Archive for the ‘Internet’ Category

Internetsicherheit – Unsichere Software aufspueren

Wednesday, September 3rd, 2008

Update-Manager helfen, installierte Software aktuell zu halten und schließen so eventuelle Einfallstore für Kriminelle. Wer möglichst viele Gefahrenquellen ausschließen will, sollte mehrere dieser Tools parallel laufen lassen, rät das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 19/08.

Viele populäre Programme wie Mozilla Firefox, Apple QuickTime, Adobe Reader und Flash verfügen schon über eigene Aktualisierungsfunktionen. Genervt von den ständigen Update-Meldungen haben aber viele User diese Funktion abgeschaltet. Dabei sind die neuen Software-Versionen durchaus wichtig. Mit den Updates werden in der Regel auch kritische Sicherheitslücken geschlossen, über die Angreifer aus dem Internet Zugriff auf den PC erlangen können.

Damit Anwender nicht mühsam manuell nach aktuellen Versionen suchen müssen, gibt es sogenannte Update-Manager. Diese kostenlosen Tools durchforsten die vorhandene Software auf dem PC und vergleichen die installierten Versionen mit den aktuell verfügbaren.

“Uneingeschränkt empfehlenswert ist keines der gestesteten Produkte”, urteilt c’t-Sicherheitsexperte Daniel Bachfeld. Der Secunia Personal Software Inspector beispielsweise legt seinen Fokus auf Sicherheit und vergleicht nicht nur die installierte und die verfügbare Version, sondern bezieht die Secunias Datenbank über Sicherheitslücken in Produkten mit ein. So kann Software durchaus veraltet sein, ohne dass sie ein Sicherheitsproblem darstellt. Bei der Bedienung überzeugte hingegen der FileHippo Update Checker, der die Ergebnisse übersichtlich im Browser darstellt und zudem über einen Update-Button verfügt, mit dem man ohne Umwege die neueste Version installieren kann. Allerdings erkennt dieses Tool nur die gängigsten Anwendungen. In punkto Erkennungsrate und Flexibilität hatte das Programm SUMo die Nase vorn, das bis zu 90.000 Anwendungen unterstützt.

“Am besten man kombiniert diese drei Produkte miteinander, dann ist man auf der sicheren Seite”, so c’t-Redakteur Daniel Bachfeld.

Sicheres Online-Banking

Wednesday, August 6th, 2008

Sicherer Zugriff aufs Online-Konto – Online-Banking: Zahl oder Karte

Wer seine Bankgeschäfte wirklich sicher über das Internet abwickeln möchte, greift zum neuen Kartenleser-Standard Secoder oder nutzt das mTAN-Verfahren. Bietet die Bank nur ältere Kartensysteme oder iTAN an, ist das die zweitbeste Wahl. Das einfache TAN-Verfahren ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, wird aber noch immer eingesetzt, so das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 17/08.

Bankkunden sind Ziel Nummer eins der Kriminellen im Internet: Die Schäden durch das Ausspähen von privaten Kontodaten sind nach Angaben des Bundeskriminalamts im vergangenen Jahr drastisch gestiegen: 2007 wurden mit 4200 Fällen 700 mehr registriert als im Jahr zuvor.

Doch gibt es durchaus sichere Verfahren fürs Online-Banking: Beim mTAN-Verfahren erhält der Bankkunde Empfängername, Betrag und eine Transaktionsnummer über sein Handy, mit dem er die Transaktion im Internet bestätigt. Anders funktioniert das iTAN-Verfahren: Die Bank gibt vor, welche Transaktionsnummer der Kunde von einer vorher zugeschickten Liste angeben soll. “Allerdings gibt es längst Trojaner, die das iTAN-Verfahren aushebeln können”, so c’t-Redakteur Daniel Bachfeld.

Das einfache TAN-System aus der Computersteinzeit, etwa noch von der citibank eingesetzt, ist inzwischen relativ leicht zu knacken. Trotzdem sind die Kunden auf der sicheren Seite, denn zum Ausgleich versichert die Bank, für mögliche Betrugsschäden aufzukommen.

Kartenlesegeräte nach dem HBCI-Standard gelten beim Online-Banking als relativ sicher. Dabei signiert der Anwender seine Transaktion mit einem geheimen auf einer Karte gespeicherten Schlüssel und schickt das Ganze an die Bank. Doch gibt es bereits Angriffsszenarien, die auch dieses System zum Wackeln bringen, dem iTAN-Verfahren ist es aber immer noch vorzuziehen. Der neue Standard Secoder hingegen ist nicht nur sicherer, sondern bietet auch viele andere nützliche Funktionen. Er eignet sich gemeinsam mit einer Geldkarte auch zum Bezahlen im Internet und für den Altersnachweis auf Webseiten. Bisher wird er aber nur von Volks- und Raiffeisenbanken im Norden und Westen unterstützt.

Als alternative sichere Lösung gegen Banking-Trojaner und Phishing-Angriffe bietet sich c’t Bankix an. Die Software auf Linux-Basis befindet sich auf der aktuellen Heft-DVD. Damit lässt sich eine personalisierte CD-Version von c’t Bankix erstellen, die direkt von der Scheibe aus startet – dann sind auch eventuell auf der Festplatte vorhandene Schädlinge machtlos. Wer diese Lösung zuvor testen möchte, kann c’t Bankix auch direkt von der Heft-DVD aus booten.

Mobiles Internet im Ausland

Thursday, July 3rd, 2008

Am Strand E-Mails checken oder im Internet surfen – viele Handynutzer möchten auch im Ausland nicht auf diese mobilen Datendienste verzichten. Grundsätzlich ist das kein Problem, da die deutschen Netzbetreiber das sogenannte Daten-Roaming, also die Nutzung mobiler Daten im Ausland, ermöglichen.

“Wer im Auslandsurlaub mobile Daten nutzt, sollte die zum Teil noch sehr hohen Kosten bedenken. Meist werden im Ausland um ein Vielfaches höhere Preise verrechnet als in Deutschland”, sagt Bettina Seute vom Onlinemagazin teltarif.de

Während die Preise für Handygespräche im EU-Ausland bereits von der EU begrenzt wurden, diskutiert die EU seit einiger Zeit über eine Regulierung der Datenpreise. Eine Umsetzung ist aber noch in weiter Ferne. Zwar haben die Netzbetreiber teilweise ihre Tarife gesenkt, allerdings haben Vodafone-Vertragskunden derzeit noch das Nachsehen. Sie zahlen beispielsweise ohne spezielle Option innerhalb der EU aktuell noch 40 Euro pro Megabyte. Der neue, günstigere Tarif World Data mit 3,80 Euro pro Megabyte gilt erst ab dem 20. Juli und muss aktiv vom Kunden gebucht werden. “Zu den hohen Preisen für die Datennutzung im Ausland kommt bei allen Netzbetreibern eine unübersichtliche Tarifstruktur hinzu. Die Preise variieren von Ländergruppe zu Ländergruppe und zu jedem Mobilfunktarif gibt es spezielle Auslandsoptionen die aber meist weitere Fallstricke in den Vertragsbedingungen beinhalten”, so Bettina Seute. Solche zusätzlichen Optionstarife lohnen sich aber bei intensiver Nutzung des mobilen Internets im Ausland, da die Standardtarife trotz Preissenkungen immer noch sehr teuer sind.

Seutes Ratschlag für Auslandsreisende lautet daher: “Um Kostenfallen bei der Nutzung mobiler Daten im Ausland zu vermeiden, sollten sich Verbraucher in jedem Fall vor dem Urlaub über Preise, angebotene Zusatztarife und kostengünstige Internetzugänge informieren.” Wichtig bei einem Angebotsvergleich ist nicht nur der Blick auf den Preis pro übertragenem Megabyte, sondern auch auf die Rahmenbedingungen des Angebotes. Hier sollte der Kunde auf eine möglichst kurze Laufzeit sowie Kündigungsfrist des Sondertarifes setzen und darauf achten, dass sich die Preise für sonstige Leistungen im Ausland nicht ändern.

Eine günstigere Alternative kann die Nutzung des Internets über örtliche WLAN-Hotspots sein, die es an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Cafes oder im Hotel gibt. Teilweise ist die Nutzung hier sogar kostenfrei. Weitere Tipps für die mobile Datennutzung im Ausland sowie aktuelle Preistabellen sind in einer Meldung unter teltarif.de/mobiles-internet-im-ausland zu finden.

Domain-Endungen – neue Top-Level-Domains

Friday, June 27th, 2008

Wie im Vorfeld erwartet hat der Vorstand der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) gestern, Donnerstag, im Rahmen des ICANN-Meetings in Paris beschlossen, dass es in Zukunft deutlich mehr Top-Level-Domains (TLDs) im Internet geben wird. Statt bisher 21 generischen TLDs sowie den länderspezifischen Domainendungen wird ein großes Spektrum an Wunschnamen erlaubt.

“Das Potenzial ist riesig. Das bedeutet völlig neue Möglichkeiten, wie sich Leute im Internet ausdrücken können”, meint Paul Towney, Präsident und CEO der ICANN. Der Sturm auf Neuland wird mit Sicherheit Städte-Domains wie .paris und .berlin bringen. Ein Antrag auf eine neue TLD dürfte aber nur wirklich etablierten Organisationen möglich sein.

“Die ICANN wird wahrscheinlich fordern, dass Bewerber nachweisen können, dass sie bereits ordentlich geschäftlich operieren”, meint Dirk Krischenowski, Gründer und Geschäftsführer von dotberlin.de, im Gespräch mit pressetext. Das sei bei früheren Antragsrunden so gewesen und auch diesmal werde wohl nicht jedes Individuum einfach nur mit einer Idee eine TLD beantragen können. Zumindest ein gutes Geschäftsmodell und ein solides technisches Konzept wären erforderlich, vermutet dotBERLIN. Auch finanzielle Hürden wird es geben, obgleich die ICANN dazu noch keine konkreten Angaben macht. “Derzeit ist das ein Lesen im Kaffeesatz”, mein Krischenowski. Denkbar seien Basiskosten für einen Antrag im Bereich von etwa 50.000 Dollar, mit Mehrkosten im Falle von Komplikationen.

Zu Streitfällen könnte es beispielsweise kommen, da Markennamen laut ICANN nicht automatisch geschützt werden, sondern ein Einspruchsprozess für Rechteinhaber vorgesehen ist. Geplant ist, dass grundsätzlich freie Zeichenketten im Rahmen gewisser technischer Einschränkungen als TLD beantragt werden können – .liebe oder .meinname steht hier nichts im Weg. Als anstößige empfundene Domainnamen sollen aber bei einer ICANN-unabhängigen Schlichtungsstelle beeinsprucht werden können. “Ein Schema der ICANN heißt Moral und öffentliche Ordnung”, meint Krischenowski. Demnach könnten auf diesem Weg neue Anträge für Pornodomains gekippt werden, ähnlich, wie es Anfang 2007 bei der Domain .xxx der Fall war. Gerade gegen politisch zu brisante TLDs wie beispielsweise .nazi soll die Einspruchsmöglichkeit eine Handhabe bieten, heißt es seitens der ICANN gegenüber pressetext.

Wie Anfang der Woche von nic.at-Gerschäftsführer Richard Wein gegenüber pressetext vorhergesagt, wurde in Paris noch keine finale Umsetzung für das Vergabeverfahren von Wunschdomains beschlossen. “Damit haben auch wir gerechnet, dass wohl noch neun Monate bis zum eigentlichen Start vergehen weden”, so Krischenowski. Der genaue Prozess soll der ICANN zufolge tatsächlich bis Anfang 2009 finalisiert werden, sodass voraussichtlich ab dem zweiten Quartal kommenden Jahres Anträge für neue TLDs angenommen werden können. “Dann werden wir unseren Antrag für .berlin auf jeden Fall stellen”, betont Krischenowski. Auch die Domainendung .paris dürfte früh beantragt werden, immerhin hat anlässlich des ICANN-Meetings Jean-Louis Missika, der stellvertretende Bürgermeister von Paris, die Unterstützung der Stadt für dotparis bekannt gegeben.

Aussender: pressetext.de

Studie DSL-Anbieter

Tuesday, June 24th, 2008

Studie DSL-Anbieter: Tarife sind in Bewegung, Service-Defizite der Branche bleiben – Kabel Deutschland ist Testsieger

Der Markt für Breitband-Internetzugänge (DSL) ist weiter stark umkämpft. Die Preise für DSL-Anschlüsse sind im letzten Jahr um teilweise mehr als 40 Prozent zurück gegangen. Mehrere kleine Anbieter haben sich bereits aus dem Markt zurückgezogen. Wirkt sich der Preisdruck auf die Servicequalität der Branche aus? Wer bietet derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität disq.de hat jetzt in einer großen Tarif- und Servicestudie 15 bedeutende DSL-Anbieter untersucht. Insgesamt 450 verdeckte Anfragen stellten die Tester per Telefon und E-Mail, um die Kontaktqualität der Branche zu prüfen. Zusätzlich wurde der Internetauftritt der Anbieter analysiert. Der umfangreiche Tariftest führt für sechs unterschiedliche Nutzerprofile alle Kosten über 24 Monate zusammen (Monatsbeiträge, Einrichtungskosten, Grundkosten für Telefon oder Kabel und Kosten für den Hardwareversand etc.).

Das Ergebnis: Der telefonische Service der Branche ist im Durchschnitt nur befriedigend. Die größten Schwächen liegen bei der Kommunikationsqualität (Freundlichkeit etc.), wo mit einer Ausnahme alle Unternehmen nur ausreichende Leistungen boten. Noch nicht einmal die Hälfte der Gespräche fand in einer angenehmen Atmosphäre statt. Verbesserungen im Vergleich zum Test 2007 gibt es hinsichtlich der Aktivität der Anbieter. Anrufer mussten etwa im Durchschnitt nur noch 30 statt 41 Sekunden in der Warteschleife ausharren.

“Hinsichtlich der E-Mail-Beantwortung haben wir in der Branche allerdings keine Weiterentwicklung erkennen können”, ergänzt Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. “Wie schon 2007 wurde fast jede fünfte E-Mail überhaupt nicht beantwortet. Im Durchschnitt mussten die Tester 43 Stunden auf die E-Mail-Antworten warten, was deutlich über der vom Kunden erwarteten 24-Stunden-Schwelle liegt.”

Den besten Service über alle Kontaktmöglichkeiten zeigte O2. Mit einem guten Service und dazu noch hervorragenden Tarifen wird Kabel Deutschland zum “besten DSL-Anbieter 2008″ gekürt. Neben Kabel Deutschland überzeugte Vodafone mit Tarifen für eine DSL-Flatrate inklusive Telefon-Flat ins deutsche Festnetz. “Bei den Tarifen hat sich im Vergleich zu 2007 am meisten getan”, resümiert Bianca Möller. “Anbieter, die vor einem Jahr noch ganz hinten lagen, sind auf einmal weit vorn. Für den Verbraucher bedeutet das: Er muss auf dem Laufenden bleiben und seine Verträge regelmäßig überprüfen.”

Die Rangfolge beim Gesamtergebnis (Tarife und Service): Kabel Deutschland, O2, Versatel, Vodafone, Alice, Lidl DSL, congstar, freenet, 1&1, T-Home, TELE2, Arcor, Unitymedia, Kabel BW und Tele Columbus.