Posts Tagged ‘Rente’

Deutsche wollen nicht bis 67 arbeiten

Thursday, December 13th, 2007

Online-Umfrage des Karriereportals Monster:Lieber früher in die Rente, finanzielle Einbußen werden in Kauf genommen

Im März dieses Jahres hat der Bundestag die “Rente mit 67″ beschlossen. Eine Entscheidung, die vor allem bei den Arbeitnehmern für viele Diskussionen gesorgt hat. Eine Umfrage des Online- Karriereportals Monster hat nun ergeben, dass die Mehrheit der Angestellten nicht so lange arbeiten möchte, auch wenn dies mit finanziellen Einbußen einher geht. Dazu bekannten sich 42 Prozent der befragten Arbeitnehmer. 23 Prozent gaben an, dass sie keine andere Wahl hätten als bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten zu gehen, während zehn Prozent eine Altersteilzeitlösung in Betracht ziehen. Durch eine private Altersvorsorge möchte ein Viertel der befragten Angestellten verhindern, bis 67 arbeiten zu müssen.

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:

Ruhestand erst mit 67 Jahren – werden Sie tatsächlich so lange arbeiten?

- Ich werde unter keinen Umständen so lange arbeiten, auch wenn ich finanzielle Einbußen hinnehmen muss. 42% (599)

- Nein, ich sorge schon jetzt finanziell vor, so dass ich nicht so lange arbeiten muss. 25% (348)

- Ja, mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben. 23% (329)

- Ich werde wohl bis 67 arbeiten, allerdings überlege ich, eine Altersteilzeitlösung in Anspruch zu nehmen. 10% (140)

“Die Deutschen möchten ihr Leben im Alter selbst gestalten und trotz möglicher finanzieller Einbußen nicht so lange arbeiten, das hat die Umfrage gezeigt”, sagt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe von Monster Worldwide. “Verwunderlich dabei ist, dass sich anscheinend erst relativ wenige Angestellte privat um ihre Altersvorsorge kümmern. Hier muss noch viel Informationsarbeit geleistet werden. Denn mit der richtigen Kombination verschiedener Renten-Modelle ist es möglich, sich eine unterstützende Versorgung im Alter zu sichern.”

Tipps und ausführliche Informationen rund um das Thema Altersvorsorge liefert das Karriere-Journal unter inhalt.monster.de. Dort wird in der Rubrik “Gehalts-Ratgeber” erläutert, wie man die so genannte “Rentenlücke” – also den Bereich zwischen der gesetzlichen Rente und dem eigentlich benötigten Betrag – am besten schließen kann. Außerdem werden die verschiedenen Möglichkeiten der privaten und betrieblichen Vorsorge vorgestellt. Weiterführende Links und Buchtipps runden das Informationsangebot ab. Zudem können sich alle Interessierten zu diesem und weiteren Themen in der Monster Community unter foren.monster.de mit anderen Usern austauschen.

1.416 deutsche Arbeitnehmer haben zwischen dem 20. November und dem 4. Dezember 2007 an der Umfrage teilgenommen. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Die aktuelle Umfrage erhebt Daten zu der Frage: “Freuen Sie sich auf die Weihnachtsfeier?”.

Rente mit 67 ist Benachteiligung fuer Frauen

Tuesday, February 27th, 2007

Michael Sommer (DGB): “Rente mit 67 ist ein Benachteiligungsprogramm für Frauen”

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer unterstrich in der PHOENIX-Sendung “Unter den Linden” die ablehnende Haltung des DGB gegenüber der Rentenreform der Großen Koalition.

Die Reform gehe völlig an der gesellschaftlichen Realität vorbei. “Schon heute fehlen uns mindestens 800.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in der relevanten Altersgruppe”, so Sommer zu den Plänen der Regierung, das Renteneintrittsalter ab 2029 auf 67 Jahre anzuheben. Er bewundere Menschen die heute schon wüssten wie die Arbeitswelt in über 20 Jahren aussehe, so Sommer weiter. Schlussendlich sei die Rente mit 67 ein einziges Rentenkürzungsprogramm und benachteilige insbesondere Frauen ohne durchlaufende Erwerbsbiographie. In der gleichen Sendung unterstrich CDU-Generalsekretär, Ronald Pofalla die Entschlossenheit der Bundesregierung das Gesetz, wie heute vorliegend, am 9.März zu verabschieden, um damit endlich dem Trend entgegen zu steuern, dass “die Rentenzahlungen irgendwann unsere gesamte staatliche Finanzierung auffressen.”

Auch Sommer ist sich sicher, dass die Bundesregierung das Gesetz “durchpeitschen” werde. Der Widerstand des DGB aber werde trotzdem unvermindert weiter gehen, so Sommer.