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Apple iPad im Test

Monday, April 12th, 2010

Das Warten auf das iPad hat ein Ende: Seit kurzem ist das iPad von Apple in den USA erhältlich. Mit dem handlichen iPad Tablet-PC kann man im Internet surfen, Musik hören oder Filme schauen.

COMPUTERBILD war beim Verkaufsstart in New York dabei und untersuchte seit Ostersonntag in mehreren Test-Laboren unter anderem die Bildschirm-Qualität, die Akku-Laufzeit und die Geschwindigkeit des iPad. Bei diesem exklusiven, ersten vollständigen Labortest konnte das iPad die hohen Erwartungen vor allem bei der Bedienung erfüllen. In Sachen Ausstattung besitzt das Gerät noch Verbesserungspotenzial.

Auf den ersten Blick wirkt das iPad wie der große Bruder des Apple iPhone. Allerdings ermöglicht der große Touchscreen des iPad mit einer Diagonale von 24,6 Zentimetern eine noch einfachere Bedienung und bessere Nutzung der Funktionen. Nutzer können mit dem Tausendsassa iPad deshalb bequemer Filme schauen, spielen oder E-Books lesen. Wer will, kann außerdem Musik hören, Fotos organisieren, aber nicht aufnehmen sowie im Internet surfen oder E-Mails schreiben – zum Tippen erscheint auf dem Bildschirm eine Tastatur. Der Nachschub an Filmen oder Musik lässt sich bequem bei iTunes herunterladen. Darüber hinaus stehen im App-Store über 150.000 zusätzliche Programme zur Verfügung. Jedoch funktionieren nicht alle Anwendungen, die ursprünglich fürs iPhone programmiert worden sind, reibungslos auf dem iPad.

Im COMPUTERBILD-Test erhielt das iPad die Gesamtnote “2,78″. Das handliche Gerät ist einfach zu bedienen und mit 666 Gramm nicht zu schwer. Wie schon beim iPhone ist der Bildschirm besonders robust und kratzfest. Auch die Bildschirmqualität konnte überzeugen: Die Darstellung von Texten, Fotos und Videos ist detailreich und kontraststark, das Verhältnis schwarz zu weiß beträgt 689 zu 1. Auch die Helligkeit überzeugt mit maximal 382,98 Candelar je Quadratmeter und weicht – verteilt über die gesamte Displayfläche – nur um 4,3 Prozent ab. Damit bestätigt sich, dass das iPad auch mit Sonneneinstrahlung vergleichsweise gut zurechtkommt. Zum positiven Gesamteindruck trug auch die schnelle Startgeschwindigkeit des iPad von gerade einmal 23 Sekunden bei. Aus dem Bereitschaftszustand – mit einer Akkuladung maximal fünf Wochen – ist das iPad in zwei Sekunden betriebsbereit. Generell ließen sich alle Anwendungen (“Apps”) des Tablet-PC zügig starten. Die Laufzeit des 6613 Milliamperestunden (mAh) starken Akkus betrug bei intensiver Nutzung, beispielsweise beim Surfen im Internet, zwischen sechs und elf Stunden. Wird das iPad weniger stark gefordert, beispielsweise beim Musik hören, sinkt der Stromverbrauch auf 182 Milliampere – der Akku hält dann im Musikbetrieb 36 Stunden durch.

Dennoch hat das iPad noch Luft nach oben, vor allem in Sachen Ausstattung. Leider verfügt das Gerät weder über einen Schlitz für SD-Karten noch über eine USB-Buchse – eine Kamera für Schnappschüsse oder Videotelefonie fehlt ebenso. Sogar beim Surfen im Internet müssen Abstriche gemacht werden: Die weit verbreitete Animations- und Videotechnik Flash wird nicht unterstützt. Und wer kabellos im Internet surfen will, muss mit dem iPad vergleichsweise nah am WLAN-Router oder Hotspot sein. Der eingebaute, moderne N-Standard kann in puncto Reichweite und Datenrate vom iPad nicht vollständig umgesetzt werden. Bei geringem Abstand und nach nur einer Wand Abstand zum WLAN-Sender sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit auf maximal 17,52 Mbit pro Sekunde. Vergrößert sich der Abstand, kann die WLAN-Schnittstelle des iPad schnell zur Tempobremse werden.

Media-Center-PC

Tuesday, January 19th, 2010

Ein Media-Center-PC muss schick, leise und sparsam sein. Im Wohnzimmer ersetzt er mühelos Blu-ray- und DVD-Player, Festplattenrecorder, DVB-Receiver und mitunter auch die Spielkonsole. Das erspart dem Anwender eine Fülle verschiedener Fernbedienungen, berichtet das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 3/10.

Die neue Generation der Media-Center-PCs ist schick und geht bereits für 500 Euro über den Ladentisch. Auch in der unteren Preisklasse erwartet der Anwender aber einen leisen und sparsamen Rechner für sein Wohnzimmer. Deshalb setzen viele Hersteller auf den preiswerten Atom-Prozessor von Intel. Seine Rechenleistung ist zwar recht bescheiden, doch spielt er selbst hardwarehungrige Blu-ray Discs ab – vorausgesetzt, der Chipsatz von Nvidia mit einem GeForce-9000-Grafikkern ist vorhanden, der dem Prozessor einiges an Arbeit abnimmt. Bei extrem günstigen Angeboten sparen die Hersteller manchmal an versteckten Stellen: Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Prozessor zwei Kerne hat.

Als Software überzeugt das Media Center von Windows 7, das alle gängigen Funktionen zur Musik- und Videowiedergabe beherrscht, Fernsehen aufzeichnet und auf Online-Dienste zugreift. Auch für Linux gibt es passende Software. Für die Fernseh-Mitschnitte benötigt der PC eine TV-Karte, ein Blu-ray-Player sollte ebenfalls nicht fehlen.

“Media-Center-PCs sind nicht nur besonders vielseitig”, erläutert c’t-Redakteur Benjamin Benz. “Sie eignen sich auch zum Surfen im Internet und liefern bei Bedarf am schnellsten die Software für neue Codecs, um Musik oder Filme abzuspielen.” Im Test hat er fünf Geräte genau unter die Lupe genommen, von denen einige teilweise gefielen, aber keines richtig überzeugt hat. Wer die Mühen eines Eigenbaus nicht scheut, kann sich den idealen Media-Center-PC auch selbst zusammenbauen. c’t empfiehlt hierfür Komponenten, die das Budget nicht sprengen und trotzdem Spaß bringen.

Shuttle stellt X50 Barebone vor

Tuesday, June 23rd, 2009

All-in-One-PC selbst gemacht: Shuttle stellt X50 Barebone vor – Arbeitsspeicher und Festplatte können frei gewählt werden

Die Shuttle Inc., Marktführer im Mini-PC-Bereich und Hersteller von Multi-Form-Factor-Lösungen, liefert noch in diesem Monat den auf der Computex in Taipeh gezeigten All-in-One-PC X 5000TA als Barebone aus. Verbraucher können so selbst bestimmen, welche Komponenten in ihrem All-in-One-PC eingesetzt werden sollen.

Nun kommen auch Individualisten voll auf ihre Kosten. Mit dem Shuttle X50 Barebone liegt die Entscheidung über HDD oder SSD, 512 MB oder 2 GB DDR2-Speicher ganz beim Käufer des nur 3,6 cm dünnen Schmuckstücks.

Shuttle liefert das erstmals in Schwarz oder Weiß erhältliche Barebone mit Intel Atom 330 Dual-Core-Prozessor (2x 1,6 GHz), 15,6″ Touchscreen, einer 1,3-Megapixel-Webcam, Cardreader, Gigabit-LAN, WLAN (Draft-N), Stereo-Lautsprechern, Mikrofon und lüfterlosem 65-Watt-Netzteil aus.

“Durch die Markteinführung des X50 Barebone bietet sich Kunden die Möglichkeit, Shuttles All-in-One-PC noch flexibler den eigenen Wünschen anzupassen,” sagt Tom Seiffert, Head of Marketing & PR der Shuttle Computer Handels GmbH. “Für technikaffine Anwender ist der Bau in nur wenigen Schritten durchgeführt.”

Die ausführliche Einbauanleitung ist ein hilfreiches Werkzeug bei der Installation der fehlenden Komponenten oder beim Upgrade von Festplatte oder Arbeitsspeicher. Das Betriebssystem wird abschließend per USB-Laufwerk oder über das Netzwerk aufgespielt.

Das Shuttle X50 Barebone ist ab Ende Juni 2009 im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung von Shuttle liegt bei 429,- Euro (inkl. 19% MwSt.). Bezugsquellen können über den “Shuttle StoreLocator” shuttle.eu/buy abgefragt werden.

Nettop – Mini-Computer

Friday, February 20th, 2009

Nachdem die billigen kleinen Netbooks den Laptop-Markt umgekrempelt haben, sorgen jetzt die sogenannten Nettops für Furore. Die kompakten Tischrechner mit Intels Atom-Architektur sind nicht nur klein und leicht, sondern benötigen auch nur wenig Energie. Das schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 3/09.

Wie im Segment der Netbooks nimmt Asus auch bei den Nettops die Vorreiterrolle ein. Als erster Hersteller brachte er ein derartiges Gerät auf den Markt. Aber auch MSI und Shuttle warten mit Geräten auf, die allesamt zwischen 210 und 300 Euro kosten. Die kompakten Desktop-PCs verwenden die gleiche Architektur wie die Netbooks und sind alle mit Strom sparenden Atomprozessoren von Intel ausgerüstet.

Das IT-Profimagazin hat die drei ersten Modelle auf den Prüfstand gestellt. Wie bei gleichem Chipsatz und ähnlicher Ausstattung zu erwarten, unterscheiden sich die drei Nettops nur geringfügig. Während der Atom N270 in der Asus Eee Box B202 und der Atom N230 im MSI Gerät fast auf einem Niveau liegen, steigert der zusätzliche Kern des Atom 330 die Leistung im Shuttle-Gerät deutlich.

Der Asus Eee PC fällt durch sein schmales und schickes Design auf und ist nahezu geräuschlos. Mit einem Verbrauch von 25 Watt im Leerlauf und 30 Watt unter Last zeigt er sich als besonders genügsam. Nur der Stromverbrauch von 9 Watt im ausgeschalteten Zustand fällt negativ auf. Darüber hinaus bietet Asus DVI, aber nur vier USB-Anschlüsse. Außerdem muss man bei der Größe auf ein DVD-Laufwerk verzichten. Der Wind PC von MSI besitzt zwar all dies, braucht dafür allerdings ein recht großes und weniger schickes Gehäuse. Der Dual Core-Atom des Gerätes von Shuttle bringt in einzelnen Fällen das Doppelte an Leistung mit. Ein wenig störend ist hier das Geräusch des dauerhaft laufenden Lüfters.

“Wie der Test der NetPCs zeigt, muss der Anwender mit Einschränkungen leben”, fasst iX-Redakteur Ralph Hülsenbusch zusammen. Besonders zu beachten seien die Beschränkung auf eine maximal 160 GByte große Platte und fehlende Steckplätze. “Allerdings kann man mit etwas Eigeninitiative mehr aus den Netbooks herausholen. Beispielsweise gibt es bereits für unter 70 Euro das Board für die Atom-CPU von Intel im miniITX/miniATX-Format”, ergänzt der iX-Spezialist.

COMPUTERWOCHE-Interview mit IBM-Chef

Friday, March 7th, 2008

COMPUTERWOCHE-Interview mit IBM-Chef Martin Jetter: “Unsere Kunden wollen für Leistungen nicht mehr die hiesigen Preise zahlen”

Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland, sieht den hiesigen Standort wachsendem Druck ausgesetzt. In einem aktuellen Interview mit der IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE (Ausgabe 10/2008; computerwoche.de) sagt der IBM-Chef: “Die Arbeit geht dahin, wo sie wirtschaftlich am besten erbracht werden kann, beziehungsweise dorthin, wo letztlich auch das beste Know-how sitzt.” In vielen Bereichen beziehe IBM diese Fähigkeiten von anderen Standorten. “Auch aus dem Grund, weil unsere Kunden hier in Deutschland nicht mehr bereit sind, für diese Leistungen die hiesigen Preise zu bezahlen.” Es sei aber im Zuge des anstehenden Konzern-Umbaus nicht geplant, Arbeitsplätze zu streichen, beteuert Jetter. Zwar sei der Wettbewerb in Deutschland sehr aggressiv, aber “die Tatsache, dass wir eine Center-of-Excellence-Struktur haben, schafft und schützt Arbeitsplätze in Deutschland”.

Gefragt nach dem milliardenschweren IT-Projekt “Herkules”, das IBM und SBS (Siemens Business Services) für die Bundeswehr realisieren, zeigt sich Jetter trotz diverser Probleme in der Vergangenheit sehr zuversichtlich, fordert aber zugleich Geduld. Es sei ein mehrjähriger Vertrag und “es kommen noch etliche Jahre, in denen es sicher Höhen und Tiefen geben wird”. Deshalb wäre es verfrüht, schon jetzt in Euphorie zu verfallen “und zu glauben, es sei schon alles erledigt”, so Jetter gegenüber der COMPUTERWOCHE.