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GEZ-Gebuehrenregelung verwirrt PC-Nutzer

Thursday, February 22nd, 2007

Internetfähige Handys und PDAs sind auch abgabepflichtig

Die seit 1. Januar 2007 in Kraft getretenen GEZ-Gebühren auf internetfähige PCs oder Handys sorgen für Verwirrung. “Wegen der unübersichtlichen Gebührenstruktur ist vielen noch nicht klar, ob sie betroffen sind”, sagt Thomas Mosch, Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) http://www.bitkom.org – Fest steht, dass alle PC-Nutzer aber auch Personen, die internetfähige Handys und PDAs verwenden, automatisch zu Kunden der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) werden, da via Internet der Empfang von Radio- und Fernsehsignalen möglich ist.

Vor allem Selbstständigen und Freiberuflern bereitet die neue Regelung Sorgen, da die GEZ http://www.gez.de streng zwischen Wohn- und Bürobereich unterscheidet: Ein angemeldeter Fernseher im Wohnzimmer entbindet nicht von der PC-Gebühr im Heim-Büro. Auch Unternehmen müssen für Internet-PCs und neuartige Empfangsgeräte Gebühren entrichten. Die Zahlung wird nicht pro Rechner fällig, sondern pro Filiale. Handys und Laptops sollten einem Betriebsgrundstück genau zugeordnet und in einem Inventarverzeichnis eingetragen werden. Nur dann sind die Geräte von einer separaten Gebühr befreit, rät der BITKOM.

Im privaten Bereich ist die Gebührenpflicht entschärft. Wer bereits für einen gemeldeten Radio oder Fernseher zahlt, ist von der neuen Monatsgebühr von 5,52 Euro für den internetfähigen Computer entbunden. Ein pragmatischer Zugang der GEZ, da Privatpersonen der Besitz von Empfangsgeräten schwer nachgewiesen werden kann. Die GEZ ist keine Behörde, sondern ein Dienstleister der Rundfunkanstalten ARD und ZDF, und kann keine Privatpersonen zur Auskunft über den Besitz eines Computers zwingen. Wer eine Homepage betreibt, sollte dennoch aufpassen, da hier der Verdacht nahe liegt, dass ein privater Internet-PC im Spiel ist.

Viel Zeit sich mit der neuen Rundfunkgebührregelung anzufreunden bleibt nicht. Für das Jahr 2008 ist eine vollständige Reform der Rundfunkfinanzierung geplant. Ziel ist ein Abbau der Bürokratie und ein vereinfachen der GEZ-Regeln. Der BITKOM fordert in diesem Zusammenhang gemeinsam mit der Hightech-Branche eine einheitliche und niedrige Rundfunkabgabe, für Haushalte und Unternehmen. “Dann müsste man nicht ständig die Regeln ändern, wenn neue Hightech-Geräte auf den Markt kommen”, sagt Mosch.

Aussender: www.pressetext.de

Fachkraeftemangel – 20.000 offene ITK-Stellen

Tuesday, February 20th, 2007

BITKOM warnt vor Abwanderung von Know-how ins Ausland

Die gute Wirtschaftslage sorgt auch in der ITK-Branche für Aufhellung. Laut einer Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) http://www.bitkom.org sind derzeit allein in diesem Bereich rund 20.000 offene Stellen zu besetzen. Allerdings sorgt nach wie vor der Fachkräftemangel für abgebremste Euphorie. “Hoch qualifizierte IT-Spezialisten sind Mangelware geworden”, mahnt BITKOM-Präsident Willi Berchtold bei der Vorstellung der Studien-Ergebnisse heute, Dienstag, in Berlin. Demnach stellt der Mangel an Fachkräften für jede zweite ITK-Firma ein großes Problem bei der Geschäftsentwicklung dar.

57 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie Stellen im IT-Bereich gar nicht oder erst später besetzen können. Die angespannte Personalsituation trifft besonders den Mittelstand. “Der Fachkräftemangel bremst das Wachstum der Unternehmen”, so Berchtold. Es bestehe die Gefahr, dass Know-how ins Ausland abwandert, wenn die Firmen in Deutschland nicht mehr die richtigen Mitarbeiter finden. “Die Unternehmen überlegen sehr genau, wo sie ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Zukunft ansiedeln. Dabei geht es vor allem darum, wo die entsprechenden Märkte aber auch geeignete Mitarbeiter zu finden sind”, erklärt BITKOM-Sprecher Maurice Shahd im Gespräch mit pressetext. Derzeit gingen die großen Unternehmen voran, der Mittelstand werde aber folgen.

Um den Fachkräftemangel zu beheben, fordert der BITKOM Maßnahmen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik. So sei etwa die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik seit dem Jahr 2000 um ein Viertel auf rund 28.000 eingebrochen. Dabei setzen die Unternehmen bei der Personalsuche vorrangig auf Mitarbeiter mit einer hohen Qualifikation. Laut Umfrage suchen zwei Drittel ausschließlich Hochschulabsolventen. “Die Zeiten, in denen Autodidakten ohne Ausbildung gute Jobs in der Industrie gefunden haben, sind endgültig vorbei”, sagt Berchtold.

Eine Chance, die Studiengänge zu modernisieren und die Studienzeiten zu verkürzen sieht der BITKOM in der Umstellung der Abschlüsse auf Bachelor und Master. Notwendig sei hier weniger theoretisches Wissen, als viel mehr Praxisbezug und die Vermittlung von branchenspezifischem Know-how. “Im Bildungsbereich hat die Exzellenz-Initiative der Bundesregierung einiges in Bewegung gebracht”, so BITKOM-Sprecher Maurice Shahd gegenüber pressetext.

In punkto Zuwanderungspolitik habe das seit 2005 geltende Gesetz allerdings nicht die erwarteten Verbesserungen gebracht, sondern im Gegenteil die Hürden noch erhöht. Hier könnte aber eine korrigierte Regelung durch die Politik verbunden mit Standort-Marketing kurzfristig zu positiven Ergebnissen führen, so Shahd. Der BITKOM fordert etwa eine Halbierung der Einkommensgrenze für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis für IT-Spezialisten. Bislang müssen ausländische Fachkräfte mindestens 84.000 Euro pro Jahr verdienen, wenn sie langfristig in Deutschland bleiben wollen.

Aussender: www.pressetext.de