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Goldene Kamera fuer “Helmut Schmidt ausser Dienst”

Thursday, February 7th, 2008

Die NDR-Dokumentation “Helmut Schmidt außer Dienst” ist am Mittwoch, 6. Februar, in Berlin in der Kategorie “Beste Information” mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden.

Außerdem wurde Maria Furtwängler für ihre “Tatort”-Rolle als “Beste TV-Kommissarin” geehrt, Matthias Brandt als “Bester Deutscher Schauspieler” u. a. für seine Hauptrolle in dem NDR-Fernsehfilm “Die Frau am Ende der Straße”.

Volker Herres, NDR-Programmdirektor Fernsehen: “Diese Auszeichnungen belegten erneut das hohe Niveau der NDR-Beiträge zum Ersten Deutschen Fernsehen. Wir haben in den letzten Jahren eine Qualitätsoffensive gestartet, deren Früchte wir jetzt ernten. Mein Dank und mein Glückwunsch gilt den Preisträgern.”

Sandra Maischberger und ihr Mann Jan Kerhart hatten für das Porträt “Helmut Schmidt außer Dienst” den Altkanzler vier Jahre lang begleitet. “Bei dieser tiefgründigen Langzeitbeobachtung fingen die Autoren einzigartige Momente ein, die ihren Film zu einem wichtigen persönlichen und politischen Zeitdokument machen”, begründete die Jury die Nominierung. Die Redaktion hatte Thomas Schreiber.

Maria Furtwängler hat als Kommissarin Charlotte Lindholm bereits elf Mal als NDR “Tatort”-Kommissarin in Niedersachsen ermittelt. In “Die Frau am Ende der Straße” spielte Matthias Brandt den Ehemann einer hoch sensiblen Frau (Maren Eggert), die die Welt außerhalb ihrer Wohnung als fremd und bedrohlich empfindet. Der NDR-Fernsehfilm ist auch für den diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Bei beiden Produktionen hatte Doris J. Heinze die Redaktion.

Die von Thomas Gottschalk moderierte Verleihung der Preise – die Programmzeitschrift “Hörzu” veranstaltet den Wettbewerb – ist am 8. Februar im ZDF zu sehen.

Gammelfleischverdacht von Gewerkschaft initiiert?

Thursday, December 6th, 2007

Heidemark: “Gammelfleischverdacht von Gewerkschaft initiiert” – Fleischproduzent wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Firma Heidemark wehrt sich gegen den Vorwurf, verdorbenes polnisches Putenfleisch in den Handel gebracht zu haben. Der Rechtsanwalt des Fleischproduzenten, Walter Scheuerl, äußert gegenüber Panorama und NDR Info den Verdacht, die Vorwürfe seien eine Art Rachefeldzug ehemaliger Mitarbeiter: “Die Vorwürfe sind falsch, sie stützen sich auf eidesstattliche Versicherungen von drei gekündigten Mitarbeitern, die von der Gewerkschaft initiiert worden sind.” Der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Region Oldenburg-Friesland, Matthias Brümmer, weist diese Vorwürfe gegenüber PANORAMA als “völlig absurd” zurück. Man prüfe rechtliche Schritte gegen Heidemark wegen Verleumdung.

Ausgangspunkt der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg waren eidesstattliche Versicherungen und Zeugenaussagen von drei ehemaligen Mitarbeitern, die Panorama und NDR Info vorliegen. Darin beschreiben die Männer, dass im April und Mai dieses Jahres verdorbenes Fleisch aus Polen angeliefert worden sei. “Dieses Fleisch hat gestunken ohne Ende, und die Kartons waren richtig aufgeweicht”, so einer der Zeugen. “Das Fleisch war auch nicht mehr ganz kalt. Die Vorarbeiter haben gesagt, wir sollen das umpacken. Sie haben uns Druck gemacht.” Darüber hinaus, so eine Zeugenaussage, habe man in der Heidemark-Betriebsstätte Ahlhorn verdorbenes Fleisch mit frischem Fleisch mischen müssen. “Ich habe gesagt, das kann man doch nicht mehr verpacken. Das stinkt zur Hölle. Und mit gutem Fleisch, was soll das? Dann versaust du auch noch das gute Fleisch”, so die Schilderungen in einem Interview mit dem NDR.

Heidemark Anwalt Walter Scheuerl hingegen schließt aus, “dass verdorbenes Fleisch in den Lebensmittel-Einzelhandel gelangt sei”. Außerdem sei man sicher, dass die Vorwürfe gegen Heidemark sich im Laufe des Ermittlungsverfahrens als falsch erweisen werden.

Ronald Schill bekommt keinen Polizeischutz

Thursday, November 1st, 2007

Das NDR-Magazin “extra 3″ reagiert auf die Entscheidung der Hamburger Innenbehörde, Ronald Schill keinen Polizeischutz zu gewähren.

Der ehemalige Hamburger Innensenator soll am Donnerstag (1. November) vor einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen. Statt der Polizei will die “extra 3″-Redaktion Ronald Schill nun selbst vor und nach seinem Auftritt schützen und sperrt ihren Reporter in einen Käfig.

Schill hatte Ende vergangener Woche Polizeischutz beantragt, weil er sich angeblich von einem “extra 3″-Reporter bedroht fühlte. Das NDR-Satiremagazin hatte am vergangenen Donnerstag über Schills Rückkehr nach Deutschland berichtet und dazu versucht, ihn zu interviewen.

Der Käfig mit dem Reporter soll am Donnerstagnachmittag in Hamburg vor dem Gebäude des “Architektur Centrums” am Stephansplatz aufgestellt werden. Dadurch will die Redaktion verhindern, dass Schill mit kritischen Fragen belästigt wird und ihren Teil dazu beitragen, dass der Bürgermeister a. D. sich ganz auf seine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss konzentrieren kann. “Wir werden unseren Reporter am Donnerstag wegsperren, um so für Schills Sicherheit zu sorgen, wenn schon die Stadt Hamburg dies nicht tut”, so Redaktionsleiter Andreas Lange am Mittwoch.

Stellungnahme NDR Panorama zum Beitrag Killerspiele

Sunday, February 25th, 2007

Eine Sendung des NDR Magazins “Panorama” hatte in den vergangenen Tagen für Aufregung in der Gamer-Szene gesorgt. Es ging hierbei um “Killerspiele im Internet”, u.a. um das PC Spiel “Call of Duty”. Danach hat der NDR anscheinend eine Vielzahl von Emails mit Anfragen bekommen.

Hier jetzt eine Stellungnahme zum Beitrag “Killerspiele” aus dem Panorama-Forum:

Quelle: http://daserste.ndr.de/de-forum/thread.jspa?threadID=62&tstart=0

[Anfang Stellungnahme im Panorama Forum]

PANORAMA, Antwort zu den Einträgen zum Beitrag “Killerspiele im Internet” vom 22.02. – Geschrieben am: 23.02.2007 16:33

Sehr geehrte Zuschauer/in,

da wir zu unserem Beitrag „Killerspiele im Internet“ eine Vielzahl von e-mails bekommen haben, können wir leider nicht jede einzelne Anfrage persönlich beantworten. Wir möchten versuchen, die wichtigsten Fragen, Anregungen oder Kritikpunkte in dieser Antwort-Mail zu berücksichtigen.

1. In unserem Beitrag geht es nicht darum, generell Computerspiele zu verunglimpfen oder ein generelles Verbot zu fordern. Es geht um die politische Verbotsdebatte sog. Killerspiele, die die „Jagd und das Töten von Menschen oder menschähnlichen Avantaren in besonders brutaler Form“ zum Inhalt haben.

2. In unserem Beitrag wurde auch über „Call of Duty“ berichtet. Wir haben im Text sehr deutlich gemacht, dass es sich dabei um die „Internet-Version“ handelt, in der sog. Clans gegeneinander antreten können. Auch die von uns befragten Spieler haben dabei geschildert, dass in dieser Online-Variante Rollen wie „Nazis, Amerikaner oder Russen“ gespielt werden können. In einem der von uns gezeigten Internet-Mitschnitte haben Amerikaner gegen Deutsche gekämpft. Dort kann auch die Version “Death Match” gespielt werden, „möglichst viele Menschen zu töten“.

3. Wir haben im Bezug auf Call of Duty deutlich gesagt, dass man Zusatzmodifikationen wie Hakenkreuze oder SS-Runen über das Internet downloaden kann. Und zwar illegal! Das heißt, derartige Symbole sind in der deutschen Originalfassung des Herstellers nicht enthalten. In der amerikanischen oder britischen Variante hingegen sehr wohl.

4. Call of Duty wird vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gespielt. Niemand hat platt behauptet, dass User durch dieses Spiel zu Rechtsextremen würden. In unserem Beitrag sind zu Call of Duty zwei Positionen zu Wort gekommen. Der „Spieler“ macht deutlich, dass der politische Hintergrund für ihn keinerlei Bedeutung hat, und der Interviewpartner der Internetsicherheitsfirma hat seine Meinung zu Ausdruck gebracht, dass durch dieses Spiel der Zweite Weltkrieg verharmlost würde. Wir halten eine Diskussion darüber für absolut zulässig und angemessen, zumal beide Positionen gehört wurden.

5. Im Bezug auf GTA – San Andreas haben wir im Text deutlich daraufhingewiesen, dass die gezeigt Spielvariante nur illegal über das Internet mit Sex-Szenen erweitert werden kann. Zitat: „Was man nicht an der Ladentheke kaufen kann, kann man sich problemlos aus dem Internet herunterladen“. Auch die Zusatzpatches für gewaltsame sexuelle Handlungen sind problemlos herunterzuladen, auch wenn wir diese nicht im Detail gezeigt haben. Deutlich wird dadurch auch, dass die offizielle Handelsvariante diese Szenen nicht enthält.

6. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass in unserem Beitrag nicht über die Wirkung sog. Killerspiele diskutiert wurde. Wir haben nicht behauptet, dass Spieler, sog. „Ego-Shooter“, automatisch zu „Amokläufern“ würden oder auch im realen Leben zu den Waffen greifen.

Wir hoffen, damit auf die wichtigsten Fragen / Kritikpunkte eingegangen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion

[Ende Stellungnahme im Panorama Forum]

Weblinks:

NDR Panorama
http://daserste.ndr.de/panorama/

Beitrag von “Panorama” heizt Verbotsdebatte
um “Killerspiele” an
http://www.golem.de/0702/50714.html