Posts Tagged ‘Mozilla’

Firefox 3 Download – Guinness Buch Weltrekord

Thursday, July 3rd, 2008

Mozilla hat einen neuen Guinness-Weltrekord für die meisten Software-Downloads innerhalb von 24 Stunden aufgestellt. Die Höchstmarke von 8.002.530 Downloads wurde am Tag des Erscheinens von Firefox 3 erreicht, der neuen Version des populären und viel gelobten Freeware- und Open-Source-Browsers.

Bereits im Vorfeld war die Resonanz beachtlich: Über 1,7 Millionen Mozilla-Begeisterte hatten das Versprechen abgegeben, Firefox 3 am Download-Day herunterzuladen. Sie organisierten regionale Download-Parties und platzierten Download-Day-Buttons auf ihren Webseiten, die mehr als 40 Millionen Mal angezeigt. Die weltweite Mozilla-Community feierte den wichtigen Anlass mit Partys in mehr als 25 Ländern, darunter ein 24-stündiges Download-Festival namens “Camp Firefox” im Mozilla Hauptquartier in Mountain View.

“Die Begeisterung und die Kreativität der Firefox-Fans war für das Erreichen dieses Rekords entscheidend,” sagt Paul Kim, Vice President Marketing bei Mozilla. “Unsere Community ließ den Worten Taten folgen und mobilisierte Millionen von Menschen. Diese haben bewiesen, dass sie Firefox für den besten Browser halten.”

“Guinness World Records sammelt weltweit erstaunliche Fakten und fungiert dabei als Schiedsrichter. Wir freuen uns, dass wir nun auch den Erfolg von Mozilla in unserem Archiv haben”, sagt Gareth Deaves, Records Manager bei Guinness World Records. “Mehr als 8 Millionen Internet-Nutzer in 24 Stunden zu mobilisieren, ist eine ausgesprochen beeindruckende Leistung – Glückwunsch an die Mozilla Community zu ihrer harten Arbeit und zu dem großen Einsatz.”

Alle Informationen über Mozillas neuen Guinness-Weltrekord:
spreadfirefox.com/de/worldrecord

Details über die Downloadpartys:
mozillaparty.com

Internet Explorer laut Microsoft sicherer als Firefox

Tuesday, December 4th, 2007

Der Internet Explorer ist sicherer als Mozillas Firefox, behauptet Jeffrey R. Jones, Security Strategy Director bei Microsofts Trustworthy Computing Group. Er beruft sich dabei auf die höhere Anzahl gestopfter Sicherheitslücken beim Mozilla-Browser.

In einer ersten Reaktion hat Mozilla-Europe-Präsident Tristan Nitot die Ergebnisse der Studie naturgemäß zurückgewiesen. “Bei den in der Analyse verwendeten Zahlen werden Äpfel mit Orangen verglichen”, kritisiert Nitot im Gespräch mit pressetext. Aktuelles Thema im Streit um den sichereren Browser ist eine Langzeitstudie zur Browser-Sicherheit, die Jones in seinem Blog http://blogs.technet.com/security veröffentlicht hat. Ein unabhängiger Experte wiederum sieht berechtigte Argumente auf beiden Seiten.

Die erste Beobachtung von Jones birgt den größten Explosivstoff. Mozilla habe seit dem ersten Erscheinen von Firefox im November 2004 insgesamt 199 Sicherheitslücken in Firefox geschlossen, darunter 75 kritische. Beim Internet Explorer seien es im Vergleichszeitraum lediglich 87 Lücken gewesen, davon 54 kritische. Mit diesen Zahlen als Sicherheits-Argument geht Mozilla erwartungsgemäß hart ins Gericht. Denn, so Nitot: “Die Zahlen sind im Grunde bedeutungslos.” Er verweist auf Ausführungen von Mozilla-Mitarbeiter Mike Shaver. Dieser hält fest, dass Mozilla im Umgang mit Informationen über Lücken sehr offen sei, während bei Microsoft die Zählung der Sicherheitslücken nicht so durchsichtig ist. Im speziellen gäbe es bei Microsoft eine Reihe gebündelter Fixes, bei denen mehrere Fehler als eine Sicherheitslücke gezählt werden. Dazu würde gänzlich undokumentierte Patches im Rahmen von Service Packs kommen.

“Die Kritik von Mozilla klingt berechtigt”, meint dazu Frank Pallas, wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Fachgebiet “Informatik und Gesellschaft” an der TU Berlin http://ig.cs.tu-berlin.de, auf Anfrage von pressetext. Außerdem meint Pallas: “Bei Firefox 1.0 sind ganz zu Beginn relativ viele Fehler herausgekommen. Hätte die Studie erst ein halbes Jahr später begonnen, sähen die Zahlen eventuell ganz anders aus.” Mozilla wiederum betont weiters, dass auch der Faktor der Reaktionszeit zu berücksichtigen wäre. Nitot stellt dazu fest: “Wenn es darum geht, Fehler schnell zu beheben, ist Mozilla deutlich effizienter als Microsoft.”

Ein weiterer Kritikpunkt von Jones in Richtung Mozilla ist die Richtlinie, sechs Monate nach dem Erscheinen einer neuen Hauptversion den Support für den Vorgänger einzustellen. Damit gäbe es aktuell nur noch offiziellen Support für Firefox 2.0. Würde Microsoft ebenso verfahren, so Jones, wäre der Support für den Internet Explorer 6 im Mai 2007 eingestellt worden. Außerdem gäbe es von Microsoft immer noch Unterstützung für Internet Explorer 5.01 SP4, wie ihn manche Windows-2000-Nutzer noch verwenden. “Bei großen Unternehmen dauert es oft mehr als sechs Monate, ehe sie die Version einer Systemkomponente wechseln”, zeigt Pallas Verständnis für diese Kritik. “Allerdings”, so Pallas, “ist Firefox nicht so stark mit dem Betriebssystem verflochten wie der Internet Explorer unter Windows. Das Update der Browser-Komponente allein ist daher leichter.”

Jones erwähnt in seiner Analyse auch Punkte, in denen er sowohl Microsoft als auch Mozilla positive Entwicklungen zugesteht. So weist er darauf hin, dass sowohl Internet Explorer 7 als auch Firefox 2.0 sicherer erscheinen als die jeweiligen Vorgänger. Bei der Zahl der derzeit bekannten, nicht behobenen Sicherheitslücken gibt Jones in seiner Analyse zu, dass der Internet Explorer 7 zwar insgesamt weniger Lücken, dafür aber mehr von hoher Bedeutung habe. Sowohl Mozilla als auch Microsoft haben sich Jones zufolge im Bereich Sicherheit engagiert und Verbesserungen erzielt. Im pressetext-Interview führt Nitot diese Verbesserungen zu einem Gutteil auch auf den Erfolg von Firefox zurück: “Dadurch, dass die Nutzer nun anstelle einer Monopol-Situation eine echte Wahl haben, konnten wir die Industrie dahingehend positiv beeinflussen, sich noch mehr für die Sicherheit einzusetzen .”

Aussender: www.pressetext.at

Fast jeder Dritte surft mit Firefox

Wednesday, March 21st, 2007

Der Mozilla-Browser Firefox kann in Europa mittlerweile bis zu 30 Prozent Marktanteil verbuchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine für den Zeitraum November 2006 bis Februar 2007 durchgeführte Auswertung von rund 4.000 Websites durch das Marketingunternehmen Adtech http://www.adtech.de

Als absolute Spitzenreiter gelten dabei Deutschland und Finnland, wo beinahe jeder Dritte Firefox dem Microsoft-Konkurrenzbrowser Internet Explorer vorzieht. “Unsere Zahlen basieren auf der Auswertung von rund 30 Mrd. Banneranfragen, die über den jeweiligen Browser des Users gestartet wurden. Die Ergebnisse bestätigen einen langfristigen Trend”, so Adtech-CEO Dirk Freytag im pressetext-Gespräch.

Wenngleich die Nutzung von Firefox mit nur sieben Prozent in Dänemark und dem Spitzenwert von 30 Prozent in Deutschland enorm von Land zu Land variiert, kann der Mozilla-Browser einen stabilen und stetig wachsenden gesamteuropäischen Marktanteil von 15 Prozent aufweisen. “Der Erfolg des Firefox gründet meines Erachtens darauf, dass jemand ein gutes Grundprodukt zu einer Zeit auf den Markt gebracht hat, als Microsoft in diesem Bereich einfach geschlafen hat”, meint auch Alexander Szlezak, Managing Director von Gentics Software http://www.gentics.com gegenüber pressetext.

Auch wenn der Internet Explorer mit seiner neuesten Version im Bereich Tabbed Browsing, bei der Suchpanel-Integration sowie der allgemeinen Benutzerführung nachgezogen habe, sei der Microsoft-Browser vor allem bei der Entwicklung von Web-2.0-Applikationen keine große Hilfe, so Szlezak. “Bei Webentwicklern ist die Präferenz für den Firefox schon allein aufgrund von perfekten Debugging-Möglichkeiten klar. Muss man beispielsweise bei der Entwicklung von Ajax-Applikationen auf Fehlersuche gehen, hat man beim Internet Explorer keine Chance”, so Szlezak. Zudem habe es Mozilla nicht zuletzt durch die Unterstützung von Google geschafft, ein professionelles Marketing rund um den Alternativbrowser auf die Beine zu stellen.

Dem Webexperten zufolge wird der Browser auch in Zukunft ein wesentliches Tool zum Einstieg ins Internet bleiben. Szlezak verwies jedoch gleichzeitig auf den Trend, dass immer mehr in die Desktopumgebung integrierte Applikationen über Webtechnologien ans Internet andocken. So könnte Microsoft über das neue Betriebssystem Vista und die eigenen “Live”-Dienste den eigenen Browser über die Hintertür wieder stärker in den Vordergrund rücken. Bis jetzt hat die Veröffentlichung des neuen Internet Explorers 7 aber keine nennenswerten Auswirkungen auf den Marktanteil gezeigt. Laut Adtech wird der neue Microsoft-Browser erst von jedem vierten Europäer eingesetzt.

Aussender: www.pressetext.at

Weblink:
Mozilla Firefox auf Deutsch – Mozilla Europe
http://www.mozilla-europe.org/de/products/firefox/

Firefox 2 – Mozilla Manifesto

Saturday, February 17th, 2007

“Firefox ist so viel mehr als nur ein kostenloses Produkt”
Mozilla-Präsident Tristan Nitot offenbart pressetext seine Vision vom Web

Wenige Monate nach Veröffentlichung von Firefox 2 hat sich Mozilla mit einem Manifest zurückgemeldet. Im sogenannten “Mozilla Manifesto” sind zehn Leitlinien festgeschrieben, die der Mozilla-Gemeinde zukünftig als Orientierungshilfe dienen sollen. Im Zentrum der formulierten Prinzipien steht das klare Bekenntnis zur positiven Weiterentwicklung des Internets. Interoperabilität, Transparenz und Innovation sowie das Recht des Einzelnen auf Sicherheit und Eigenständigkeit im Umgang mit dem Internet sind nur einige der Eckpfeiler des Manifests, das in seiner Rohfassung im Blog der Initiatorin und Mozilla-Vorsitzenden Mitchell Baker http://weblogs.mozillazine.org/mitchell/ zu finden ist.

pressetext: Herr Nitot, was will Mozilla mit dem Manifest erreichen?
Nitot: Die Leute sehen Firefox primär als einen kostenlosen Webbrowser. Das ist zwar richtig, aber im Grunde geht uns bei Mozilla um sehr viel mehr. Es geht um die große Vision, die dahinter steht – nämlich wie das Internet langfristig zum Besseren verändert und sein gesamtes Potenzial ausgeschöpft werden kann.

pressetext: Würden Sie sagen, dass das Internet ein besserer Ort geworden ist, seit Mozilla den Firefox ins Leben gerufen hat?
Nitot: In punkto Sicherheit und Privatsphäre bin ich fest davon überzeugt. Generell glaube ich auch, dass die Zukunft des Webs sehr viel freundlicher aussieht, seit wir einen kritischen Marktanteil erreicht haben. Denn noch vor drei Jahren war der Zustand des Internets sehr deprimierend, ja beinahe hoffnungslos.

pressetext: Inwiefern geben Sie der Marktdominanz von Microsoft und dem Internet Explorer die Schuld daran?
Nitot: Microsoft hat durch die Monopolstellung einfach aufgehört, an seinem Browser weiterzuarbeiten. Alle Webentwickler wiederum haben nur Webseiten für dieses eine Produkt entworfen, das bereits eingestellt war und große Sicherheitslücken aufwies. Im Grunde waren wir dabei, direkt an eine Wand zu fahren.

pressetext: Worauf führen Sie diese negative Entwicklung zurück?
Nitot: Ich denke, dass der kommerzielle Antrieb eine zu große Rolle bei der Definition des Internets gespielt hat. Daran ist auch letztlich auch Netscape gescheitert, dessen Geschäftsmodell durch die Freigabe des Konkurrenzbrowsers erfolgreich untergraben werden konnte.

pressetext: Haben Sie keine Angst, dass Microsoft oder ein anderer kommerzieller Anbieter Mozilla bzw. den Firefox wie das Vorgänger-Produkt Netscape erneut vom Markt drängen kann?
Nitot: Wir bemühen uns sehr, nicht zu scheitern. Gleichzeitig muss man sehen, dass mit Mozilla und Firefox alles gänzlich anders ist. Wir sind eine Non-profit-Organisation und werden durch die Entwickler- und Anwendergemeinde vorangetrieben. Wir haben keine Aktionäre im Nacken, für die wir Geld erwirtschaften müssen. Uns geht es einzig und allein um die Weiterentwicklung des Internets im Sinne aller. Das Spielfeld ist somit ein gänzlich anderes als das von Microsoft

pressetext: Offene Standards beherrschen ja nicht nur die Diskussion in Sachen Internet. Inwiefern muss ihre Vision von Interoperabilität auch in anderen Bereichen des digitalen Lebens umgesetzt werden?
Nitot: Derzeit gibt es einen Trend in Richtung offene Formate. Das ist ein enorm wichtiges Thema. Schließlich geht es ja nie um die Technologie selbst, sondern darum, welche Information man mithilfe der Technologie produziert und speichert. Bei meiner Kaffeemaschine ist es mir relativ egal, ob ich auf einen Hersteller festgenagelt bin. Ich trinke den Kaffee und das war’s. Wenn ich jedoch beim Aufrufen und Bearbeiten meiner Daten auf Jahre hinaus komplett von einem Hersteller abhängig bin, dann ist das mehr als fatal.

pressetext: Herzlichen Dank für das Gespräch!

Aussender: pressetext.austria