Archive for the ‘Politik’ Category

Barack Obama – Deutsche wollen ihn als Praesident

Wednesday, July 23rd, 2008

stern-Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Obama als US-Präsident – Allerdings auch bei neuem US-Präsident gegen Ausweitung deutscher Militäreinsätze

Die große Mehrheit der Deutschen würde begrüßen, wenn der Demokrat Barack Obama als neuer US-Präsident ins Weiße Haus einziehen würde. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern sagten dies 61 Prozent der Bürger. Dabei stößt der 46-jährige Kandidat der Demokraten, der am morgigen Donnerstag Berlin besucht, bei allen politischen Lagern auf Zustimmung: Am größten ist sie bei den Anhängern von Grünen (72 Prozent) und Linken (71 Prozent). Aber auch zwei Drittel der Wähler von SPD (66 Prozent) und Union (65 Prozent) sind für ihn. Unter den FDP-Wählern fände nur rund jeder Zweite (54 Prozent) gut, wenn Obama die US-Präsidentschaftswahl im November gewinnt.

Gefragt, was sie an Obama besonders fasziniert, nannten in der stern-Umfrage 57 Prozent seine persönliche Ausstrahlung. An zweiter Stelle loben 46 Prozent der Befragten seine politischen Überzeugungen. 30 Prozent schätzen seine mitreißenden Reden. Rund ein Viertel (26 Prozent) gefällt besonders, dass er als Afroamerikaner eine andere Hautfarbe hat.

Bei einem Wahlsieg von Obama hofft die Mehrheit der Bevölkerung auf ein friedlicheres Amerika. 53 Prozent der Bürger sind der Ansicht, dass ein US-Präsident Obama immer auf den Erhalt des Friedens bedacht sein wird. Nur knapp ein Drittel (32 Prozent) glaubt, dass er auch Kriege führen würde, um amerikanische Interessen in der Welt durchzusetzen. Ein ganz anderes Bild hatten die Deutschen vom amtierenden Präsidenten Georg W. Bush: Nur 7 Prozent von ihnen sagten in einer Umfrage im Februar 2003, er sei stets auf den Erhalt des Friedens bedacht. 93 Prozent hielten ihn für kriegsbereit.

Trotz aller Sympathie für den designierten Kandidaten der Demokraten sind die Deutschen mit überwältigender Mehrheit dagegen, sich militärisch stärker als bisher im Kampf gegen den Terror zu engagieren – auch wenn ein US-Präsident Obama Deutschland darum bitten würde. In der stern-Umfrage lehnten 79 Prozent der Bürger auch in diesem Fall mehr deutsche Soldaten in Afghanistan oder militärische Unterstützung im Irak ab. Nur 14 Prozent sind für ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands, falls Obama das wünschen sollte.

Datenbasis: 1006 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 17. Juli 2008. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Quelle: Forsa.

ANNE WILL am 6. Juli 2008: Demokratie, nein danke

Friday, July 4th, 2008

Demokratie, nein danke – Bürger frustriert, Politiker hilflos” lautet das Thema der Sendung ANNE WILL am Sonntag, 6. Juli 2008, um 21.45 Uhr im Ersten.

Jeder dritte Bundesbürger glaubt nicht, dass mittels Demokratie die Probleme im Land gelöst werden können, in Ostdeutschland ist es gar jeder Zweite. Und: Je schlechter die Menschen ihre eigene soziale Lage wahrnehmen, desto eher neigen sie zum Demokratieverdruss. Dies hat eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ergeben. Offenbar fühlen sich die Bürger mit ihren Sorgen von der Politik allein gelassen. Führen Hartz IV und Abstiegsängste zu Demokratiefrust? Ist die Politik wirklich hilflos – bei hohen Lebensmittelpreisen und steigenden Energiekosten? Oder ist ein generelles Misstrauen gegenüber dem politischen Personal und dem System Schuld daran? Und warum ist dieses in den neuen Bundesländern größer als in Westdeutschland?

Hierzu werden am 6. Juli bei Anne Will u. a. zu Gast sein: Jörg Schönbohm (CDU), Innenminister des Landes Brandenburg Hannelore Kraft (SPD), Landesvorsitzende Nordrhein-Westfalen Dagmar Enkelmann (Die Linke), Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Philipp Rösler (FDP), Partei- und Fraktionsvorsitzender Niedersachsen Monika Maron, Schriftstellerin

Hillary Clinton – die Besiegbare

Monday, January 7th, 2008

Westdeutsche Zeitung: Hillary Clinton – die Besiegbare
von Peter de Thier

Nun wird es interessant. Dass die bisher als haushohe Favoritin geltende Hillary Clinton bei den parteiinternen Abstimmungen in Iowa unterlag, verwundert weniger. Überraschend ist, dass sie hinter Barack Obama und Senator John Edwards nur auf dem dritten Platz landen konnte. Geradezu sensationell ist der Abstand, mit dem sich der afro-amerikanische Senator Obama von seiner Hauptrivalin absetzen konnte. Obwohl dies kaum in jenen Delegiertenstimmen zu Buche schlagen wird, die ein Kandidat für die Nominierung durch seine Partei braucht, bewirkt der souveräne Sieg etwas viel Wichtigeres:

Er zerstört den Nimbus einer unbesiegbaren Favoritin. Ihr Durchmarsch ist keineswegs mehr programmiert. In den Augen der amerikanischen Wähler ist Hillary Clinton auf einmal verwundbar, und das könnte ihr schwer zu schaffen machen. Sollte es Obama kommende Woche in New Hampshire gelingen, an den Sieg von Iowa anzuknüpfen, dann stünde die frühere erste Dame im Lande mit dem Rücken zur Wand. Sie müsste in den US-Südstaaten zum Angriff blasen, wird es dort aber nicht leicht haben. Denn konservative Wähler schenken ihre Stimme einem republikanischen Kandidaten. Unter den Demokraten hingegen befindet sich ein hoher Anteil schwarzer Wähler, die im Zweifelsfalle eher zu Obama neigen werden. Auch bei den Republikanern besteht die größte Überraschung nicht in der Person des Siegers, sondern ebenfalls in dem Abstand, mit dem sich Mike Huckabee von dem zweitplatzierten Mitt Romney distanzieren konnte. Entscheidend waren bei öffentlichen Auftritten neben seiner rhetorischen Begabung der trockene Humor, die zugängliche Art und insbesondere seine tiefreligiösen Werte, die für Huckabee aus der Politik nicht wegzudenken sind. Die Wähler von Iowa, sowohl Republikaner als auch Demokraten, haben ein unmissverständliches Signal geschickt: Sie wollen einen Wechsel in Washington. Sie wollen Wandel statt Kontinuität. Obama und Huckabee sind beides frische Gesichter, charismatische Politiker, die einen solchen Wechsel symbolisieren. Hillary Clinton hingegen, die zu Recht auf ihre politische Erfahrung hinweist, verkörpert eine Fortsetzung des Altbekannten. (WAZ)

Bill und Hillary Clinton – eine besondere Ehegeschichte

Tuesday, December 18th, 2007

Hillary Clinton: “Es ist schwierig einzuschätzen, wo er aufhört und wo ich anfange.”, sagte Hillary gegenüber dem Magazin “Park Avenue”.

Bill und Hillary Clinton – das ist eine Ehegeschichte der ganz besonderen Art. Da ist einerseits die gut geölte Clinton-Maschinerie, die sich jetzt im amerikanischen Vorwahlkampf wieder beobachten lässt:

Hillary Rodham Clinton kämpft um die Präsidentschaftskandidatur bei den Demokraten. Die Top-Anwältin und Senatorin des  Bundesstaates New York könnte auch bald die mächtigste Frau der Erde sein. Und dann ist da andererseits ein durch und durch krisenerprobtes Paar, das sich nicht mehr auseinander dividieren lässt. Die öffentliche Schlammschlacht um die Affäre Ihres Mannes, die Demütigungen – das überlebt als Paar nur, wer (auch) liebt. Hillary sagt über ihre Ehe mit Bill Clinton: “Ich habe nie daran gezweifelt, dass es eine Ehe ist, in die es sich zu investieren lohnt.” Und er sagt über seine Frau: “Ich habe nie in einem Menschen eine bessere Kombination aus Geist und Herz gefunden als in ihr.” Chefreporterin Steffi Kammerer begleitete und beobachtete für Park Avenue Hillary Clinton, ihren Wahlkampftross und den Mann im Hintergrund, mit dem sie seit 32 Jahren zusammenlebt und über den sie sagt: “Es ist schwierig einzuschätzen, wo er aufhört und wo ich anfange.” Es gibt eben nie nur einen Clinton. Ob es auch zwei amerikanische Präsidenten mit diesem Namen gibt, werden wir Ende 2008 wissen. Sicher ist: Die Clintons lieben die Politik und die Macht – und offenbar auch sich.

FDP: Rauchen in Eckkneipen soll erlaubt bleiben

Monday, December 17th, 2007

Die Liberalen in Nordrhein-Westfalen setzen sich für eine Änderung des geplanten Nichtraucherschutzgesetzes ein. Das berichtet die Rheinische Post in ihrer Montagausgabe.

In Eckkneipen, die vom Inhaber geführt werden, sollen Raucher auch künftig zur Zigarette greifen dürfen. Bislang soll in Einraum-Gaststätten vom 1.Juli 2008 an das Rauchverbot gelten. “Das könnte für viele kleine Betriebe das Aus bedeuten”, sagte Dietmar Brockes, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, der Zeitung. Der Hotel- und Gaststättenverband in NRW rechnet damit, dass bei einem Rauchverbot 6000 Eckkneipen schließen müssten. Die Liberalen wollen im Koalitionsausschuss mit der CDU am Dienstag über die Änderung verhandeln.