Archive for the ‘Medien’ Category

Sexy Studentinnen im studiVZ-Eleganz Kalender

Thursday, November 29th, 2007

Hörsaals next Topmodel: Der studiVZ-Eleganz Kalender ist da! studiVZ präsentiert die 24 heißesten Studentinnen und Studenten aus der Community in einem exklusiven Jahreskalender für 2008

Sexy Studentinnen im studiVZ-Eleganz Kalender Hörsaals next Topmodel: Emanuela Michalides, 24, Zahnmedizin-Studentin an der MedH Hannover tauscht für den studiVZ-Eleganz Kalender ihren weißen Kittel gegen einen schwarzen Bikini. Sie ist eine von 24 Studentinnen und Studenten aus der studiVZ Community, die sich im exklusiven Jahreskalender für 2008 präsentieren. Foto: studiVZ

Die 24 heißesten Akademiker in spe gibt es ab sofort im “studiVZ-Eleganz Kalender 2008″ zu bestaunen. Hierfür hat studiVZ gemeinsam mit Star-Fotograf Max Seam je 12 Studentinnen und Studenten aus der Community in Szene gesetzt, die als Sieger aus der großen studiVZ Kalendermodel-Casting-Reihe hervorgingen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Monat für Monat präsentiert der studiVZ-Eleganz Wendekalender auf der einen Seite die hübschesten Mädels und auf der anderen Seite die attraktivsten Jungs in einem eleganten Ambiente. Auf dem ersten Kalenderblatt zeigt studiVZ die Models auch in ihrem Uni- und Privatalltag. Erhältlich ist der exklusive Hochglanz-Jahresbegleiter ab 1. Dezember 2007 unter studiVZ-Eleganz.net für nur 19,90 Euro. Doch aufgepasst: Die Auflage ist natürlich limitiert – nur die Schnellsten haben die Chance auf einen der begehrten studiVZ Eleganz-Kalender!

Unter dem Titel “studiVZ-Eleganz” ging das Kalenderprojekt Mitte August 2007 an den Start. Nach einem einwöchigen Aufruf im Studenten-Netzwerk waren knapp 500 Bewerbungen bei studiVZ eingegangen. Aus mehreren internen Auswahlrunden, sechs Castings in München, Zürich, Wien, Köln, Hamburg, Berlin (Videos im Klartext auf studiVZ.net) und vor allem aus der zwölftägigen Onlineabstimmung der studiVZ Community gingen die 24 Finalistinnen und Finalisten hervor. Darunter fanden sich bereits erfahrene studentische Models wie Céline Roscheck (Miss Austria 2002) oder Katie Steiner (Miss Norddeutschland 2006) genauso wie absolut unerfahrene Models. Die Kalenderbilder entstanden im Oktober 2007 bei einem Shooting mit dem bekannten Fotografen Max Seam auf Mallorca.

“Das Thema Eleganz prägt die Bilder unseres Kalenders, der mit der Authentizität der Models gleichzeitig einen Link zum realen Leben und zu studiVZ schlagen soll”, so Michael Brehm, Mitgründer und Geschäftsführer von studiVZ. “Der Reiz dieses Kontrastes und die Verbindung zum Unialltag heben den studiVZ Kalender von ähnlichen Projekten ab und machen ihn so einzigartig. Als Garanten hierfür stehen unter anderem die Erfahrung des Fotografen Max Seam sowie das Voting unserer Community!”

studiVZ.net ist Europas größtes Onlinenetzwerk für Studenten. Auf studiVZ bleiben Studenten mit ihren Freunden und Kommilitonen in Kontakt und tauschen sich untereinander aus. Über 4 Millionen registrierte Mitglieder zählen studiVZ bereits zum festen Bestandteil ihres täglichen Campus-Lebens und reduzieren durch aktive Netzwerkkultur die Anonymität an den europäischen Hochschulen. studiVZ wurde im Oktober 2005 als Studentenprojekt gestartet und hat seinen Sitz in Berlin. Geschäftsführer sind Marcus Riecke, Dennis Bemmann und Michael Brehm. Seit Januar 2007 gehört studiVZ zur Holtzbrinck Gruppe. Zu den internationalen Ablegern von studiVZ.net gehören studiLN.it, studiQG.fr, estudiLN.net und studentIX.pl.

Helmut-Schmidt-Journalistenpreis 2007

Friday, November 23rd, 2007

Helmut-Schmidt-Journalistenpreis 2007: Gewinner geehrt – Ex-Kanzler nahm persönlich an der Auszeichnung kritischer Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten in Hamburg teil.

Der Namenspatron ließ sich die Preisverleihung nicht entgehen: Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt war persönlich anwesend, als am Donnerstagabend im Hotel Atlantik die Gewinner des nach ihm benannten Journalistenpreises geehrt wurden. Bereits zum zwölften Mal kürte die Direktbank ING-DiBa drei herausragende Beiträge aus dem Bereich des Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus, die alltägliche Themen kritisch und lesefreundlich aufbereitet haben. Mehr als 90 Bewerber hatten ihre Texte einer hochkarätig besetzten Jury vorgestellt.

Ulrich Wickert und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt Lehrstunde: Im Gespräch mit dem TV-Journalisten Ulrich Wickert beeindruckte Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt mit seiner Sicht auf den starken Euro und den Wachstumsmarkt China. Foto: ING DiBa

Den ersten Preis erhielt Gabor Steingart für seine im “SPIEGEL” 37/2006 erschienene Titelgeschichte “Weltkrieg um Wohlstand”. Darin hinterfragt der Journalist und Buchautor das weltweite Wirtschaften und zeigt die Folgen der Globalisierung für den Verbraucher auf. Steingart belegt anschaulich, dass sich die Wirtschaftsmacht immer mehr in Richtung Asien verschiebt. Sein Fazit: Der Westen müsse sich gegen diese Gewichtsverlagerung wehren – dabei sei jeder Einzelne gefordert.

Den zweiten Platz teilen sich in diesem Jahr zwei Journalisten. Zum einen ist dies der Schweizer Reto U. Schneider. Sein Beitrag “Preiskampf in der Bückzone”, erschienen im NZZ Folio 11/2006, gewährt spannende Einblicke in die Welt der Verkaufspsychologie. Der Leser erfährt zum Beispiel, warum Männer im Kaufhaus den Umsatz verderben, und weshalb nach einer Einkaufstour drei Zahnstocherspender im Korb liegen, die man eigentlich gar nicht braucht.

Ebenfalls den zweiten Platz belegte Robert von Heusinger, dessen offener Brief an den “Lieben Staat” in der “Zeit” 44/2006 erschien. Darin zeigt der Journalist auf, wie kompliziert die Altersversorgung in Deutschland ist. Elegant und mit Tiefgang nimmt sich von Heusinger des eigentlich sperrigen Themas an. “Bitte, lass uns nicht allein”, fordert der Journalist den Staat auf.

Die drei Sieger wurden mit dem Preis ausgezeichnet, weil ihre Beiträge in herausragender Weise die vom Schirmherrn formulierten Anforderungen für hochwertigen Wirtschaftsjournalismus erfüllen. Die Devise des Altkanzlers und Diplom-Volkswirts Helmut Schmidt: “Journalisten, die ihr Handwerk beherrschen und verstehen, worüber sie schreiben, sollten auch komplizierte Dinge für alle verständlich ausdrücken können. Was ich erwarte, ist ein Wirtschaftsjournalismus, der es als sein Ziel ansieht, Zusammenhänge durchsichtig zu machen und zum kritischen Nachdenken anzuregen.”

Im Rahmen der Preisverleihung diskutierten Helmut Schmidt und Ex-Tagesthemen-Moderater und TV-Journalist Ulrich Wickert unter anderem über den starken Euro und den wachstumsstarken asiatischen Markt. Der Euro bleibt in den Augen des Alt-Bundeskanzlers die stabilste Währung – die wichtigste Devise werde jedoch aus China kommen. Außerdem stellte er sich gegen die grundsätzlich arrogante Haltung der westlichen Welt. “Wo steht geschrieben, dass wir zu missionieren haben?”, so Helmut Schmidt über die äußerst fragwürdige Legitimation Europas und der USA, anderen eine politische Kultur beizubringen.

Olli Dittrich, Pur und Blacky – DVD Champions 2007

Thursday, November 15th, 2007

Zum 8. Mal hieß es in München “Spot an!” für die DVD Champions des Jahres. Rund 500 Gäste erlebten im Ballsaal des ArabellaSheraton, München, die Verleihung des begehrten Branchenpreises im Rahmen der DVD Night, die traditionell den feierlichen Abschluss des Branchenforums DVD Entertainment bildet.

“Die Entwicklung der Silberscheibe zum Milliardenmarkt ist einzigartig. Und ihre Nachfolger HD DVD und Blu-ray Disc schicken sich an, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben”, sagte Ulrich Scheele, geschäftsführender Gesellschafter des Entertainment Media Verlags und Gastgeber der DVD Night. Denn in diesem Jahr galt es einerseits “10 Jahre DVD” sowie natürlich die Preisträger der DVD Champions 2007 gebührend zu feiern.

So wurden wieder bekannte Künstler für ihr kreatives Schaffen auf DVD geehrt. Den Artist Award bekam Comedy-Star Olli Dittrich alias Dittsche. Den Music Award erhielt die schwäbische Erfolgsband Pur. Der Lifetime Achievement Award für seine Lebensleistung als Schauspieler ging an Joachim “Blacky” Fuchsberger.

Zuvor wurde der DVD Champion, der begehrteste Preis der Home-Entertainment-Branche, in zehn Kategorien an folgende Produktionen verliehen: Internationaler Film: “Pans Labyrinth” und “Da Vinci Code – Sakrileg – Krypotgramm Giftset”, Deutscher Film: “Neues vom Wixxer – Doppel Deluxxe Edition”, Familiy Entertainment: “Die wilden Hühner und die Liebe – mit Tasche”, Musik: “Rammstein – Völkerball”, Special Edition: “Sin City – Recut Extreme XXL Edition”, Boxset: “James Bond – Ultimate Edition (Koffer)”, TV-Programm: “Die legendären TV-Vierteiler” und Special Interest: “Eckart von Hirschhausen – Glücksbringer Live”. Erstmals dabei: High Definition. Hier gewann die “Spider-Man High Definition Trilogie” auf Blu-ray Disc. Der Publikumspreis ging an “Casino Royale – Collector’s Edition”.

Außerdem wurden drei Business Awards vergeben: an das DVD-Studio Imagion für seine Rolle als Frontrunner im High-Def-Markt, an Verpacker Pozzoli für seine kreativen DVD-Boxen sowie an den Vorstandschef der e-m-s new media AG, Werner Wirsing, für seine Pionierleistungen im DVD-Markt. Der Creative Award ging an Kinowelt Home Entertainment für die besondere Mühewaltung bei der DVD-Auswertung des umfangreichen Filmkunstkatalogs.

Als Laudatoren fungierten u. a. die Moderatoren Reinhold Beckmann und Waldemar Hartmann sowie Comedian Oliver Kalkofe. Moderiert wurde die Gala im ArabellaSheraton Grand Hotel von der charmanten Miriam Pielhau. Für die musikalische Unterhaltung sorgten DSDS-Star Francisca Urio, Chansonière Annett Louisan und die Preisträger Pur. Offizieller Fahrzeugsponsor: Audi

Wettbewerb fuer Henri Nannen Preis 2008 beginnt

Thursday, November 1st, 2007

Das Verlagshaus Gruner + Jahr und der stern haben den Wettbewerb für den Henri Nannen Preis 2008 eröffnet, der im nächsten Jahr am 9. Mai im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg verliehen wird.

Bis zum 15. Januar 2008 können Journalisten und Leser Texte und Fotostrecken einreichen, die im Jahr 2007 in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht worden sind.

Der Henri Nannen Preis wird in fünf Kategorien ausgeschrieben und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert: für die beste Reportage (Egon Erwin Kisch Preis), für eine besonders verständliche und anschauliche Dokumentation über einen komplexen, gegenwärtigen oder zeitgeschichtlichen Sachverhalt, für die beste investigative Leistung, für ein herausragendes Beispiel unterhaltsamer, humorvoller Berichterstattung sowie für die beste Fotoreportage. Der von Gruner + Jahr und dem stern gestiftete Henri Nannen Preis wird außerdem für herausragendes Eintreten für die Unabhängigkeit der Presse im In- und Ausland sowie für ein journalistisches Lebenswerk verliehen.

Über die Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury: Elisabeth Biondi (The New Yorker), Alice Schwarzer (EMMA), Peter-Matthias Gaede (GEO), Thomas Höpker (Fotograf), Hans Werner Kilz (Süddeutsche Zeitung), Christoph Keese (Welt am Sonntag), Giovanni di Lorenzo (Die Zeit), Helmut Markwort (Focus), Thomas Osterkorn (stern), Frank Schirrmacher (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Cordt Schnibben (Der Spiegel) und Martin Schoeller (Fotograf).

Die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular für den Wettbewerb sind im Internet unter henri-nannen-preis.de zu finden.

Verleger warnen vor Verletzung Pressefreiheit

Tuesday, September 18th, 2007

Verleger fordern mehr Sensibilität für Pressefreiheit, faire Wettbewerbsbedingungen und mehr Rücksicht in der Medienpolitik

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat Verstöße gegen die Pressefreiheit in verschiedenen Ländern der EU – allen voran in Deutschland – angemahnt. “Pressefreiheit ist ein Kriterium für demokratische Reife und für EU-Reife”, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen heute bei der Eröffnung des Zeitungskongresses im Europäischen Parlament in Straßburg in Anwesenheit von Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering. In verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU gebe es “eigenartige Vorstellungen” von Pressefreiheit. Als Beispiel nannte Heinen die Situation in Tschechien, wo unliebsame Journalisten auf “schwarzen Listen” registriert und in ihrer Arbeit blockiert würden. Auch in Polen habe es Versuche gegeben, die Presse mit einer staatlich gesteuerten Journalisten-Akkreditierung unter Druck zu setzen.

Hart ins Gericht ging der BDZV-Präsident mit der Situation in Deutschland, wo “das sensible Gut Pressefreiheit” in jüngerer Zeit immer wieder beschädigt worden sei. Er erinnerte an Beschlagnahmeaktionen, Durchsuchungen, Telefonüberwachungen und die kürzlich erfolgte Serie von Ermittlungsverfahren gegen Journalisten wegen angeblicher Beihilfe zum Geheimnisverrat. “Jede Demokratie muss sich daran messen lassen, wie freizügig über die Tätigkeit staatlicher Institutionen berichtet werden kann”, so Heinen. Die deutschen Zeitungsverleger erwarteten von der Politik und den Ermittlungsbehörden mehr Sensibilität. Vor allem seien gesetzliche Regelungen notwendig, die sicherstellen, dass die Veröffentlichung von bestimmten Texten nicht mehr als Beihilfe zum Geheimnisverrat eingestuft werde. Den Gesetzentwürfen zur Überwachung der Telekommunikation sowie zur so genannten Vorratsdatenspeicherung erteilte der BDZV-Präsident eine Absage.

An die EU-Politik appellierte Heinen, den Bereich der Presse bei jeder Art von Harmonisierung auszuklammern. Die Zeitungen hätten keine grenzüberschreitende Reichweite, deshalb seien die Kriterien des Binnenmarkes nicht anzuwenden. “Nichts wäre schlimmer als die schrankenlose Fortsetzung des Regulierungseifers, wie er in Werbeverboten und -restriktionen zum Ausdruck kommt.”

Die in der EU-Fernsehrichtlinie verankerte Möglichkeit, Product Placement im Fernsehen zu erlauben, bezeichnete der BDZV-Präsident als “medienpolitischen Sündenfall”. Wenn der Verbraucher Werbung nicht mehr identifizieren könne, werde die Glaubwürdigkeit aller Medien aufs Spiel gesetzt. Heinen forderte den deutschen Gesetzgeber auf, Product Placement in Deutschland zu verbieten.

Von der Bundesregierung erwarten die deutschen Zeitungsverleger, dass sie sich gegenüber der EU dafür einsetzt, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Zeitungen abzusenken. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Zeitungsinformationen, die der politischen Willensbildung dienten, überhaupt besteuert würden, so Heinen. Ebenso wie Nahrungsmittel gehörten Zeitungen zum Grundbedarf der Bürger.

In seiner Analyse der Entwicklungen im Medienmarkt hob der BDZV-Präsident hervor, dass die Zeitungsverlage sich in einem – vor allem durch das Internet – völlig veränderten Umfeld neu ausrichten müssten. Die Internetaktivitäten der Zeitungen entwickelten sich äußerst positiv. Die Verlagsangebote erreichten mittlerweile 34 Prozent der Internetnutzer in Deutschland, wovon allein 20 Prozent auf die regionalen Zeitungen entfielen. Die für eine Refinanzierung dringend notwendigen Werbeeinnahmen seien bisher noch “recht übersichtlich”, doch wollten die Zeitungsverlage am dynamischen Wachstum noch stärker teilhaben. Zur Sicherung ihrer eigenen Zukunft müssten die Zeitungsverlage sich zu komplexen Medienhäusern beziehungsweise Multiplattform-Unternehmen entwickeln. Doch Voraussetzung dafür sei eine Medienpolitik, die auf die Besonderheiten des Zeitungsmarkts mehr Rücksicht nehme. So müssten die Beteiligungsgrenzen der Verlage beim Rundfunk fallen. Lokales Fernsehen – so Heinen – sei für die Zeitungsverlage eine wichtige Option. Scharfe Kritik übte der BDZV-Präsident an der Digitalstrategie des ZDF und der ARD. Zu Recht habe die EU-Kommission die Mitgliedsländer ermahnt, Auftrag und Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks endlich zu definieren. “Es kann nicht sein, dass die Rundfunkautonomie als Freibrief missbraucht wird, die eigene Aufgabenstellung je nach Gutdünken zu interpretieren und zu erweitern”, so Heinen. Der Gesetzgeber sei gefordert, klare Grenzlinien zu ziehen. Die Digitaloffensive der öffentlich-rechtlichen Anstalten stehe im krassen Gegensatz zu den Vorgaben der EU-Kommission, nämlich mit transparenten Kontrollmechanismen sicherzustellen, dass private Anbieter im Internet und bei der Entwicklung neuer Dienste auf mobilen Endgeräten nicht benachteiligt würden.

Die Kritik des BDZV richtete sich auch gegen Entwicklungen im Postbereich. Die Postzustellung sei für die Verlage ein neues wichtiges Geschäftsfeld, sagte Heinen Die Zeitungsbranche erwarte, dass zum 1. Januar 2008 eine wirkliche Liberalisierung des Marktes stattfinde. Dazu gehöre auch der Wegfall des Umsatzsteuerprivilegs für die Post AG. “Es ist ein Unding, dass ein Monopolist mit einem Marktanteil von mehr als 90 Prozent keine Umsatzsteuern zahlt, während die Neulinge im Markt vom Fiskus zur Kasse gebeten werden”, so Heinen wörtlich. Von der Bundesregierung als dem größten Aktionär der Post AG erwarteten die Zeitungsverleger eine besondere Sensibilität für die Funktionsmechanismen von Wettbewerb und Marktwirtschaft. Deshalb müsse auch die Allgemeinverbindlichkeit der Mindestlohnvereinbarung zwischen Post AG und Gewerkschaft abgelehnt werden. Die taktischen Manöver rund um den Mindestlohn-Tarifvertrag seien “ein einmaliger und unwürdiger Vorgang in der Geschichte der Tarifpolitik in Deutschland”. (www.bdzv.de)