Posts Tagged ‘Bill-Gates’

Bill Gates letzter Arbeitstag bei Microsoft

Friday, June 27th, 2008

Von Mehmet Toprak – netzwelt.de

Der Beruf des elder statesman ist wahrscheinlich einer der schönsten der Welt: Kein überfüllter Terminkalender mehr, keine Meetings, kein Erfolgsdruck. Der ganze Stress, alles ist weg. Als elder statesman ist man beliebt wie Michail Gorbatschow, wird bewundert wie Helmut Schmidt und hält gutbezahlte Reden wie Bill Clinton. Jetzt hat auch die IT-Industrie ihren ersten elder statesman. Genau genommen erst ab morgen, denn an diesem Freitag ist der letzte Arbeitstag von Bill Gates.

Microsoft im Jahr 1978
Bill Gates und seine Microsoft Kollegen im Jahre 1978 – der größte Teil der Personen arbeitet noch heute bei Microsoft. (Bild: news.bbc.co.uk)

Wird er an seinem letzten Arbeitstag noch was reißen? Irgendwas entscheiden? Wohl nicht. Das erwartet auch keiner, schließlich hat der Mann genug geleistet. Über die wahrhaft erstaunliche Karriere des Software-Nerds aus Seattle, der zum reichsten Mann des Planeten aufstieg, ist diese Tage eigentlich schon alles geschrieben worden. Netzwelt hat sich deshalb die Neuen angesehen, die Microsoft von nun an führen werden: Das neue Führungstrio besteht aus Managern, die schon lange Spitzenpositionen in Redmond einnehmen: CEO Steve Ballmer, Chief Research und Strategy Officer Craig Mundie sowie Chief Software Architect Ray Ozzie. Microsoft setzt also auf Kontinuität in der Unternehmensführung.

Steve Ballmer, CEO
Ballmer ist schon seit 1980 bei Microsoft und der erste Manager, den Gates einstellte. Seitdem hat er verschiedenste Positionen inne, unter anderem in der Betriebssystem-Entwicklung, im Verkauf und im Support. Seit Januar 2000 ist er CEO (chief executive officer). Der Posten, in dem er Verantwortung für die wichtigsten Business-Entscheidungen trägt und der ihn ins Rampenlicht der IT-Industrie brachte. Vor Microsoft arbeitete der 1956 bei Detroit geborene Ballmer bei Procter & Gamble. Sein Business-Know-how holte er sich auf der Stanford University Graduate School of Business.

Ballmer gilt als laut und temperamentvoll. Legendär ist sein ausgeflippter “Monkey-Auftritt” auf einer Microsoft-Konferenz, der zu den Dauerbrennern auf Youtube zählt. Sehenswert auch die Werbespots für Windows 1.0/2.0 und XP, in denen Ballmer das Betriebssystem brüllend anpreist.

Craig Mundie, Chief Research and Strategy Officer
Craig Mundie ist einer der Gründer von Alliant Computer Systems, einem Unternehmen, das Anfang der Achtzigerjahre Supercomputer mit Vektortechnik entwickelte. Mundie ist Elektrotechniker und Informatiker und direkt CEO Steve Ballmer unterstellt. Zuständig für die Bereiche Forschung und Strategie dürfte Mundie einen der interessantesten Jobs bei Microsoft haben. Er wird über die weitere strategische Positionierung von Windows bestimmen.

Er ist seit 1992 bei Microsoft und war in den 90er Jahren an der Entwicklung des Mobile-Betriebssystems Windows CE beteiligt. Im August 2000 wurde der Microsoft-Manager vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton in ein Komitee berufen, das die Sicherheit der Telekommunikations-Infrastruktur verbessern sollte. Bis heute berät er die Regierung in Sicherheitsfragen.

Ray Ozzie, Chief Software Architect
Seit Juni 2006 ist Ozzie der oberste Software-Architekt Microsofts, eine Rolle, die bis dahin Bill Gates eingenommen hatte. Er ist verantwortlich für die technischen Grundlagen der Microsoft-Produkte. Früher war Ozzie bei dem Unternehmen Iris Associates, bei dem er die Entwicklung von Lotus Notes initiierte und leitete. Ebenso wie Mundie hat auch Ozzie ein Informatikstudium absolviert. Ozzie gilt als Computer-Visionär und wurde schon 1995 vom US-amerikanischen Fachblatt PC Magazine zur “Person of the Year” gewählt. Seitdem hat er eine Reihe weiterer Auszeichnungen eingesammelt.

Bill Gates selbst wird sich keineswegs ganz von Microsoft zurückziehen, sondern weiterhin Vorsitzender bleiben, aber keine Entscheidungen mehr treffen (non executive). Gelegentlich soll er an Einzelprojekten weiterarbeiten.

Daneben will Gates seine Energie auf die Bill & Melinda Gates Foundation konzentrieren. Die aus dem Privatvermögen von Gates finanzierte Stiftung kümmert sich hauptsächlich um Gesundheits-Projekte für die Dritte Welt, beispielsweise die Entwicklung von Impfstoffen. Sie gilt als größte Privatstiftung der Welt.

Auch wenn sich jetzt andere um die Entwicklung des Vista-Nachfolgers Windows 7 kümmern werden, der elder statesman der IT-Welt wird nicht so schnell zur Ruhe kommen.

     Quelle: netzwelt.de

Bill Gates – Vorbild fuer Jungunternehmer

Monday, January 7th, 2008

Vermächtnis von Bill Gates: Microsoft-Gründer Vorbild für Jungunternehmer – Deutschland braucht Garagentüftler und keinen pompösen IT-Gipfel. Meldung des Magazins NeueNachricht ne-na.de

Man soll immer dann gehen, wenn es am schönsten ist. Oder wenn man als Unternehmer am erfolgreichsten ist. Legt man diese Kriterien an, dann hat Microsoft-Gründer microsoft.com Bill Gates vielleicht schon die Zeit für den richtigen Abgang verpasst. In letzter Zeit hat das Markenimage von Microsoft doch arg gelitten, weil Wettbewerber einfach den besseren Riecher für neue Trends hatten. Mit 52 Jahren räumt Gates, der mit seinen ewigen Pullovern, der nicht unbedingt modischen Brille und Frisur immer noch wie ein Informatik-Student im 20 Semester aussieht, jedenfalls den Schreibtisch und will in Zukunft nur noch Philantrop sein. Die finanziell hervorragend gepolsterte “Bill & Melinda Gates Foundation” gatesfoundation.org liefert ihm dafür die nötige Basis.

Die in den Vereinigten Staaten idealisierte “Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär”-Karriere kann Gates nicht vorweisen. Das liegt eventuell auch daran, dass es immer mehr Spülmaschinen gibt und Gates als zweitreichster Mann der Welt selbstverständlich mehrfacher Milliardär ist. Er wuchs als Sohn eines wohlhabenden Rechtsanwalts und einer Lehrerin auf und machte bereits in der Grundschule mit seinen überragenden Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften auf sich aufmerksam. Dass ein abgeschlossenes Hochschulstudium keine Voraussetzung für eine Karriere als erfolgreicher Unternehmer ist, stellte Gates ebenfalls unter Beweis. Zwar ging er 1973 an die renommierte Harvard-Universität, doch schon zwei Jahre später brach er sein Studium ab.

Doch Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war noch nicht abzusehen, wie clever und geschäftstüchtig der etwas linkisch wirkende “Tekkie” einmal werden sollte. Im Sommer 2007 erinnerte sich der Informatik-Professor Harry R. Lewis an seinen ehemaligen Studenten, den er in den Jahren 1974 bis 1975 unterrichtete. “Ich habe Gates in der Zeit gut kennengerlernt. Ich denke, er war ziemlich gelangweilt in meinen Kursen und hat ja selbst gesagt, dass er sich in den meisten Seminaren gelangweilt hat. Aber er ging zu vielen Veranstaltungen und war ziemlich interessiert”, so der vormalige Dekan des Harvard Colleges gegenüber Spiegel-Online spiegel.de. “Manchmal schlief er in den Seminaren ein. Nachher habe ich erfahren, dass er bis tief in die Nacht möglicherweise an der Gründung von Microsoft arbeitete. Das erklärte natürlich, warum er dann am Tag schläfrig war.”

Auch heute noch schlafen viele Studenten in Vorlesungen und Seminaren ein oder kommen erst gar nicht aus dem Bett und brechen ihr Studium ab. Sie werden aber in der Regel Taxifahrer und nicht Multimilliardär. Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest tns-infratest.com im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergab aber zumindest, dass Bill Gates für angehende Jungunternehmer in Deutschland das größte Vorbild ist. Ein weiteres erstaunliches Resultat: Drei Viertel der Jugendlichen im Schulalter können sich laut dieser Studie vorstellen, später selber Unternehmer zu werden. Und dass, obwohl sie von Beamten unterrichtet werden, die oft noch keinen Betrieb aus der Nähe gesehen haben.

Insbesondere die Informationstechnologie (IT), für die Gates wie kein zweiter steht, ist für die Wirtschaft in Deutschland wie in der übrigen westlichen Welt von enormer Bedeutung. Auf der Computermesse Comdex rief der Microsoft-Gründer daher im Jahr 2001 ein “digitales Jahrzehnt” aus. “In dieser digitalen Dekade wird Computer-Technologie jeden Teil unseres Lebens verändern und das Versprechen des wirklich sicheren und wirklicheren persönlichen Computers einlösen”, so Gates. “In Deutschland fehlt es an weithin bekannten Vorbildern wie Gates, auch wenn Ende vergangenen Jahres wieder ein pompöser IT-Gipfel veranstaltet wurde”, sagt Tobias Janßen, Vorstandschef der Düsseldorfer Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Goldfish Holdings goldfish-holdings.com und Mitglied im Executive Board der American Chamber of Commerce amcham.de. “Bei solchen Treffen schielt man hierzulande nur auf die großen Konzerne. Mittelständler oder gar der findige Jungunternehmer in der Garage haben hierzulande kaum eine echte Chance. Bei uns hätte Bill Gates wahrscheinlich nicht so eine erstaunliche Karriere gemacht.”

“Wenn ich heute zwischen 18 und 22 Jahre alt wäre, würde ich mich von Frau Merkel, dem SAP-Chef Kagermann oder dem Bitkom-Präsidenten Professor Scheer, der für die Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien steht, nur bedingt angesprochen fühlen. Die Informationstechnologie muss bei uns dringend aus dem Old-Economy-Muff erwachen. In den USA und in anderen Ländern ist man schon wesentlich weiter”, bestätigt Michael Zondler vom Düsseldorfer IT-Beratungshaus Harvey Nash harveynash.de im Gespräch mit dem Onlinemagazin NeueNachricht.

Zu wenig Computer-Einsatz an deutschen Schulen

Monday, December 3rd, 2007

IT-Fitness-Studie belegt: zu wenig Computer-Einsatz an deutschen Schulen – Zwei Drittel der Schüler arbeitet im Unterricht kaum mit dem Computer.

28 Prozent der Schüler an deutschen Schulen arbeitet nach eigenen Angaben im Unterricht gar nicht mit dem Computer. Weitere 36 Prozent nutzen einen Rechner weniger als zwei Schulstunden pro Woche. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung, die Forsa im Auftrag der Initiative IT-Fitness (it-fitness.de) im November 2007 unter 1.001 Schülerinnen und Schülern zwischen 14 und 20 Jahren durchgeführt hat. Insbesondere von einer fächerübergreifenden Nutzung des PCs im Unterricht sind deutsche Schulen noch weit entfernt: Lediglich im Informatikunterricht kommen die Rechner nach Angaben der Schüler häufig zum Einsatz (68 Prozent).

computereinsatz_woche.jpg
Zu wenig Computer-Einsatz an deutschen Schulen. Grafik: Initiative IT-Fitness

Andere Fächer wie Wirtschaft (20 Prozent), Physik (19 Prozent) oder Mathematik (18 Prozent) folgen erst mit großem Abstand. Noch seltener werden neue Medien im Sprachunterricht eingesetzt. Nach Ansicht der Schüler brauchen ihre Lehrer Nachhilfe im Umgang mit Computer und Internet: Nur ein Drittel der Lehrer bekommt die Note “sehr gut” oder “gut” für ihre IT-Kenntnisse. Entgegen dem geringen Stellenwert, den der Computer als Werkzeug zumeist im Unterricht hat, messen Schüler IT-Kenntnissen jedoch eine hohe Bedeutung für das spätere Berufsleben bei: 87 Prozent der Befragten glauben, dass Computerkenntnisse für ihre berufliche Zukunft wichtig oder sogar sehr wichtig sein werden.

“Der Umgang mit Computer und Internet im Schulunterricht ist in Deutschland leider mehr Wunsch als Wirklichkeit”, kommentiert Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Vorsitzender der Geschäftführung von Microsoft Deutschland, die Umfrage-Ergebnisse. “Der Computer muss ein selbstverständliches Werkzeug im Klassenzimmer werden und darf nicht im Computerkabinett verstauben, wenn wir unsere Kinder fit für Alltag und Berufsleben machen wollen. Denn IT-Kenntnisse werden heute in fast jedem Beruf verlangt – egal ob Bäcker, Bauer oder Banker. Deutschland kann es sich als eine der führenden Industrienationen nicht leisten, dass unser Nachwuchs bereits in der Schule auf breiter Basis den Anschluss verliert.”

Die große Mehrheit der befragten Schüler ist sich bewusst, dass Computerkenntnisse in ihrem späteren Berufsleben sehr wichtig (44 Prozent) oder wichtig (43 Prozent) sein werden. Nur 13 Prozent schätzen Computerkenntnisse in Hinblick auf ihre berufliche Zukunft als weniger wichtig (10 Prozent) oder unwichtig (3 Prozent) ein.

Die Umfrage zeigt auch, dass sich die Schüler vor allem außerhalb der Schule mit dem Computer auseinandersetzen und daraus ihr IT-Wissen beziehen: 58 Prozent der Schüler geben an, dass sie sich ihre Computerkenntnisse selbst beigebracht haben. Jeweils ein Drittel meint, der Umgang mit dem PC sei ihnen vor allem von ihren Freunden (35 Prozent) und Eltern (34 Prozent) gezeigt worden. Ein weiteres Drittel gab an, ihre Lehrer (32 Prozent) hätten ihnen ihre Computerkenntnisse vermittelt. 20 Prozent beziehen ihr IT-Wissen vor allem von ihren Geschwistern (Mehrfachnennungen möglich).

IT-Weiterbildung muss im Lehrerzimmer anfangen

Die Lehrer bekommen von ihren Schülern keine guten Noten: Befragt nach den IT-Kenntnissen ihrer Pädagogen, vergeben nur ein Drittel der Schüler die Note “gut” (28 Prozent) oder “sehr gut” (4 Prozent). Im Durchschnitt erhalten Lehrer von ihren Schülern die Note “befriedigend”. Dabei gilt: Je älter die Lehrer, desto schlechter schätzen die Schüler deren IT-Kenntnisse ein. Als das im Umgang mit dem Computer fitteste Lehrpersonal werden überwiegend die jüngeren Lehrer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren benannt (66 Prozent). 25 Prozent meinen, die 40- bis 50-Jährigen wüssten am besten Bescheid. Nur drei Prozent stufen die über 50-jährigen Pädagogen entsprechend ein.

“Wir müssen Schulen und insbesondere Lehrer dabei unterstützen, den Computer sinnvoll im Unterricht einzusetzen. Das darf weder an mangelnder Ausstattung von Klassenzimmern noch an nicht ausreichender Aus- und Fortbildung der Lehrer scheitern. Deshalb stellt die Initiative IT-Fitness Schulen unter anderem Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und bietet Lehrerworkshops an”, erläutert Achim Berg.

Mit Hilfe der so genannten fIT-Box können alle Lehrer, vom Mathe- bis zum Englischlehrer, eine Einführungsstunde zum Thema IT halten. In Lehrerworkshops werden Pädagogen im Umgang mit der fIT-Box geschult. Aber auch die Schüler können aktiv werden. Sie können ihre Kenntnisse unter it-fitness.de mit Hilfe des kostenlosen IT-Fitness-Tests überprüfen sowie kostenlose Online-Schulungen nutzen, um sich fit für den Umgang mit Computer und Internet zu machen.

Die Initiative IT-Fitness wurde im November 2006 durch den Microsoft-Gründer Bill Gates ins Leben gerufen. Sie möchte bis 2010 vier Millionen Menschen in Deutschland durch den IT-Fitness-Onlinetest und kostenlose Trainings fit im Umgang mit PC und Internet machen. Partner der Initiative sind die Deutsche Bahn, die Bundesagentur für Arbeit, Cisco, Microsoft, Randstad, die Signal Iduna Gruppe, State Street, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Bill Gates und Steve Jobs streiten sich

Tuesday, February 20th, 2007

Bill Gates von Microsoft und Steve Jobs von Apple streiten sich, wer besser ist.