Archive for the ‘Politik’ Category

“Open Reichstag” Bundestagswahl Videos auf Youtube

Wednesday, June 10th, 2009

“Open Reichstag”: ZDF und YouTube bringen Wähler und Kandidaten anlässlich der Bundestagswahl 2009 online und im TV zusammen

Anlässlich des Bundestagswahlkampfs 2009 starten das ZDF und YouTube eine neuartige Plattform des politischen Dialogs auf www.youtube.de/openreichstag. Das Gemeinschaftsprojekt verknüpft die TV-Wahlberichterstattung des ZDF mit den interaktiven Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten von Deutschlands populärster Onlinevideo-Plattform. In Anlehnung an den US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 haben politisch Interessierte ab dem 7. Juni die Möglichkeit, sich auf dem YouTube-Kanal umfassend aus erster Hand zu informieren und sich aktiv an der politischen Debatte zu beteiligen.

Internetnutzer und Fernsehzuschauer sind aufgerufen, sich mit eigenen Fragen, per Online-Voting und mit ihren persönlichen Meinungen und Positionen an der politischen Debatte zu beteiligen. Zudem bündelt der Kanal ZDF-Beiträge zur Bundestagswahl, die von den Nutzern kommentiert werden können.

Jürgen Trittin stellt die erste “Sonntagsfrage”. Der Spitzenkandidat der Grünen fragt, was Deutschland mit seinem Atommüll anstellen soll.

Videoantworten können auf Youtube gepostet werden.

Muss der Staat Opel retten?

Friday, February 27th, 2009

Soll Opel mit Staatsgeld gerettet werden? Ist der Autobauer allein überlebensfähig? Welches Unternehmen klopft als nächstes beim Staat an?

 Über diese und andere Fragen diskutiert Thomas Leif mit seinen Gästen am Montag, den 2. März 2009, im Palais in der Kulturbrauerei in Berlin. In “Leif vor Ort” interviewt Thomas Leif den SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und IG Metall-Chef Berthold Huber zur Opel-Krise.

Opel steht das Wasser bis zum Hals und der Staat soll den von der Pleite bedrohten Autobauer mit Steuergeldern retten. Mindestens 3,3 Milliarden Euro wird die deutsche Traditionsmarke in den nächsten Jahren benötigen. Viel Steuergeld für das Auto mit dem Blitz, das nicht seit gestern in der Krise ist. Über Jahre wurde Opel heruntergewirtschaftet und vom US-amerikanischen Mutterkonzern General Motors (GM) stiefmütterlich behandelt. Die deutsche Tochter will sich deshalb von GM lösen und künftig auf eigene Rechnung Autos bauen. Doch ob es Opel alleine schaffen kann, das bezweifeln viele Experten. Der Automarkt weltweit kämpft mit massiven Überkapazitäten: Es können fast doppelt so viele Autos gebaut werden, wie es Käufer gibt. Für die Politik steht eine harte Entscheidung an: Bis zu 50.000 Arbeitsplätze wären bedroht, wenn der Staat Opel Pleite gehen lässt.

Das neue politische Streitgespräch wird montags, 22.30 Uhr bis 23 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt.

Barack Obama wird neuer US-Praesident

Wednesday, November 5th, 2008

Berliner Morgenpost: Eine neue Ära beginnt – Kommentar

Der historische Sieg Barack Obamas ist mehr als ein Machtwechsel. 146 Jahre nach der Sklavenbefreiung wird ein schwarzer Amerikaner Präsident der Vereinigten Staaten. Der Makel, das einzige christliche Land gewesen zu sein, in dem Sklaven gehalten und gehandelt wurden, ist endgültig überwunden.

Obamas Erfolg beruht auf vielen neuen Ideen. Er hat Reden gehalten, die auch die Bush-kritischen Amerikaner stolz auf ihr Land machten. Er sorgte mit seinem ruhigen Auftreten dafür, dass das Bild von politisch aktiven Schwarzen als leicht erregbaren, oft radikalen Menschen in den Hintergrund trat. Ein solches Bild hatten andere schwarze Kandidaten vor Obama mit flammenden Reden eher verstärkt, als es abzubauen. Der neue Präsident hat bewiesen, dass er eine gewaltige Organisation für die US-Wahl aufbauen und steuern kann. Nun kommt es darauf an, dass die Welt ihn als verlässlichen Staatsmann kennenlernt. Die nötige Klugheit und Neugier bringt er mit. Als Jurist hat er gelernt zu prüfen, bevor er entscheidet. Mit der Bankenkrise, Iran und Nordkorea, mit dem Irak und mit Afghanistan hat er aber gleich fünf Krisenherde am Hals, die schnelles Handeln erfordern. Obama ist ungetestet. Bisher hat er allenfalls unter Zeitdruck eine gute Rede an ein wohlwollendes Publikum halten müssen. Unter massivem Druck abrupte Entscheidungen zu treffen, die Folgen für Millionen haben – das ist etwas völlig anderes. Im Weißen Haus sind solche Entscheidungen aber fast der Normalfall. Ein Präsident kann selten sorgsam abwägen. Dazu kommt die große Hoffnung, die sich viele seiner Wähler auf bessere Sozialprogramme in Amerika machen. Die Programme sind wegen der Bankenkrise im Augenblick kaum bezahlbar. 700 Milliarden Dollar des Staatshaushalts sind wegen der Übernahme fauler Kredite und pleite gegangener Banken zunächst verloren. Obama muss seine erste Amtszeit damit beginnen, dass er Hoffnungen enttäuscht. Es sei denn, er findet einen genialen Weg, um das Geld doch noch zu beschaffen. Vielleicht schafft er das. Barack Obama ist erfinderisch, und auf seinen Schultern trägt er eine große Last. Er darf nicht scheitern, er darf nicht einmal einen schweren Fehler machen. Wenn Obama scheitert, beschädigt er für eine lange Zeit den Ruf der amerikanischen Schwarzen. Hat er hingegen Erfolg und führt Amerika aus der Krise, wird er nach George Washington und dem Sklavenbefreier Abraham Lincoln als dritter Gründervater Amerikas in die Geschichte eingehen. (Berliner Morgenpost)

Clint Eastwood: Sarah Palin faehiger als Barack Obama

Monday, November 3rd, 2008

Mit dem Drama “Der fremde Sohn” (Kinostart: 22. Januar 2009) hat Clint Eastwood seine mittlerweile 27. Regiearbeit vorgelegt. Ans Aufhören denkt der 78-Jährige noch lange nicht.

“Ich fühle mich verdammt jung und stark”, sagt die Hollywood-Legende im Gespräch mit TV Movie aus der Bauer Verlagsgruppe. “Sie können noch mit vielen Filmen von mir rechnen!”

In dem Drama geht es um Korruption und Skandale im Los Angeles der großen Depression 1929. Verhältnisse, die Eastwood nach der großen Finanzkrise auch heute noch für möglich hält. “Ich mache mir sehr große Sorgen”, sagt der Schauspieler und Regisseur. “Ich habe als Kind erlebt, wie es ist, von Stadt zu Stadt zu ziehen, weil die Eltern keine Arbeit finden.” Eastwoods Erklärung für die derzeitige Finanzmisere: die Kreditkarten-Mentalität. “Heute kann man mit Plastikkarten den Laden leer kaufen”, sagt er. “Fast jeder lebt über seine Verhältnisse.”

In Sachen Politik gibt sich der Hollywood-Star ebenfalls eher konservativ: “McCain und Palin wären ein gutes Team”, findet er. “Er bringt die Erfahrung mit, sie das Charisma.” Dass sich viele über die Vizepräsidentschafts-Kandidatin der Republikaner lustig machen, zeugt laut Clint Eastwood nur von Neid. “Sie hat weit mehr Erfahrung als die anderen – selbst Obama kann ihr nicht das Wasser reichen!”

Das vollständige Interview steht in TV Movie 23/2008

Wolfgang Clement – Mehrheit gegen Parteiauschluss SPD

Wednesday, August 6th, 2008

stern-Umfrage: Große Mehrheit gegen Parteiauschluß von Wolfgang Clement aus der SPD

Einen Parteiausschluss von Wolfgang Clement hält eine breite Mehrheit in der Bevölkerung für falsch. In einer stern-Umfrage sprachen sich 68 Prozent aller Bürger dagegen aus, lediglich 17 Prozent befürworten einen Rauswurf. Ähnlich denken die SPD-Wähler bundesweit (71 Prozent gegen den Ausschluss, 19 Prozent dafür) sowie die SPD-Wähler in Clements Stammland Nordrhein-Westfalen (69 Prozent dagegen, 20 Prozent dafür). Etwas strenger gehen die Mitglieder der SPD mit ihrem ehemaligen Parteivize ins Gericht – 26 Prozent sprechen sich für seinen Rauswurf aus, doch zwei Drittel (66 Prozent) sind dagegen.

Datenbasis: 2002 Befragte am 31. Juli und 1. August 2008. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern, Quelle: Forsa-Institut, Berlin.