden Ron Weasley und Hermine Granger. Die Hogwarts-Saga, die in Deutschland 1998 mit “Harry Potter und der Stein der Weisen” begann, ist die größte Erfolgsgeschichte aller Zeiten. Von Band zu Band steigerte sich die Euphorie um Harry Potter und seinem bösen Gegenspieler Lord Voldemort.

Harry Potter und der postgelbe Porsche

Sunday, October 28th, 2007

Rund 7.000 Postboten brachten etwa 150.000 Harry Potter-Fans den begehrten letzten Band “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” bereits ab Mitternacht. Besonders rasant stellte Rennfahrer Timo Glock das Buch zu.

Buch Zustellung über Nacht: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Nachtzustellung Harry Potter Buch – Foto: Deutsche Post World Net

Um Punkt zwei Uhr in der Nacht zum 27. Oktober 2007 hielt auch der letzte von rund 150.000 Harry Potter-Fans “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” auf Deutsch in den Händen. Sie alle hatten den neuen Band bei Weltbild per Post bestellt. Die Deutsche Post und Weltbild kooperierten zum dritten Mal bei der Nachtzustellung der mit großer Spannung erwarteten Bücher in ganz Deutschland – mit großem Erfolg. 50.000 mehr Menschen als bei den zwei vorherigen Bänden hatten sich den neuen Roman der Erfolgsautorin Joanne K. Rowling reserviert. Zwischen null und zwei Uhr morgens waren die Postboten unterwegs und lieferten den Potter-Band portofrei bis an die Haustür – von List auf Sylt bis Oberstorf, von Selfkant im Westen bis Görlitz im Osten.

Der 12-jährigen Lydia Steden aus Bergisch-Gladbach und ihrem Bruder Julian (15) wurde das Buch vom schnellsten Nachtzusteller der Deutschen Post überreicht. Rennfahrer Timo Glock fuhr bei den glücklichen Gewinnern einer Verlosung in einem postgelben Porsche Carrera vor und händigte ihnen um Mitternacht als Ersten das neue Abenteuer des Zauberlehrlings aus.

“Unser Einsatz grenzte fast an Zauberei”, bilanziert Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief und Paket Deutschland der Deutschen Post World Net, die Aktion. “Innerhalb von zwei Stunden haben 7.000 Postboten alle bestellten Harry Potter-Bände an ihre Zielorte gebracht. Die Kooperation mit Weltbild war äußerst erfolgreich.” Karl-Heinz Wellmann, Geschäftsleiter Marketing bei Weltbild, ergänzt: “Viele Kinder konnten es kaum erwarten, den neuen Potter-Band entgegen zu nehmen und warteten schon am Fenster auf den Nachtboten. Es ist schön, dass wir erneut vielen Menschen in ganz Deutschland eine Freude machen konnten.”

Stephen King rezensiert Harry Potter

Thursday, October 25th, 2007

Ob Harry Potter nicht längst “ein literarischer Held von der Größe der Beatles” sei, fragt Autor Stephen King in der aktuellen Ausgabe der VANITY FAIR. Und gibt sich gleich darauf selbst die Antwort:

“Die eierköpfigen Akademiker scheinen nicht zu glauben, dass Harrys Zauber eine Generation von Nichtlesern in Bücherwürmer verwandeln kann. Aber sie sind nicht die Ersten, die Harrys Zauberkraft unterschätzen.”

In seinem Beitrag kritisiert der amerikanische Beststellerautor die ablehnende Haltung etablierter Feuilletonisten zu den Romanen von Joanne K. Rowling. Diese seien besonders wertvoll, um junge Menschen ans Bücherlesen heranzuführen: “‘The Kids Are Alright.’”, zitiert King einen Song der britischen Rockband “The Who”. “Wie lange das noch so bleibt, hängt in gewisser Weise von Autoren wie J. K. Rowling ab, die eine gute Geschichte (wichtig) zu erzählen wissen und das nicht von oben herab (noch wichtiger) oder gar hochtrabend schwafelnd (lebenswichtig) tun”, so King. “Denn wenn das Feld in die Hände all der intellektuellen Muggel gerät, die glauben, der traditionelle Roman wäre tot, bringen sie ihn tatsächlich noch um.”

Besonders das Motiv des Zauberlehrlings und die vielen fantasievollen und übernatürlichen Abenteuer rund um Harry Potter und seine Clique hätten es der jugendlichen Leserschaft angetan, so King: “Wir alle wissen, dass unser Nachwuchs bis etwa acht verrückt ist, und schenken seiner tollen, alles für möglich haltenden Fantasie viel Raum. [...] Kinder suchen immer nach dem ministry of magic, dem Werk der Magie, und für gewöhnlich finden sie es auch.” Aus diesem Grund sei auch das Bücherlesen bei Kindern “niemals tot” gewesen, schreibt der vielfach ausgezeichnete Autor bekannter Horror-Romane (“Es”, “Shining”, “The Green Mile”): “Au contraire, ihrer Lesekultur geht es wahrscheinlich besser als der von uns Erwachsenen, die wir uns jedes Jahr neu mit Hunderten von prätentiösen ‘literarisch nennenswerten’ Romanen herumzuschlagen haben.”

Den vollständigen Beitrag von Stephen King lesen Sie in der aktuellen VANITY FAIR.