Archive for the ‘Medien’ Category

Wird Vanity Fair in Deutschland eingestellt?

Wednesday, February 18th, 2009

Nach kress-Informationen stellt Condé Nast die deutsche Ausgabe der Zeitschrift “Vanity Fair” ein. Der Verlag wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Vor kurzem war Condé-Nast-Chef Bernd Runge zurückgetreten. Jonathan Newhouse hatte daraufhin eine Bestandsgarantie für “Vanity Fair” abgegeben. Nun kommt doch das Aus: Vermutlich haben die hohen Kosten der ambitionierten Zeitschrift das Genick gebrochen. Die Finanzkrise und die damit ausbleibenden Werbeumsätze dürften einen großen Anteil haben.

Update: “Vanity Fair” wird eingestellt

Die Verlage setzen ihren Sparkurs fort: Wenige Wochen nach dem Personality-Magazin “Park Avenue” wird auch die deutsche Zeitschrift “Vanity Fair” eingestellt.

In dieser Woche erscheint das Magazin “Vanity Fair” zum letzten Mal. Der Condé Nast-Verlag bestätigte am Mittwoch einen Bericht des Branchendienstes “kress report.” Betroffen sind die Redaktion in Berlin und die Verwaltung in München. Mit einer Mischung aus Lifestyle-Themen, politischen Interviews und Mode erreichte “Vanity Fair” in Deutschland zuletzt eine Auflage von rund 200.000 Exemplaren. Condé Nast-Chef Jonathan Newhouse begründete die Entscheidung mit der dramatischen Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes.

St. Pauli Nachrichten wird neu aufgelegt

Wednesday, September 3rd, 2008

Die bekannte deutsche Zeitschriftenmarke St. Pauli Nachrichten wird zum 40. Jubiläum neu aufgelegt

St. Pauli Nachrichten

St. Pauli Nachrichten

Das legendäre Kiez-Blatt St. Pauli Nachrichten startet im November 2008 neu durch. Das neue trendige Lifestyle- und Genuss-Magazin rückt vom bisherigen Schmuddelimage ab. Dabei bleiben die St. Pauli Nachrichten geografisch und inhaltlich dem Hamburger Kiez eng verbunden. “Wir erfinden das Magazin komplett neu mit überregionalem Anspruch, bleiben aber lokal im Hafen von St. Pauli verankert. Unsere Redaktion sitzt im Szenestadtteil Schanze unweit der Reeperbahn. Hier vermischt sich im Nachtleben das stylische Hamburg mit dem frech verruchten Kiezleben”, erklärt Herausgeber Jens de Buhr (45). Das Magazin beleuchtet die Trends der Hafenstadt: Warum junge Menschen ihren Abend mit Sushi und Champagner starten und mit Currywurst und Astra ausklingen lassen. Wie das Lebensgefühl von St. Pauli mit seinem Rotlichtflair die Menschen über die Stadtgrenze hinweg fasziniert. Opulente Fotostrecken und Geschichten rund um den Kiez mit Witz und einem Schuss Dreistigkeit sollen die St. Pauli Nachrichten künftig prägen. Dazu gibt es Tipps zu diskreten Seitensprüngen, erfolgreichem Flirten oder dem richtigen Partyoutfit. Ein Themenmix, der sowohl Männer als auch Frauen zwischen 20 und 40 Jahren anspricht.

Die neuen St. Pauli Nachrichten greifen 40 Jahre Tradition auf. 1968 als Parodie auf die BILD ins Leben gerufen, schrieben Anfang der 70er Jahre der spätere SPIEGEL-Chef Stefan Aust und der heutige SPIEGEL-Redakteur Henryk M. Broder Artikel über linsradikale Thesen, gegen das “Establishment” und den Vietnamkrieg. Die Texte lebten in friedlicher Koexistenz mit Nacktbildern und eindeutigen Kontaktanzeigen unter der Rubrik “Seid nett aufeinander”. Revolutionär und freimütig spiegelten die St. Pauli Nachrichten den Zeitgeist von damals. Heute geht das neue Lifestyle-Magazin zurück zu seinen publizistischen Wurzeln. Das neue Konzept steht für sexy Themen mit journalistischer Qualität.

Die neuen St. Pauli Nachrichten erscheinen in der Redaktionswerft (DVD MAGAZIN), einer Tochtergesellschaft von JDB Media. Die Unternehmensgruppe konzentriert sich auf Corporate Publishing, PR und das Verlegen von Special-Interest-Titeln. Das Magazin kostet 3,50 Euro am Kiosk. Die erste Ausgabe bei einer Auflage von 100.000 umfasst 116 Seiten. Der Anzeigenpreis (1/1 4c) beträgt 6.600 Euro – Neukunden erhalten einen Einführungsrabatt von 25 Prozent.

Soenke Wortmanns “Sommermaerchen 2008″

Friday, July 4th, 2008

BILD am SONNTAG: Premiere von Sönke Wortmanns “Sommermärchen 2008″ am 6. Juli 2008 bei BILD.de

Es ist das ungewöhnlichste Filmprojekt zur EM: Am kommenden Sonntag, 6. Juli 2008, findet die Premiere von Sönke Wortmanns “Sommermärchen 2008″ statt – ein Online-Film, exklusiv zu sehen auf sommermaerchen.bild.de

Die Leser von BILD am SONNTAG haben hunderte von Filmen eingeschickt. Sie filmten beim Public-Viewing, auf privaten Fußball-Feten, komponierten Lieder selbst und schrieben Gedichte. Selbst aus Australien kam ein Video: Auswanderer Gerhard Fattler hat dort seinen eigenen EM-Song für das Sommermärchen produziert – ein Beitrag aus 13 595 km Entfernung.

Sönke Wortmann schneidet aus allen Beiträgen drei Kurzfilme von jeweils drei bis fünf Minuten Länge, von denen der erste an diesem Sonntag online geht. Sieben Stunden Rohmaterial hat der Erfolgsregisseur dafür gesichtet. “Das erste Sommermärchen hat die WM aus Sicht der Fußballer gezeigt. Jetzt zeigen wir die EM, wie sie die Fans erlebt haben”, sagt Sönke Wortmann.

“Die Begeisterung unserer Leser für das ‘Sommermärchen 2008′ hat uns überwältigt. Nun macht BILD am SONNTAG gemeinsam mit Sönke Wortmann die EM 2008 für uns alle noch einmal erlebbar”, so Claus Strunz, Chefredakteur BILD am SONNTAG.

BILD-Chefredakteur reagiert auf ARD-Kritik von SPD-Chef Beck

Thursday, July 3rd, 2008

Der Chefredakteur der BILD-Zeitung Kai Diekmann hat mit einem persönlichen Schreiben an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck auf dessen Kritik an der Ausstrahlung der BILD-OSGAR-Verleihung in der ARD reagiert.

Bei der spontanen Programmänderung sei es darum gegangen, so Diekmann an den SPD-Vorsitzenden, “den Worten von Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt größtmögliche Publizität zukommen zu lassen.” Der SPD-Politiker hatte in seiner Rede unter anderem Willy Brandt gewürdigt sowie die “Errungenschaft unseres Sozialstaats” und dessen Sicherung gelobt. Schmidt schloss mit den Worten: “Das gemeinsame öffentliche Wohl muss vorgehen vor dem Wohl der eigenen Zeitung oder der eigenen Partei – vor dem Wohl der Wähler oder der eigenen Aktionäre, vor dem Wohl der eigenen Bank oder der eigenen Gewerkschaft oder der eigenen Branche.” Die ARD übertrug die Danksagung des Ehrenpreisträgers in vollem Wortlaut.

Kurt Beck hatte daraufhin auf einer SPD-Veranstaltung in Heidelberg bemängelt, die ARD habe ihr Programm für “eine Werbesendung der BILD-Zeitung” geändert. Diese Entscheidung schlage “dem Fass den Boden aus” und geschehe “nicht im öffentlich-rechtlichen Auftrag”. Diekmann entgegnete, der Mitschnitt der Medienpreis-Verleihung in Leipzig sei vielmehr eine “Werbesendung für die Demokratie” gewesen. Im übrigen zähle, “wie so oft, nicht die Verpackung, sondern der Inhalt”. Der Chefredakteur der BILD-Zeitung fügte seinem Schreiben die komplette Rede von Helmut Schmidt und die Laudatio von Angela Merkel bei, da er sich das “Missfallen” des SPD-Chefs nur durch “ungenügende Unterrichtung über den BILD OSGAR” erklären könne.

Beim Medienpreis BILD OSGAR waren am Dienstag vergangener Woche in Leipzig u. a. Helmut Schmidt, Bill Clinton, Alexandra Maria Lara, Udo Jürgens, Udo Lindenberg, Oliver Kahn und Hartmut Mehdorn ausgezeichnet worden. Unter den Laudatoren befanden sich Angela Merkel, Dieter Zetsche, Bob Geldof, Veronica Ferres und Anthony Hopkins.

Auch der Deutsche Kulturrat hatte die spontane Programmänderung der ARD als “Trivialisierung des Programms” missbilligt, war damit jedoch bei Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auf Unverständnis gestoßen: “Die abschließende Botschaft ‘Das gemeinsame öffentliche Wohl muss die oberste Richtlinie bleiben’ halte ich für ein politisches Vermächtnis von Helmut Schmidt.” Die ARD-Ausstrahlung habe dafür gesorgt, dass bundesweit eine große Zahl von Zuschauern über diese Inhalte informiert und berührt wurde. Das sei bestes öffentlich-rechtliches Fernsehen im Sinn des Grundversorgungsauftrages gewesen.

Guenter Netzer wird BILD am SONNTAG-Kolumnist

Tuesday, July 1st, 2008

Günter Netzer, 63, Fußball-Legende und Grimme-Preis-Träger schreibt zukünftig in BILD am SONNTAG.

Bei der Europameisterschaft verfolgten bis zu 30 Millionen Zuschauer seine Analysen. Vom nächsten Sonntag an ist Netzer der kritische Begleiter des Fußball-Geschehens in Europas größter Sonntagszeitung.

Claus Strunz, Chefredakteur BILD am SONNTAG: “Günter Netzer ist die Nummer eins unter Deutschlands Fußball-Experten, der König der Kritiker. Niemand beobachtet so scharf, keiner formuliert so treffsicher. Deshalb sind wir stolz, dass wir Günter Netzer für BILD am SONNTAG gewinnen konnten.”

Günter Netzer: “BILD am SONNTAG ist Deutschlands größte Sportzeitung am Sonntag – und damit die beste Bühne für Debatten. Ich bin sicher, dass Sonntag der intensivste Lese- und  Diskussionstag ist. Deshalb freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe.”

Günter Netzer wurde 1972 Europameister, 1974 Weltmeister. Er holte Meistertitel und Pokalsiege mit Mönchengladbach und Real Madrid. Als Manager führte er den HSV 1983 zum Europapokal der Landesmeister. Heute arbeitet er unter anderem als ARD-Fußballexperte und BILD-Kolumnist, außerdem für die Schweizer Sportrechteagentur “Infront Sports”.