Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Axel Springer uebernimmt Telekom-Anteile an Bild.T-Online

Monday, December 3rd, 2007

Axel Springer AG übernimmt Telekom-Anteile an der Bild.T-Online AG

Die Axel Springer AG übernimmt wirtschaftlich zum 1. Januar 2008 die bisher von der Deutsche Telekom AG gehaltenen Anteile in Höhe von 37 Prozent an der Bild.T-Online.de AG & Co. KG, die das Online-Portal Bild.T-Online.de betreibt. Der Konzern wird mit diesem Schritt zum alleinigen Gesellschafter und erlangt damit die volle Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Axel Springer Kernmarke BILD im Internet.

Durch ein umfassendes Investitionsprogramm baut das Online-Portal von BILD gegenwärtig seine Position als eines der führenden Medienangebote im Internet aus. Im April 2007 startete das Unternehmen unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Philipp Welte eine umfassende Innovationsoffensive, die noch in diesem Jahr zu einer signifikanten Weiterentwicklung des Angebots führen wird. Auf der Basis der neuen Gesellschafterstruktur ist es nun möglich, Bild.de noch enger mit der BILD-Markenwelt und deren journalistischen Kompetenzen zu verzahnen.

Das Internet-Angebot von Europas größter Tageszeitung BILD wurde 1996 gestartet und 2001 in ein Joint Venture mit der Deutschen Telekom eingebracht. Heute ist das Informations- und Entertainment-Portal mit mehr als 600 Millionen Page-Impressions und über 50 Millionen Visits (IVW Oktober/2007) eines der reichweiten- und umsatzstärksten General-Interest-Portale Deutschlands. Neben Philipp Welte (Vorstandsvorsitz) sind weitere Vorstände Kai Diekmann (Content), Bernd Beimdick (Technik und Finanzen) sowie Paul Mudter (Marketing).

Die Übernahme der Gesellschaftsanteile steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Kartellamt.

Verbrauchs- und Medienanalyse – VuMA 2008

Wednesday, November 21st, 2007

Verbrauchs- und Medienanalyse 2008: Markt-Media-Studie erstmals mit neuem Werbemittelkontakt für TV

In diesen Tagen erscheint die aktuelle Verbrauchs- und Medienanalyse, die VuMA 2008. Sie enthält erstmals TV-Nutzungsdaten auf Basis des Werbemittelkontaktes wie sie bereits Mitte Oktober mit der ma intermedia veröffentlicht wurden. Der Werbemittelkontakt Fernsehen ist definiert mit sieben Sekunden konsekutiver Nutzung pro Werbeblock in einer halben Stunde. Werbemittelkontakt Radio ist, wie schon in den Jahren zuvor, der Hörer einer durchschnittlichen Viertelstunde, in der Werbung geschaltet ist. “Mit dieser schnellen Umsetzung der agma-Konventionen stärken wir die VuMA als die wichtigste Markt-Media-Studie für die Planung der elektronischen Medien Radio und Fernsehen”, freut sich VuMA-Sprecherin Henriette Hoffmann. “Für TV stehen nunmehr präzisere Daten zur Verfügung, über die Konsens besteht”, ergänzt Dr. Michael Keller, stellvertretender Sprecher der VuMA.

Auch auf der Konsumseite hat die VuMA 2008 interessante Neuerungen zu bieten. Beispielsweise zu Trendsportarten, Coffeeshops und dem Kauf von rezeptfreien Medikamenten. So besucht mehr als jeder Vierte (28 Prozent) im Alter von 14-29 Jahren mindestens einmal im Monat ein Fitnessstudio. Eines ähnlich hohen Zuspruchs in dieser Altersgruppe erfreuen sich Coffeshops von Starbucks & Co., die von 23 Prozent mindestens einmal im Monat besucht werden. Beim Kauf von rezeptfreien Medikamenten sind die Drogerien mit 29 Prozent derzeit noch die schärfste Konkurrenz der Apotheken, wo in der Regel 72 Prozent kaufen. In Supermärkten greift jeder Zehnte (11 Prozent) zu OTC-Produkten, lediglich zwei Prozent bestellen bislang im Internet. Weiterhin wurde in der neuen VuMA die Ausstattung mit Elektro- und Kühlgeräten erstmals differenziert nach Marken abgefragt. Gleiches gilt für Besitz und Kaufabsicht von Digitalkameras.

Auftraggeber der VuMA sind ARD-Werbung SALES & SERVICES (AS&S), RMS Radio Marketing Service und das ZDF Werbefernsehen. Die VuMA ist die wichtigste Markt-Media-Studie für die Planung von Radio und Fernsehen. Sie liefert Daten zur Mediennutzung, die sich mit einer Vielzahl von Konsuminformationen kombinieren lassen. Insgesamt bildet die VuMA Kauf und Verwendung von über 1.300 Marken aus den Bereichen schnelldrehende Konsumgüter (FMCGs), langlebige Gebrauchsgegenstände und Dienstleistungen/Handel ab. Sie konzentriert sich dabei auf Märkte und Marken mit hohen Werbeinvestitionen in Radio und TV. Wie in den Jahren zuvor sind auch diesmal wieder die Sinus-Milieus als psychografische Zielgruppeninformation enthalten.

Die VuMA 2008 stellt mit 169 Radiosendern und Kombinationen nahezu alle in der Media-Analyse der ag.ma (ma) erfassten Programme dar. Die Reichweiten der Radioangebote wurden an die ma 2007 Radio II Update angepasst, so dass eine Währungskompatibilität gewährleistet ist. Weiterhin sind in der VuMA Nutzungsdaten zu 20 Fernsehsendern enthalten. Neben dem ZDF, der ARD sowie deren neun Regionalprogrammen können sämtliche großen privaten Angebote mit dem VuMA-Datenbestand analysiert werden. Die TV-Reichweiten wurden an die Daten des AGF-Panels angepasst.

Die Verbrauchs- und Medienanalyse basiert auf einer Single-Source-Erhebung, d.h. Konsum und Mediennutzung stammen von ein und demselben Befragten. Damit bietet die VuMA höchstmögliche Datenqualität und somit eine solide Grundlage für die Planung von Radio, Fernsehen sowie Mixkampagnen in den elektronischen Medien auf der Basis von Konsumzielgruppen.

Die Nutzer der Planungstools RadioXpert, MDS und mediMACH erhalten den Single Source-Datenbestand kostenfrei und – sofern sie eine Sinus-Zertifizierung haben – inklusive der Milieus. Für die taktische Feinplanung von TV steht die VuMA unter PLAN-TV zur Verfügung. Werbungtreibende und Agenturen können jederzeit Zählungen aus der VuMA bei den VuMA-Mitgliedern in Auftrag geben.

Der Berichtsband VuMA 2008 steht unter vuma.de als Download zur Verfügung. Darin sind alle Konsuminformationen für die Bevölkerung insgesamt sowie differenziert nach Geschlecht, Alter und Gebiet (alte/neue Bundesländer) dargestellt.

Saturn mit “Wir lieben Technik – Wir hassen teuer” vorne

Wednesday, November 7th, 2007

Bruttowerbespendings in KW 43: Saturn mit “Wir lieben Technik. Wir hassen teuer” vorne

Mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 254,5 Millionen Euro schließt der Bruttowerbemarkt für die Medien Publikumszeitschriften und Fernsehen die Kalenderwoche 43 (22.-28. Oktober 2007) ab.

Obwohl die Publikumszeitschriften in dieser Woche mit plus 6,2 Prozent / plus 2,6 Millionen Euro auf 44,2 Millionen Euro ein positives Werbeergebnis erwirtschafteten, verzeichnete das Medium Fernsehen Rückläufe in Höhe von minus 3,1 Prozent / minus 6,6 Millionen Euro auf 210,3 Millionen Euro. So die aktuellen Auswertungen von media&marketing und Nielsen Media Research, die wöchentlich einen Überblick liefern über die aktuellsten Produkt- und Medienentwicklungen im Werbemarkt – basierend auf den Nielsen Wochendaten Fernsehen und Publikumszeitschriften, die die relevantesten Werbeträger der Medien beinhalten.

Mit der Bewerbung seines neuen Slogans “Wir lieben Technik. Wir hassen teuer” katapultiert sich das Produkt Saturn auf den ersten Platz des Top-5-Produkterankings der Woche. Der Technikkonzern investierte 4,2 Millionen Euro in dessen Werbeschaltungen. Auf Rang 2 folgt mit 3,4 Millionen Euro Werbeaufwendungen das Produkt McDonald’s Snackbars des gleichnamigen Fastfoodkonzerns. Im Mittelpunkt der Werbeschaltungen stand in dieser Woche insbesondere Top-Model Heidi Klum, die sich von der Frische der Salate im aktuellen Spot überzeugen ließ. Den dritten Platz nimmt der Pay-TV-Sender Premiere ein, der mit 2,9 Millionen Euro für sich Werbung machte. Weiterhin im Ranking vertreten ist das Produkt My Faves von T-Mobile auf Platz 4. Der günstige Tarif für die wichtigsten fünf Nummern des Handynutzers schaltete Werbung in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Auf dem 5. Rang konnte ein neuer Einsteiger begrüßt werden: Das Modehaus C&A warb für seine Produkte mit 1,9 Millionen Euro und nutzte dafür fast ausschließlich das Medium Fernsehen.

Weblink: mediaundmarketing.de

Weiterer Handlungsbedarf in der Innovationspolitik

Monday, November 5th, 2007

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hat eine Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung vorgeschlagen.

„Die Hightech-Strategie ist ein wichtiger Fortschritt bei der öffentlichen Förderung von Forschung und Entwicklung in Deutschland“, sagte BITKOM-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer anlässlich der Konferenz „Ein Jahr Hightech-Strategie“. Die Konferenz wird heute vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstaltet. „Bei der Schaffung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen gibt es aber weiter Handlungsbedarf.“ Die Voraussetzungen für innovatives Handeln müssten in allen Politikfeldern von der Bildungspolitik über die Steuerpolitik bis zu den Finanzierungsbedingungen für Unternehmen geschaffen werden. Ein ernstes Problem für den Hightech-Standort Deutschland ist der Mangel an Spitzenkräften in Wirtschaft und Wissenschaft in den technischen Disziplinen. „Den Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten fehlt der Nachwuchs“, sagte Scheer. Zur Linderung des Problems sind aus Sicht des BITKOM umfassende Maßnahmen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik notwendig.

Ebenfalls große Bedeutung komme der steuerlichen Berücksichtigung von Ausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung zu. „Die Erfahrungen im Ausland haben gezeigt, dass die steuerliche F&E-Förderung die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Unternehmen nachhaltig unterstützt“, sagte Scheer. Nur vier Industrieländer verzichten derzeit auf steuerliche F&E-Anreize, darunter Deutschland. Die öffentlichen Forschungsausgaben konzentrieren sich stattdessen auf Förderprogramme für bestimmte Technologien. „Von einer breiten steuerlichen F&E-Förderung profitierten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Ihnen fällt es immer noch schwer, die Forschungsförderprogramme zu nutzen“, sagte Scheer.

Als konkretes Ziel schlägt Scheer vor, dass 100 junge Hightech-Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial innerhalb von fünf Jahren auf einen Umsatz von 100 Millionen Euro gebracht werden. Damit erreichen sie die notwendige Größe, um sich auf den internationalen Märkten zu etablieren. Scheer: „Diese 100 Unternehmen hätten Signalwirkung für die gesamte Wirtschaft, weil sie zeigen, dass Deutschland endlich wieder stärker auf engagierte Unternehmer setzt.“

Intellectual Property – Von der Idee zum Umsatz

Monday, November 5th, 2007

Deloitte-Studie “Value, Protect, Exploit” zeigt: Optimale Nutzung geistigen Eigentums braucht intelligentes Management

Bewerten – schützen – nutzen: Das ist der Dreiklang, um geistiges Eigentum (Intellectual Property = IP) optimal für Wachstum und Profitabilität einzusetzen. Es handelt sich dabei um jenes unternehmensspezifische Know-how, das durch Patente und Copyrights zwar gesichert, strategisch aber nicht optimal eingesetzt wird. Dazu erarbeitete die Deloitte-Studie “Value, Protect, Exploit” das Value-Protect-Exploit-Modell (VPE): Am Anfang eines erfolgreichen IP-Managements steht stets die Entwicklung einer Strategie. Diese betrachtet den Schutz geistigen Eigentums nicht nur als rechtliche, sondern vor allem als geschäftsrelevante Angelegenheit. Vorhandene Wertpotenziale müssen eingeschätzt, mittels verschiedener Taktiken geschützt und ihre Potenziale maximal genutzt werden, um so die Marktführung zu übernehmen.

“Innovation ist das eine. Das andere ist, diese mit all ihren Potenzialen so zu nutzen, dass sie zu echten Wettbewerbsvorteilen führt, ohne dabei sofort kopiert oder imitiert zu werden”, erklärt Peter Ratzer, Partner von Deloitte.

Derzeit ist die Nutzung patentierter Innovationen im Großen und Ganzen eher suboptimal – zu viele Unternehmen betrachten ihr geistiges Eigentum als rein juristische Angelegenheit. Zahlreiche Patente “verstauben”, ohne auf ihre strategische Bedeutung für das Unternehmen überprüft worden zu sein. Eine allgemeine und umfassende IP-Strategie ist noch Mangelware.

IP-Management wichtig in der Unternehmensorganisation

Wer seine IP-Aktivposten umfänglich verwerten will, sollte sein Patentportfolio genau kennen und einschätzen können. Um dies zu gewährleisten, müssen die Unternehmen dem IP-Management einen adäquaten Platz innerhalb der Organisationsstruktur einräumen. Aufgabe der jeweiligen IP-Beauftragten ist es unter anderem, das Marktumfeld zu beobachten und zu analysieren. Bedeutsam ist hier insbesondere der Patentschutz – ist dieser schwach ausgebildet wie in China und Indien, so müssen entsprechende Abwehrmechanismen eingesetzt werden. “Nur in Regionen mit starkem Patentschutz kann das Unternehmen direkt von seinem geistigen Eigentum profitieren – in schwachen Umfeldern sind oft Umwege nötig”, weiß Peter Ratzer. Der nächste Schritt ist der Abgleich der Umfeldanalyse mit den strategischen Zielen des Unternehmens. Dieses Ergebnis bestimmt letztlich die Aktivitäten der internen IP-Beauftragten.

Das VPE-Modell: die Bestandsaufnahme

Das VPE-Modell besteht aus drei Komponenten: bewerten, schützen und nutzen. Zunächst muss festgestellt werden, über welche IP-Assets das Unternehmen verfügt, welche besonders schützenswert sind und welche einen sofortigen Mehrwert versprechen. Das Potenzial des Patentportfolios gibt zusätzlich Aufschluss über den Unternehmenswert. Zur Bewertung dienen Kriterien wie eine Lifecycle-Analyse, die Bedeutung des Patents für nachfolgende Patente und die jeweilige Patentgruppe (hoch-, mittel- und geringwertig).

Hochwertige Patente sind direkt für die strategischen Ziele des Unternehmens relevant, ihr Wert kann anhand vergleichbarer Patente ermittelt werden. Die Patente mittleren Werts eignen sich vor allem für das “Cross-Licensing”, entsprechend können sie an den Lizenzgebühren und Profiten gemessen werden. Hinter den Patenten mit dem niedrigsten Wert verbergen sich paradoxerweise oft die innovativsten Ideen – sie versprechen zwar gegenwärtig die geringsten Gewinne, verfügen jedoch oft über erhebliches Zukunftspotenzial.

Das VPE-Modell: schützen und nutzen

Zum Schutz von geistigem Eigentum existieren verschiedene Techniken, z.B. das Errichten von “Patent Walls” oder “Patent Thickets”, also die Zerlegung in zahlreiche Einzelpatente, die den eigentlichen Kern schützen. Aber auch das Verbreiten irreführender Informationen über angebliche Patente ist gebräuchlich.

Damit ein Unternehmen sein geistiges Eigentum maximieren kann, bieten sich neben der eigenen Verwertung vor allem Lizenzierungsverfahren und “Cross Licensing” mit Patenten anderer Unternehmen, aber auch Patentspenden zur Steuerersparnis an. Bei der Lizenzvergabe an ein anderes Unternehmen besteht die Möglichkeit, mit dem Lizenznehmer langfristige Programme zu entwickeln, die beiden Seiten Vorteile bringen. Im Technologiesektor kann insbesondere die Zusammenarbeit mit Wagniskapitalgebern oder Start-ups zu viel versprechenden Ergebnissen führen. Das Cross-Licensing-Verfahren hingegen kann den beteiligten Unternehmen für längere Zeit die Technologieführerschaft am Markt sichern und vor finanzieller Überlastung bewahren.

“Nicht unterschätzt werden sollte die Möglichkeit, das Recht zur Patentnutzung kostenlos an Non-Profit-Organisationen wie zum Beispiel Universitäten zu vergeben. Gerade bei Patenten, die nicht direkt relevant für das Kerngeschäft sind, ergeben sich hier interessante Perspektiven: Das Unternehmen spart nicht nur Steuern, sondern kann auch langfristig von den Entwicklungsarbeiten des Spendenempfängers profitieren und sich so neue Geschäftsfelder erschließen”, kommentiert Ratzer.

Die vollständige Studie finden Sie unter www.deloitte.com/de/IPM zum Download.