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Internetnutzer wollen kurze Startseiten

Tuesday, February 24th, 2009

Studie “Scrollverhalten auf Startseiten von Online-Shops”

In einer Studie zum Thema “Scrollverhalten auf Startseiten von Online-Shops” hat die eResult GmbH 600 Personen (Quotierung nach AGOF) befragt. Wie lang sollten Startseiten sein bzw. wie weit würden sie nach unten scrollen? Auch Faktoren, die das Scrollverhalten beeinflussen könnten, wurden erfragt.

Kurze Startseiten werden bevorzugt.
Die Studie zeigt, dass 40,4% der deutschsprachigen Webnutzer/ -innen auf der Startseite von Online-Shops überhaupt nicht scrollen möchten.

48,6% der befragten Personen bevorzugen eine Startseitenvariante, bei der möglichst nicht gescrollt werden muss.

Die Bereitschaft auf einer Startseite zu scrollen, besteht bei 42,8% der befragten Personen dann, wenn hierfür idealerweise nicht mehr als ca. 1,5 Scrollraddrehungen notwendig sind (bei einer Auflösung von 1024 x 768 entspricht dies ca. eine Länge von 1500 Pixel, also ungefähr 2 Bildschirmseiten).

Langes Scrollen, also das Mausrad noch öfter drehen, möchten nur noch 7,9% der Befragten.

Wie wirkt sich das Geschlecht aus?
Die Studie zeigt auch, dass Frauen generell eher bereit sind zu scrollen als Männer. Frauen lassen sich anscheinend schneller oder stärker dazu verleiten weiter bzw. länger zu scrollen.

Wie wirkt sich das Alter aus?
Bei den alterspezifischen Unterschieden stechen die eher scrollbereiten Zielgruppen der unter 20jährigen und der über 60jährigen hervor. Im Gegensatz dazu möchte die Gruppe der 40 – 49jährigen eher überhaupt nicht scrollen.

Gibt es weitere Einflussfaktoren?
Es hat sich herausgestellt, dass die Scrollakzeptanz der Webnutzer deutlich zunimmt, wenn sie ohne konkretes Ziel stöbern um sich inspirieren zu lassen. Der Anteil der Befragten, die dann bereit sind auch länger zu scrollen erhöht sich dadurch von unter 10% auf über 20%.

Einen ähnlichen Einfluss hat auch der Umstand, inwieweit Produkte auf der Startseite als interessant eingestuft werden. Hier sind ebenfalls ein Fünftel der Befragten bereit, bei entsprechendem Interesse, länger zu scrollen.

Erstaunlich ist, dass Faktoren wie die Stimmung, die Bildschirmauflösung oder Intensität der Internetnutzung keinen signifikanten Einfluss auf die Scrolltoleranz haben.

Was bedeutet das für Online-Shops?
Startseiten von Online-Shops sollten nicht sehr lang sein – höchstens 2 Bildschirmseiten, damit der Nutzer nicht mehr als ca. 1,5 Scrollraddrehungen benötigt um den Inhalt der Startseite vollständig erfassen zu können (bei einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel).

Es lohnt sich, und dies macht die Studie deutlich, auf die Besonderheiten der Zielgruppe einzugehen und geschlechts- und alterspezifische Unterschiede zu berücksichtigen.

Und, je länger eine Startseite ist, desto interessanter sollten die Produkte für den Nutzer sein.

Studienbeitrag auf der eResult Website

AOL Deutschland setzt auf Community-Marketing

Monday, April 30th, 2007

AOL Deutschland will mit Community-Marketing seine neue Positionierung als Portalbetreiber bewerben.

“Wir müssen nicht nur den Einzelnen ansprechen, sondern diesen auch dazu bewegen, selber innerhalb der Community mit anderen Usern zu sprechen”, sagte der neue Marketingchef Dr. Gunnar Bender im Gespräch mit der Dialogmarketing-Fachzeitung ONEtoONE.

In der Folge konzentriert sich der Hamburger Internetkonzern auf Internetprodukte wie Freemail, Fotocenter und Video-Player. “Ziel ist es, die Leute für diese Tools zu gewinnen und sie dazu zu bringen, die Produkte durch virales Marketing weiterzuempfehlen”, erklärte Bender.

Der langjährige Time-Warner-Lobbyist beschreibt das Modell mit konzentrischen Kreisen: Im Kern befindet sich AOL. Im ersten Ring sind die Mitarbeiter. Darauf folgen aktive und ehemalige Zugangskunden, die AOL-Community und User, die noch nie etwas von AOL gehört haben. “Danach kann man die einzelnen Zielgruppen clustern und die Werbemaßnahmen bestücken”, sagte Bender.

Die Werbemaßnahmen unterteilt er grob in die Bereiche Reach und Engagement (Community-Marketing, CRM und Crossmedia). Bei Reach (Reichweite) gehe es darum, möglichst viele User auf die Plattform AOL.de zu bewegen, unter anderem über Suchmaschinen-Marketing und Suchmaschinen-Optimierung. “Wenn der Traffic dann auf dem Portal ist, muss das Programm so spannend und interessant sein, dass die Leute aus eigenen Stücken wiederkommen”, so Bender. Dabei besinne sich AOL auf seine Stärken: Musik und Games. “Diese Stärken wollen wir ausbauen”, so Bender.

Dafür stehe ihm ein Budget im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Verfügung. Früher, als AOL noch hauptsächlich durch die Verbreitung von Installations-CDs und Fernsehspots (“Ich bin drin”) auf sich aufmerksam machte, bewegten sich die Werbeausgaben noch im dreistelligen Millionenbereich.

Das vollständige Interview lesen Sie in der heute erscheinenden Mai-Ausgabe von ONEtoONE sowie im Internet unter der URL http://www.onetoone.de/index.php?we_objectID=13404