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Mobiles Internet im Ausland

Thursday, July 3rd, 2008

Am Strand E-Mails checken oder im Internet surfen – viele Handynutzer möchten auch im Ausland nicht auf diese mobilen Datendienste verzichten. Grundsätzlich ist das kein Problem, da die deutschen Netzbetreiber das sogenannte Daten-Roaming, also die Nutzung mobiler Daten im Ausland, ermöglichen.

“Wer im Auslandsurlaub mobile Daten nutzt, sollte die zum Teil noch sehr hohen Kosten bedenken. Meist werden im Ausland um ein Vielfaches höhere Preise verrechnet als in Deutschland”, sagt Bettina Seute vom Onlinemagazin teltarif.de

Während die Preise für Handygespräche im EU-Ausland bereits von der EU begrenzt wurden, diskutiert die EU seit einiger Zeit über eine Regulierung der Datenpreise. Eine Umsetzung ist aber noch in weiter Ferne. Zwar haben die Netzbetreiber teilweise ihre Tarife gesenkt, allerdings haben Vodafone-Vertragskunden derzeit noch das Nachsehen. Sie zahlen beispielsweise ohne spezielle Option innerhalb der EU aktuell noch 40 Euro pro Megabyte. Der neue, günstigere Tarif World Data mit 3,80 Euro pro Megabyte gilt erst ab dem 20. Juli und muss aktiv vom Kunden gebucht werden. “Zu den hohen Preisen für die Datennutzung im Ausland kommt bei allen Netzbetreibern eine unübersichtliche Tarifstruktur hinzu. Die Preise variieren von Ländergruppe zu Ländergruppe und zu jedem Mobilfunktarif gibt es spezielle Auslandsoptionen die aber meist weitere Fallstricke in den Vertragsbedingungen beinhalten”, so Bettina Seute. Solche zusätzlichen Optionstarife lohnen sich aber bei intensiver Nutzung des mobilen Internets im Ausland, da die Standardtarife trotz Preissenkungen immer noch sehr teuer sind.

Seutes Ratschlag für Auslandsreisende lautet daher: “Um Kostenfallen bei der Nutzung mobiler Daten im Ausland zu vermeiden, sollten sich Verbraucher in jedem Fall vor dem Urlaub über Preise, angebotene Zusatztarife und kostengünstige Internetzugänge informieren.” Wichtig bei einem Angebotsvergleich ist nicht nur der Blick auf den Preis pro übertragenem Megabyte, sondern auch auf die Rahmenbedingungen des Angebotes. Hier sollte der Kunde auf eine möglichst kurze Laufzeit sowie Kündigungsfrist des Sondertarifes setzen und darauf achten, dass sich die Preise für sonstige Leistungen im Ausland nicht ändern.

Eine günstigere Alternative kann die Nutzung des Internets über örtliche WLAN-Hotspots sein, die es an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Cafes oder im Hotel gibt. Teilweise ist die Nutzung hier sogar kostenfrei. Weitere Tipps für die mobile Datennutzung im Ausland sowie aktuelle Preistabellen sind in einer Meldung unter teltarif.de/mobiles-internet-im-ausland zu finden.

Studie DSL-Anbieter

Tuesday, June 24th, 2008

Studie DSL-Anbieter: Tarife sind in Bewegung, Service-Defizite der Branche bleiben – Kabel Deutschland ist Testsieger

Der Markt für Breitband-Internetzugänge (DSL) ist weiter stark umkämpft. Die Preise für DSL-Anschlüsse sind im letzten Jahr um teilweise mehr als 40 Prozent zurück gegangen. Mehrere kleine Anbieter haben sich bereits aus dem Markt zurückgezogen. Wirkt sich der Preisdruck auf die Servicequalität der Branche aus? Wer bietet derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität disq.de hat jetzt in einer großen Tarif- und Servicestudie 15 bedeutende DSL-Anbieter untersucht. Insgesamt 450 verdeckte Anfragen stellten die Tester per Telefon und E-Mail, um die Kontaktqualität der Branche zu prüfen. Zusätzlich wurde der Internetauftritt der Anbieter analysiert. Der umfangreiche Tariftest führt für sechs unterschiedliche Nutzerprofile alle Kosten über 24 Monate zusammen (Monatsbeiträge, Einrichtungskosten, Grundkosten für Telefon oder Kabel und Kosten für den Hardwareversand etc.).

Das Ergebnis: Der telefonische Service der Branche ist im Durchschnitt nur befriedigend. Die größten Schwächen liegen bei der Kommunikationsqualität (Freundlichkeit etc.), wo mit einer Ausnahme alle Unternehmen nur ausreichende Leistungen boten. Noch nicht einmal die Hälfte der Gespräche fand in einer angenehmen Atmosphäre statt. Verbesserungen im Vergleich zum Test 2007 gibt es hinsichtlich der Aktivität der Anbieter. Anrufer mussten etwa im Durchschnitt nur noch 30 statt 41 Sekunden in der Warteschleife ausharren.

“Hinsichtlich der E-Mail-Beantwortung haben wir in der Branche allerdings keine Weiterentwicklung erkennen können”, ergänzt Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. “Wie schon 2007 wurde fast jede fünfte E-Mail überhaupt nicht beantwortet. Im Durchschnitt mussten die Tester 43 Stunden auf die E-Mail-Antworten warten, was deutlich über der vom Kunden erwarteten 24-Stunden-Schwelle liegt.”

Den besten Service über alle Kontaktmöglichkeiten zeigte O2. Mit einem guten Service und dazu noch hervorragenden Tarifen wird Kabel Deutschland zum “besten DSL-Anbieter 2008″ gekürt. Neben Kabel Deutschland überzeugte Vodafone mit Tarifen für eine DSL-Flatrate inklusive Telefon-Flat ins deutsche Festnetz. “Bei den Tarifen hat sich im Vergleich zu 2007 am meisten getan”, resümiert Bianca Möller. “Anbieter, die vor einem Jahr noch ganz hinten lagen, sind auf einmal weit vorn. Für den Verbraucher bedeutet das: Er muss auf dem Laufenden bleiben und seine Verträge regelmäßig überprüfen.”

Die Rangfolge beim Gesamtergebnis (Tarife und Service): Kabel Deutschland, O2, Versatel, Vodafone, Alice, Lidl DSL, congstar, freenet, 1&1, T-Home, TELE2, Arcor, Unitymedia, Kabel BW und Tele Columbus.

Studie: Was Fach- und IT-Abteilung aneinander nicht moegen

Tuesday, June 24th, 2008

Untersuchung des Beratungshauses Corporate Quality zeigt Kommunikationsprobleme und Konfliktpotenziale, die deutsche Unternehmen jährlich Milliarden kosten.

Laut einer Studie* des IT-Beratungshauses Corporate Quality rechnen drei Viertel der Experten mit jährlichen Schäden von über 20 Mrd. Euro durch Reibungsverluste zwischen IT- und Fachabteilung.

Was jedoch ist genau das Problem, das beide Parteien miteinander haben? Wo liegen die Schwierigkeiten? Corporate Quality befragte dazu sowohl Vertreter der einen als auch der anderen Seite. Demnach sehen 80 Prozent der Beteiligten Kommunikationsprobleme, die Hälfte spricht gar von häufigen Missverständnissen. 44 Prozent konstatieren ein ständiges “Aneinander-vorbei-Arbeiten” und jeder Fünfte gar alles zusammen.

Befragt nach dem Fehlverhalten der jeweils anderen Seite, geben die IT-Mitarbeiter folgende Auskunft: Der Aussage “Die Fachabteilung denkt nie an die Umsetzbarkeit.” stimmen 70 Prozent zu und der Klage “Die wissen uns gar nicht zu schätzen!” 62 Prozent.

Die Fachabteilung ihrerseits bemängelt zuviel “Fachchinesisch” (78 Prozent) in der Kommunikation mit den IT-Kollegen. Die Hälfte der Befragten wirft den Computer-Spezialisten darüber hinaus vor, “an der Realität vorbei” zu arbeiten. Immerhin 48 Prozent der fachlichen Mitarbeiter ist außerdem der Meinung, dass die IT-Abteilung “das Unternehmen zuviel Geld” kostet.

“Ganz offensichtlich findet man hier ein erhebliches Konfliktpotenzial, dass die Firmen teuer zu stehen kommen kann. Über die Hälfte der von uns befragten Fachleute sagt daher auch, dass es eines IT-Managements auch auf der Fachseite bedarf und dass die Fachseite bei den IT-Projekten direkt mitwirken sollte”, erklärt Ernst Häupler, Consultant bei Corporate Quality.

* Die Studie ist im explorativen Bereich einzuordnen. Sie spiegelt die Grundstimmung in der Branche wieder und lässt aus diesem Grund Rückschlüsse auf bestimmte Tendenzen zu.

Internetvertrieb fuer Banken so wichtig wie die Filiale

Tuesday, June 24th, 2008

Das Internet etabliert sich zunehmend als dritte starke Säule im Bankvertrieb – neben dem Einsatz mobiler Berater sowie dem persönlichen Kontakt in der Filiale. Rund zwei Drittel der Institute konzentrieren ihre Vertriebsaktivitäten im Privatkundengeschäft bis 2009 auf diese drei Kanäle.

Speziell für den Vertrieb über das Internet haben die Banken ihre Prognose noch einmal deutlich nach oben korrigiert. 67,4 Prozent der Bankmanager rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einer steigenden Bedeutung des elektronischen Vertriebswegs. Das ist ein Anstieg von 8,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, so die Ergebnisse der Studie Banking Trend 2008 von Steria Mummert Consulting, die in Zusammenarbeit mit ibi research und dem Bankmagazin durchgeführt wurde.

Die Privatkunden nutzen das Internet insbesondere zur Informationsbeschaffung. Dieser Trend wird sich weiter verfestigen, damit rechnen 86 Prozent der Befragten. Die Kunden vergleichen immer öfter Preise im Internet, außerdem nutzen sie die Online-Filiale zunehmend für Abschlüsse von Standardverträgen. Hierzu gehört beispielsweise die Eröffnung von Girokonten oder das Bestellen von Kreditkarten. Zudem etabliert sich die Online-Verbindung zum Privatkunden als führende Plattform für den Zahlungsverkehr. 90 Prozent der Institute wollen das Online-Angebot für den Geldtransfer weiter ausbauen. Diese Strategie deckt sich mit den Bedürfnissen der Kunden. Die große Mehrheit wünscht sich einen Bankzugang, den sie an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichen kann. Das Internet ist somit in einem fortschrittlichen Multichannel-Konzept unverzichtbar.

Darüber hinaus statten die Banken ihre Internetfilialen mit zusätzlichen Beratungsoptionen für die Kunden aus. Die flächendeckende Verbreitung von Breitbandanschlüssen eröffnet neue Möglichkeiten für multimediale Dienstleistungen. Persönliche Chats oder Videogespräche per Webcam mit einem Berater wollen die Institute verstärkt anbieten. Entsprechend plant die Mehrheit der befragten Bankmanager (64 Prozent), in den kommenden drei Jahren in den Ausbau des Internetbanking zu investieren. Über die Kundenbindungseffekte hinaus erwartet rund ein Drittel hohe bis sehr hohe Wertschöpfungsbeiträge aus diesem Vertriebskanal.

Hintergrundinformationen Der Banking Trend stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit der Fachzeitschrift Bankmagazin und ibi research, dem Competence-Center Retail Banking der Universität Regensburg, vollzogen wurde. Der Banking Trend wird halbjährlich durchgeführt. Es wurden Fach- und Führungskräfte aus dem Bankensektor befragt.

Internetnutzung steigt weiter an

Wednesday, June 11th, 2008

Die Internetverbreitung in Deutschland steigt weiter an: 42,7 Millionen Erwachsene (65,8 Prozent) sind online. Dies sind 1,9 Millionen Internet-Nutzer mehr als im Vorjahr (2007: 62,7 Prozent).

Die höchsten Zuwachsraten weisen die “Silver Surfer” auf: Von den 60- bis 79-Jährigen surfen inzwischen 29,2 Prozent im Internet. Zu diesen Ergebnissen kommt die ARD/ZDF-Online-Studie 2008, die seit 1997 die Messlatte für die Internet-Entwicklung in Deutschland ist. Innerhalb dieser bundesweiten Repräsentativstudie wurden im März/April dieses Jahres 1.802 Erwachsene in Deutschland befragt.

Beflügelt wird die rasante Entwicklung der Internet-Verbreitung in Deutschland durch die steigende Nachfrage nach multimedialen Anwendungen im Netz: 55 Prozent (2007: 45 Prozent) aller Onliner rufen Videos, zum Beispiel über Videoportale oder Mediatheken, ab und schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet. Audiofiles wie Musikdateien, Podcasts und Radiosendungen im Netz werden von 35 Prozent (2007: 37 Prozent) genutzt. Das steigende Interesse an Videos im Netz spiegelt sich in der Verbindungstechnik der Anwender wider: Mittlerweile verfügen 70 Prozent der Onlinenutzer über einen DSL/Breitband-Anschluss (2007: 59 Prozent), der den komfortablen Abruf datenintensiver Angebote ermöglicht.

Der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission Dr. Helmut Reitze sieht in den veränderten Nutzungsgewohnheiten eine große Chance für die Mediatheken des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: “Neben unseren linearen Programmen in Radio und Fernsehen spielen Audios und Videos auf Abruf im Internet eine immer größere Rolle. Wir verfügen über hochwertige Inhalte, die wir unserem Publikum auch in Zukunft zeitunabhängig und mit einer Fülle von Zusatzinformationen bereitstellen können.” Dabei werde schon heute der eigenständige Charakter des Mediums Internet erkennbar. “Unsere Abrufstatistiken belegen”, so Helmut Reitze weiter, “dass die meisten Nutzer noch viele Wochen oder Monate nach der Ausstrahlung in Hörfunk oder Fernsehen Sendungen abrufen, wenn sie sich für bestimmte Inhalte und Themen in unseren Internetangeboten interessieren.”

ZDF Intendant Markus Schächter, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission: “Abruffernsehen ist schon jetzt ein fester Bestandteil der Fernsehnutzung. Jeder zweite sieht schon heute Videos und Sendungen im Netz. Insbesondere bei den jüngeren Online-Nutzern verändert sich der Medienkonsum dramatisch. Die Hälfte der Zuschauer unserer Mediathek ist unter dreißig. Zeitsouveränität und Mobilität bestimmen die TV-Nutzung der Zukunft.”