Archive for the ‘Medien’ Category

Der grosse Bio-Schwindel

Thursday, June 19th, 2008

Ab heute ist die aktuelle Ausgabe von Cicero – dem Magazin für politische Kultur am Kiosk erhältlich. Titelthema im Juli: “Der große Bio-Schwindel”.

Unter anderem erläutern die Autoren Michael Miersch und Dirk Maxeiner, wie sich der Kult um Bioprodukte zu einem Milliardengeschäft entwickelt hat und wie die Nahrungsmittelversorgung der Zukunft aussehen könnte. Weitere Themen der Juli-Ausgabe:

- Auferstanden aus Ruinen -  Max Raabe, Sibylle Berg und Benjamin von Stuckrad-Barre beschreiben für Cicero ihr persönliches Bild von Berlin.
- Die größte Schatzkammer der Welt – hunderte Milliarden lagern unter der Schweizer Erde
- Sie wollten doch nur ans Meer… – Wie eine junge Liebe in den Wirren des Prager Frühlings tragisch endete
- Mr. President – Peter Scholl-Latour prognostiziert die Bedeutung eines Präsidenten Barak Obama für Europa Lesen Sie darüber hinaus in der aktuellen Cicero-Ausgabe ein Interview mit FDP-Chef Guido Westerwelle, erfahren Sie in der neuen Rubrik “Wertsachen” welche Einstellung Thilo Sarrazin zu Kapital und Werten vertritt und wie Elfriede Jelinek ihre letzten 24 Stunden verbringen würde.

Bildblog – Beschwerden beim Presserat

Wednesday, March 12th, 2008

Das Plenum des Deutschen Presserats hat sich in seiner heutigen Sitzung mit Einwänden des Axel Springer Verlags gegen Beschwerden von Bildblog befasst. Dabei hat das Plenum mehrheitlich keine Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Beschwerderechts festgestellt.

Bildblog hatte seit 2006 insgesamt zwölf Beschwerden beim Presserat eingereicht. Drei davon sind noch nicht entschieden. Mit den Beschwerden wurden Verstöße gegen den Pressekodex geltend gemacht. Nach Auffassung des Plenums handelt es sich in allen Fällen um medienethische Anliegen, mit denen sich der Presserat nach eigener Aufgabenstellung zu befassen hat. Der Axel Springer Verlag hatte moniert, dass Bildblog ein kommerziell betriebenes journalistisches Produkt sei. Ein Teil des dort veröffentlichten Inhalts werde durch Beschwerden beim Presserat und die Dokumentation der jeweiligen Ergebnisse erzeugt. Die Beschwerden verfolgten daher keine ethischen Ziele, so der Springer Verlag.

Der Presserat wird auch in Zukunft darauf achten, dass das Jedermann-Beschwerderecht nicht durch Missbrauch gefährdet wird. Er behält sich vor, bei erkennbarem Missbrauch Beschwerden nicht anzunehmen. Ein Missbrauch kann vorliegen, wenn Beschwerden etwa im Rahmen organisierter Kampagnen gegen einzelne Medien erhoben werden.

People-Magazin “OK!” startet in Deutschland

Thursday, February 7th, 2008

Britischer Pressezar Richard Desmond im kress-Interview: Stolz auf deutsche “OK!”

ok-magazin Der britische Pressezar Richard Desmond ist stolz auf den Start seines People-Magazins “OK!” in Deutschland. Im Interview mit dem Mediendienst kress sagt der Chairman des Verlagskonzerns Northern & Shell: “Das Team in Hamburg hat in kurzer Zeit großartige Arbeit geleistet. Mit dem lokalen Know-how der Verlagsgruppe Klambt haben wir eine optimale ‘OK!’ für Deutschland hinbekommen.”

Gegenüber kress erklärt Desmond erstmals, warum er sich für die deutsche “OK!”-Ausgabe den mittelständischen Klambt-Verlag aus Speyer als Joint-Venture-Partner ausgesucht hat – und keinen der Großverlage: “Wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Lars und Kai Rose, die Chefs von Klambt, konnten mir auf Anhieb sagen, welche Auflage, welcher Copypreis und welche Werbeerlöse für dieses Blatt im deutschen Markt realistisch wären. Und dass bei einem Joint Venture jeder von uns fünf Mio. Euro investieren müsste, damit es hinhaut. Das hat mich tief beeindruckt, weil die meisten dazu wesentlich länger brauchen. Auf Kais Visitenkarte haben wir dann noch am selben Abend den ersten groben Businessplan notiert.”

Inzwischen planen die Partner schon ein zweites gemeinsames Magazin für Deutschland, das im Lifestyle-Segment angesiedelt sein soll. Der in seiner Heimat Grobritannien als “Dirty Desmond” berüchtigte Verleger, der auch Boulevardzeitungen wie den “Daily Express” herausgibt, soll laut Presseberichten noch vor vier Jahren den Chef des Konkurrenzblatts “Daily Telegraph” beschimpft und Adolf Hitler imitiert haben, als ein deutscher Verlag – Axel Springer – den “Telegraph” übernehmen wollte. Dazu erklärt Desmond im kress-Interview: “Nein, in Wahrheit habe ich John Cleese imitiert. Ich war immer ein Fan von ‘Fawlty Towers’ und fand die berühmte Nummer mit ‘Don’t mention the war!’ damals irgendwie passend. Nicht weil ich etwas gegen Deutsche hatte, sondern weil der ‘Telegraph’ sich zuvor immer so unerträglich bieder-britisch geriert hatte. Sie sehen ja, wohin der damalige Verleger Conrad Black gekommen ist, einer der schlimmsten, unerträglichsten Vertreter unserer Zunft. Schade, dass er nur sechs Jahre ins Gefängnis muss!”

Das vollständige Interview mit Richard Desmond veröffentlicht der kressreport in seiner neuen Ausgabe am Freitag, 8. Februar.

Gammelfleischverdacht von Gewerkschaft initiiert?

Thursday, December 6th, 2007

Heidemark: “Gammelfleischverdacht von Gewerkschaft initiiert” – Fleischproduzent wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Firma Heidemark wehrt sich gegen den Vorwurf, verdorbenes polnisches Putenfleisch in den Handel gebracht zu haben. Der Rechtsanwalt des Fleischproduzenten, Walter Scheuerl, äußert gegenüber Panorama und NDR Info den Verdacht, die Vorwürfe seien eine Art Rachefeldzug ehemaliger Mitarbeiter: “Die Vorwürfe sind falsch, sie stützen sich auf eidesstattliche Versicherungen von drei gekündigten Mitarbeitern, die von der Gewerkschaft initiiert worden sind.” Der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Region Oldenburg-Friesland, Matthias Brümmer, weist diese Vorwürfe gegenüber PANORAMA als “völlig absurd” zurück. Man prüfe rechtliche Schritte gegen Heidemark wegen Verleumdung.

Ausgangspunkt der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg waren eidesstattliche Versicherungen und Zeugenaussagen von drei ehemaligen Mitarbeitern, die Panorama und NDR Info vorliegen. Darin beschreiben die Männer, dass im April und Mai dieses Jahres verdorbenes Fleisch aus Polen angeliefert worden sei. “Dieses Fleisch hat gestunken ohne Ende, und die Kartons waren richtig aufgeweicht”, so einer der Zeugen. “Das Fleisch war auch nicht mehr ganz kalt. Die Vorarbeiter haben gesagt, wir sollen das umpacken. Sie haben uns Druck gemacht.” Darüber hinaus, so eine Zeugenaussage, habe man in der Heidemark-Betriebsstätte Ahlhorn verdorbenes Fleisch mit frischem Fleisch mischen müssen. “Ich habe gesagt, das kann man doch nicht mehr verpacken. Das stinkt zur Hölle. Und mit gutem Fleisch, was soll das? Dann versaust du auch noch das gute Fleisch”, so die Schilderungen in einem Interview mit dem NDR.

Heidemark Anwalt Walter Scheuerl hingegen schließt aus, “dass verdorbenes Fleisch in den Lebensmittel-Einzelhandel gelangt sei”. Außerdem sei man sicher, dass die Vorwürfe gegen Heidemark sich im Laufe des Ermittlungsverfahrens als falsch erweisen werden.

Gefangen im Netz – Mediensucht bei Jugendlichen

Monday, December 3rd, 2007

“Gefangen im Netz”: ZDF-Dokumentation über Mediensucht bei Jugendlichen – Hintergrunddiskussion mit Experten im ZDFdokukanal.

Das Thema Mediensucht bei Jugendlichen greift die ZDF-Dokumentation “Gefangen im Netz” auf, die das ZDF am Dienstag, 4. Dezember 2007, 22.15 Uhr, in seiner Reihe “37°” ausstrahlt. Der Film von Sybille Smolka porträtiert drei Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren, deren Medienkonsum typisch ist für das exzessive Nutzungsverhalten junger Menschen heutzutage.

Fernsehen, Handy, Internet, Computerspiele gehören bei fast allen Kindern und Jugendlichen zum Alltag. Schätzungen zufolge sind etwa 800.000 Jugendliche in Deutschland gefährdet, abhängig von ihrem Computer zu werden. Sie sitzen nur noch zu Hause vor dem Bildschirm, leben als Fantasy-Charaktere in virtuellen Welten oder in einem virtuellen sozialen Netzwerk, in dem der Kontakt einfach per Mausklick abgebrochen werden kann. Eltern und Erzieher sind überfordert: Wie viel Computer oder Fernsehen ist noch gut? Wann wird die Mediennutzung zur Sucht? Und wie verändert der zunehmende Gebrauch moderner Medien unser Zusammenleben?

Mit einer “37°plus”-Hintergrunddiskussion vertieft der ZDFdokukanal am Mittwoch, 5. Dezember 2007, 20.00 Uhr, das Thema Mediensucht. Zuvor wird um 19.30 Uhr der Film “Gefangen im Netz” wiederholt. Unter der Gesprächsleitung von Doro Wiebe diskutieren: die Medizinpsychologin und Suchtforscherin Prof. Dr. Sabine Grüsser-Sinopoli von der Uniklinik Mainz, der PR-Experte Martin Lorber von Electronic Arts in Köln, einem weltweit führenden Unternehmen für interaktive Unterhaltungssoftware, und Friedemann Schindler von der länderübergreifenden Stelle jugendschutz.net, die das Internet kontrolliert und für die Einhaltung des Jugendschutzes sorgt.