Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

Ehevertrag – Geld oder Liebe?

Monday, November 19th, 2007

Geld oder Liebe? Mehr Frauen als Männer sind für den Ehevertrag

Wer hätte das gedacht, nicht die Männer, sondern die Frauen gehen in Sachen Ehe unsentimentaler vor: 42 Prozent der Frauen würden auf einen Ehevertrag bestehen, nur 35 Prozent der Männer setzen dagegen auf diese Rechtssicherheit. So sind es auch die Männer, die in Sachen Geld Harmonie suchen: Jeder zweite sagt, wer sich wirklich liebt, führt ein gemeinsames Konto. Nur 42 Prozent der Frauen sind so romantisch. Das ergab eine repräsentative Umfrage von BRIGITTE BALANCE, das Beste für Körper und Seele (Ausgabe 4/2007).

Wenn es um das Einkommen geht, sind sich Frauen und Männer noch uneiniger. Nur 15 Prozent der befragten Männer finden es schwierig, wenn die Frau in einer Partnerschaft mehr verdient, als der Mann. Aber über 40 Prozent der Frauen glauben, dass so eine Konstellation zu Beziehungskonflikten führt. Einig sind sich dagegen 60 Prozent aller Befragten, dass eine Beziehung nicht gut Funktioniert, wenn die Partner generell unterschiedliche Einstellungen zum Umgang mit Geld haben.

Mutter von Natascha Kampusch gibt Romina Power Mut

Wednesday, October 24th, 2007

In einem Interview mit der Zeitschrift Neue Post hat Brigitta Sirny-Kampusch (57) die Sängerin Romina Power (55) ermutigt, niemals die Hoffnung aufzugeben, dass sie ihre verschollene Tochter Ylenia wieder findet.

Der ganz persönliche Appell an Romina Power von Brigitta Sirny-Kampusch, deren Tochter Natascha im August 2006 nach acht Jahren die Flucht von ihrem Entführer gelang: “Schau das Bild deiner Tochter an, sprich mit ihr! Das hilft dir und es hilft auch Ylenia. Meine Tochter hat das auch gespürt. Es gab ihr Kraft und Stärke.”

Ylenia, die damals 23 Jahre alte Tochter von Romina Power, verschwand in der Silvesternacht 1994. Seither fehlt jede Spur von ihr.

Brigitta Sirny-Kampusch im Interview mit Neue Post: “Ich würde an Romina Power appellieren: Geben Sie die Hoffnung nicht auf, dass Ihre Tochter lebend gefunden wird. Wenn man als Mutter sein Kind unter dem Herzen getragen hat, kann man das auch gar nicht. Wenn ich damals die Hoffnung aufgegeben hätte, wäre ich heute wohl nicht mehr am Leben.”

Das vollständige Interview erscheint in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Neue Post.

Beziehung Partnerschaft – Maenner unentschlossen

Wednesday, October 17th, 2007

Jeder dritte Mann will sich in Beziehungsfragen nicht festlegen

Zusammenziehen, heiraten, Kinder planen – wo Frauen eine klare Entscheidung zur Zukunftsplanung erwarten, weichen Männer oft mit einem halbherzigen Jein aus. Tatsächlich haben 37 Prozent der Männer Angst, sich in Beziehungsfragen festzulegen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das GEWIS-Institut im Auftrag der Frauenzeitschrift PETRA (Erscheinungstermin: 18. Oktober) unter 1017 Männern und Frauen zwischen 25 und 39 Jahren durchführte. Danach zeigt fast die Hälfte der Frauen Geduld mit den Jein-Sagern: 45 Prozent warten und hoffen, dass aus dem Jein eine klare Entscheidung wird.

Eine Taktik, die sich laut der Hamburger Paartherapeutin Claudia Clasen-Holzberg nicht in allen Fällen lohnt. Vor allem bei den “verdeckten Nein-Sagern”, die nur aus Bequemlichkeit in der Beziehung parken, während sie auf etwas Besseres warten, rät sie zur Trennung. Bei den “ambivalenten Jein-Sagern” und den “verdeckten Ja-Sagern” dagegen bestünde Hoffnung. Sie hätten meist Angst vor Nähe und bräuchten nur Zeit oder mehr Distanz in der Beziehung. Wichtig sei allerdings, dass Frauen sich nicht von den Reaktionen des Partners abhängig machten und ihr eigenes Leben führten: “Dadurch vermitteln sie ihm das Gefühl von Autonomie – und das ist der beste Garant für Nähe und Intimität.” (Petra)

Jahrestag Mord an Anna Politkowskaja

Friday, October 5th, 2007

Ein Jahr nach dem Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja ist die Tat aus Sicht von Reporter ohne Grenzen (ROG) noch immer nicht aufgeklärt.

“Die russischen Behörden müssen den Prozess gegen die bisher Festgenommen so schnell wie möglich eröffnen und transparent führen”, fordert ROG. “Denn es ist bislang unklar, ob die wahren Täter und Hintermänner unter ihnen sind.” Daher müsse auch parallel in alle Richtungen weiter ermittelt werden. “Der Mord muss lückenlos aufgeklärt werden. Mögliche Verstrickungen von Politik, Geheimdienst und Polizei dürfen dabei kein Hindernis sein.”

Die russische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine Gruppe tschetschenischer Krimineller mit Unterstützung von Mitarbeitern des russischen Geheimdienstes den Mord verübt hat. Der Auftraggeber soll von außerhalb Russlands agiert haben. Elf Personen sind nach offiziellen Angaben in Zusammenhang mit dem Mord festgenommen worden, unter ihnen der tschetschenische Politiker Shamil Burajev. Polizeibeamte und Angehörige des Innenministeriums sollen Informationen über Anna Politkowskaja zur Verfügung gestellt haben.

Anna Politkowskaja wurde am 7. Oktober 2006 vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen. Als eine von wenigen russischen Journalisten hatte sie über Tschetschenien berichtet. Ein Artikel von ihr über Folter in Tschetschenien sollte zusammen mit Fotos wenige Tage nach ihrer Ermordung in der Zeitung “Novaya Gazeta” erscheinen.

“Mangelnde Strafverfolgung gefährdet kritische Journalistinnen und Journalisten in Russland”, so ROG weiter. “Die russische Regierung muss sich daher unmissverständlich hinter all jene stellen, die sich für die Wahrung der Menschenrechte in Russland einsetzen, so wie Anna Politkowskaja es getan hat.”

Reporter ohne Grenzen erinnert am Sonntag in Berlin mit einer Mahnwache vor der russischen Botschaft an Anna Politkowskaja (12:00 Uhr; gemeinsam mit amnesty international). Heute gedenkt ROG in Paris auf dem Platz der Menschenrechte der Journalistin. In Rom und im südfranzösischen Perpingnan werden öffentliche Plätze nach ihr benannt. Weitere Termine unter www.reporter-ohne-grenzen.de