Archive for the ‘Gesundheit’ Category

In Ostdeutschland leben die dicksten Deutschen

Monday, January 7th, 2008

Studie: In Ostdeutschland leben die dicksten Deutschen – Großer Vergleich aller Bundesländer und 38 Großstädte.

Die Deutschen sind zu dick – dieses Expertenurteil wird jetzt durch eine repräsentative Studie des Männer-Lifestyle-Magazins “Men’s Health” umfassend mit Zahlen belegt (Ausgabe 2/2008, EVT 16.1.2008). Dafür hat das Stuttgarter Institut für rationelle Psychologie 19.786 Männer und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren in allen Bundesländern und den 38 größten Städten untersucht. Erstmals wurde dabei auch der Bauchumfang gemessen – der nach Meinung von Experten aussagekräftiger ist als der bisher gültige Body-Mass-Index (BMI).

An der Spitze der Fettskala stehen dem zufolge die Ostdeutschen. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen Stadt- und Landbevölkerung. So sind die Menschen der Flächenländer im Vergleich durchgängig dicker als die, die in Stadtstaaten und Großstädten leben.

Während der Bauchumfang der Männer in ganz Deutschland mit 96,97 Zentimetern schon zu groß ist, bringen es die Herren in Thüringen im Mittel sogar auf 98,27 Zentimeter. Bei mehr als 93 Zentimeter steigt das Risiko von Infarkten und Diabetes, 102 Zentimeter und mehr halten Experten für lebensgefährlich. Am besten sehen im Vergleich zwar die Hamburger Männer aus. Aber mit einem Bauchumfang von durchschnittlich 94,81 Zentimetern bewegen auch sie sich klar im Risiko-Bereich.

Bei den Frauen sieht es ganz ähnlich aus: Thüringen liegt mit einem weiblichen Durchschnitts-Bauch von 87,10 Zentimetern an der Spitze, knapp vor dem übrigen Osten. Am Ende der Frauen-Fettskala stehen ebenfalls die Stadtstaaten und Großstädte. Wiederum zeigt Hamburg zwar die besten Zahlen. Aber auch die Hansestädterinnen schaden mit einem Bauchumfang von 83,63 Zentimetern klar ihrer Gesundheit. Gefährlich sind bei Frauen schon mehr als 80 Zentimeter, bei über 88 sprechen die Mediziner von einer extrem hohen gesundheitlichen Gefährdung.

Die dicksten/dünnsten Deutschen, sortiert nach Bundesländern

Bauchumfang – Frauen Bauchumfang – Männer

1. Thüringen: 87,10 cm 1. Thüringen: 98,27 cm 2. Sachsen-Anhalt: 86,97 cm 2. Meckl.-Vorpom.: 98,10 cm 3. Meckl.-Vorpom.: 86,83 cm 3. Sachsen-Anhalt: 97,95 cm 16. Hamburg: 83,63 cm 16. Hamburg: 94,81 cm

Die dicksten/dünnsten Deutschen, sortiert nach Städten

Bauchumfang – Frauen Bauchumfang – Männer

1. Erfurt: 85,85 cm 1. Rostock: 97,03 cm 2. Halle: 85,79 cm 2. Magdeburg:96,97 cm 3. Rostock: 85,73 cm 3. Erfurt: 96,90 cm 38. Hamburg:83,63 cm 38. Hamburg: 94,81 cm

Weblink: menshealth.de

Rauchverbot – In Kneipe rauchen weiterhin erlaubt?

Tuesday, December 4th, 2007

Auch in Bayern tritt das Rauchverbot am 1. Januar in Kraft. Viele Gastronomen sehen sich in ihrer Existenz bedroht durch das Rauchverbot, weil die Raucher dann eben woanders hingehen.

Doch Wolfgang Baier, Wirt der Bar Centrale in München-Schwabing, hat sich etwas einfallen lassen, damit in seiner Bar weiter geraucht werden kann. Der Gesetzentwurf zum Rauchverbot sieht vor, dass in geschlossenen Gesellschaften das Rauchverbot nicht gilt. Das hat der Gastwirt aufgegriffen. An der Tür hängt ein Kartenlesegerät, auf dem “Geschlossene Gesellschaft” zu lesen ist. (Via: sueddeutsche.de)

Dieser Trick ist auf jeden Fall eine interessante Möglichkeit, den vor allem kleine Kneipen ohne abgeschlossenen Nichtraucherraum nutzen können, damit ihnen die rauchenden Stammgäste nicht wegbleiben. Die Frage ist allerdings ob der alles regulierende Staat und Gesetzgeber diese Option durchgehen lässt. Kann man eine Kneipe durchgehend zur geschlossenenden Gesellschaft machen?

Weitere Berichte:
ticksucker.de
basicthinking.de

Heilung aus der Stammzelle – Hoffnung und Kritik

Wednesday, November 21st, 2007

Schwere Herzinfarkte lassen sich erfolgreich mit Stammzellen behandeln, berichtet die Zeitschrift VITAL in ihrer aktuellen Ausgabe (12/2007).

Professor Bodo-Eckehard Strauer, Direktor der Düsseldorfer Universitätsklinik für Kardiologie, der diese Therapieform einsetzt, spricht von einer Weltinnovation.

Ein 64-jähriger Patient mit kardiogenem Schock, bei dem die Beatmungstherapie mit einem künstlichen Herzen und Medikamente ohne Erfolg geblieben waren, konnte neun Tage nach einer Stammzell-Injektion ins Herz wieder selbstständig atmen. Die Pumpleistung seines Herzens hatte sich auf 28 Prozent erhöht.

Revolutionär an der Stammzellenbehandlung ist, dass sie als einzige Therapie direkt an der Ursache ansetzt. Dort wo die zerstörten Zellen waren, lässt sie wieder neue funktionstüchtige entstehen, denn die Stammzellen sind die Mütter aller Zellen. Embryonalen Stammzellen haben dabei die einzigartige Fähigkeit sich unbegrenzt zu teilen und alle Zelltypen des Körpers zu entwickeln. Ihre Herkunft ist jedoch problematisch: Man entnimmt sie wenige Tage alten Embryonen, die für künstliche Befruchtungen nicht mehr benötigt werden. Außerdem kann es, da die Zellen körperfremd sind, zu einer Abstoßungsreaktion kommen.

Weniger heikel ist die Therapie mit adulten Stammzellen, die in 20 verschiedenen Organen nachgewiesen wurden und dem Patienten oder einem Spender entnommen werden. Sie sind jedoch nicht so vielseitig, da sie nur Zellen des entsprechenden Gewebetyps nachbilden und sich nur begrenzt vermehren. Bis heute wird die Stammzellentherapien etwa bei Leukämie und verschiedenen Immunschwächen eingesetzt. Knorpelgewebe, Haut und Knochen lassen sich herstellen und beispielsweise bei schlecht heilenden Wunden oder größeren Verletzungen transplantieren. In Zukunft erhofft man sich, Herzfehler, Diabetes, Parkinson, Querschnittslähmung und Alzheimer mit Stammzellen zu behandeln und sogar komplette Organe zur Verpflanzung züchten zu können.

Hepatitis – die stille Gefahr

Monday, November 12th, 2007

Hepatitis wurde lange als exotische Krankheit angesehen. Die neue Variante NASH (nicht alkoholische Steatohepatitis) ist eine Wohlstandskrankheit, die jeden treffen kann, berichtet die Frauenzeitschrift FÜR SIE in ihrer aktuellen Ausgabe (24/2007, EVT: 13.November).

Es handelt sich um eine stille und schmerzfreie Form, die sich nicht wie Hepatitis A durch Fieber, Übelkeit, Gelbfärbung von Haut und Augen bemerkbar macht und aus diesem Grund oft unerkannt bleibt. Durch das ständige Absterben von Leberzellen kann NASH jedoch bis zu lebensgefährlicher Leberzirrhose oder zu Leberkrebs führen.

Gefährdet sind vor allem Menschen mit einer Fettleber, demnach 30 Prozent der Deutschen. Bei wiederum zehn Prozent von ihnen entsteht NASH. Auslöser sind zu fettes Essen und zu wenig Bewegung. Andere Risikofaktoren sind Diabetes und ein gestörter Stoffwechsel. Einziges Anzeichen der Krankheit ist Müdigkeit. Eine verlässliche Diagnose können nur regelmäßige Kontrollen der Leberwerte bringen. Einzige Therapie ist langsames Abnehmen durch Bewegung in Kombination mit einer Ernährungsumstellung auf gesunde Kost.

NASH ist nicht die einzig stille Form von Hepatitis. Leberentzündung kann ebenfalls als Autoimmunerkrankung auftreten, bei der die eigene Körperabwehr die Leberzellen zerstört oder durch starken Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente hervorgerufen wird. Hepatitis B und C, die zu den gefährlicheren Formen zählen, werden durch Viren auslöst. Bei Früherkennung können fast alle Varianten effektiv therapiert werden. Gegen einige Hepatitis-Arten gibt es einen Impfstoff.

Gruenenthal nimmt Stellung zum Contergan-Film

Thursday, November 8th, 2007

Nachdem Gestern in der ARD der erste Teil des Dramas (Contergan – Eine einzige Tablette) lief, kann man auf der Homepage der Grünenthal GmbH ihre Standpunkte zum Contergan-Fall nachlesen.

Wie steht Grünenthal zu dem Spielfilm “Eine einzige Tablette”? “Grünenthal ist für die historisch korrekte Aufarbeitung der Contergan-Tragödie, aber nicht für die Vermischung von Fakten und Fiktion, die ein falsches Bild der damaligen Ereignisse zeichnet”, so äußerte sich Sebastian Wirtz, Geschäftsführender Gesellschafter der Grünenthal GmbH.

Grünenthal beanstandet Schlüsselszenen und keine unbedeutenden Details in der Rahmenhandlung. Grünenthal wehrt sich gegen Aussagen, die die damaligen historischen Vorkommnisse ihrer Ansicht nach grob verzerren und einen völlig falschen Eindruck vom Unternehmen und dessen damaligem Handel erzeugen.

Weitere Infos der Grünenthal GmbH zum Contergan-Fall finden Sie unter:
www.contergan.grunenthal.info