Posts Tagged ‘Forschung’

IPhone Touchscreen steuert Outdoor Roboter

Wednesday, February 11th, 2009

Der FORBOT ist eine innovative FORschungs RoBOTer Plattform, die neue Maßstäbe auf dem Gebiet der mobilen Robotics setzt, da sie Forschern und Wissenschaftlern die Entwicklung eines individuellen Robotersystems ermöglicht. Nach dem Grundsatz: Verwendung einer technisch ausgereiften Fahrzeug-Plattform für unterschiedliche Anforderungen.

IPhone Touchscreen - Outdoor Roboter
IPhone Touchscreen steuert neu entwickelte Outdoor Roboter-Plattform für Forschung und Wissenschaft. Foto: Roboterwerk Hubrich

Ein weiterer Clou des FORBOT: Der Anwender erhält als Entwicklungskit einen funktionsfähigen Roboter mit IPhone Beispielapplikation und einen IPod touch. Hiermit wird die Steuerungsmöglichkeit und Einsatzfähigkeit aufgezeigt. Mit nur einem Finger auf dem Multi-Touch-Display läßt sich der FORBOT auch in schwierigstem Gelände einfach und präzise steuern.

Der FORBOT wurde konzipiert für anspruchsvolle und leistungsfordernde Verwendung in urbanem und offenem Gelände, bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen. In zivilen und militärischen Entwicklunsprojekten und Härtetests beeindruckt der FORBOT durch seine Alltagstauglichkeit, Widerstandsfähigkeit und Geländegängigkeit.

Der Allradantrieb bietet mit 3 synchron angetriebenen Rädern pro Fahrzeugseite hervorragende Traktion und Fahreigenschaften, ähnlich der eines Kettenfahrzeugs. Der Antrieb hat die Vorteile bereifter Fahrzeuge, wie deren höhere Geschwindigkeit und Wirkungsgrad, ist jedoch im Gegensatz zum Kettenantrieb nicht anfällig gegenüber Sand, Steinen und Fremdkörpern.

Technische Daten: Länge 60 cm, Breite 50 cm, Höhe 20 cm, Eigengewicht 20 kg, Zuladung bis 30 kg. Geschwindigkeit bis 20 km/h. Bis zu 2 h Fahrzeit.

Roboterwerk bietet Module an: Getriebemotoren mit Motorsteuerung, eigenentwickelte Schwenkneigeköpfe für Fahr-und Beobachtungskameras mit einer Geschwindigkeit von 360 Grad/Sek. und einer Genauigkeit von 0,5 Grad,

Nutzer des FORBOT sind Forscher und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Robotics, Naturwissenschaft sowie Entwicklungsabteilungen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Durch langjährige Erfahrung in der Entwicklung kleiner mobiler Outdoor Roboter für Wissenschaft und Bundeswehr konnten die Ergebnisse in eine eigene Plattform des Roboterwerks einfließen. Mit der FORBOT Plattform werden die Anforderungen und Bedürfnisse der Robotics professionell abgedeckt.

Heilung aus der Stammzelle – Hoffnung und Kritik

Wednesday, November 21st, 2007

Schwere Herzinfarkte lassen sich erfolgreich mit Stammzellen behandeln, berichtet die Zeitschrift VITAL in ihrer aktuellen Ausgabe (12/2007).

Professor Bodo-Eckehard Strauer, Direktor der Düsseldorfer Universitätsklinik für Kardiologie, der diese Therapieform einsetzt, spricht von einer Weltinnovation.

Ein 64-jähriger Patient mit kardiogenem Schock, bei dem die Beatmungstherapie mit einem künstlichen Herzen und Medikamente ohne Erfolg geblieben waren, konnte neun Tage nach einer Stammzell-Injektion ins Herz wieder selbstständig atmen. Die Pumpleistung seines Herzens hatte sich auf 28 Prozent erhöht.

Revolutionär an der Stammzellenbehandlung ist, dass sie als einzige Therapie direkt an der Ursache ansetzt. Dort wo die zerstörten Zellen waren, lässt sie wieder neue funktionstüchtige entstehen, denn die Stammzellen sind die Mütter aller Zellen. Embryonalen Stammzellen haben dabei die einzigartige Fähigkeit sich unbegrenzt zu teilen und alle Zelltypen des Körpers zu entwickeln. Ihre Herkunft ist jedoch problematisch: Man entnimmt sie wenige Tage alten Embryonen, die für künstliche Befruchtungen nicht mehr benötigt werden. Außerdem kann es, da die Zellen körperfremd sind, zu einer Abstoßungsreaktion kommen.

Weniger heikel ist die Therapie mit adulten Stammzellen, die in 20 verschiedenen Organen nachgewiesen wurden und dem Patienten oder einem Spender entnommen werden. Sie sind jedoch nicht so vielseitig, da sie nur Zellen des entsprechenden Gewebetyps nachbilden und sich nur begrenzt vermehren. Bis heute wird die Stammzellentherapien etwa bei Leukämie und verschiedenen Immunschwächen eingesetzt. Knorpelgewebe, Haut und Knochen lassen sich herstellen und beispielsweise bei schlecht heilenden Wunden oder größeren Verletzungen transplantieren. In Zukunft erhofft man sich, Herzfehler, Diabetes, Parkinson, Querschnittslähmung und Alzheimer mit Stammzellen zu behandeln und sogar komplette Organe zur Verpflanzung züchten zu können.