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Adobe bringt Videobearbeitung ins Web

Saturday, February 24th, 2007

Das US-Unternehmen Adobe http://www.adobe.com hat angekündigt, seinen Kunden künftig onlinebasierte Videobearbeitung zu ermöglichen. Durch die Kooperation mit Photobucket http://photobucket.com wird das kostenfreie Angebot “Remix” direkt in die Foto- und Video-Sharing-Plattform integriert. Die Videoaufnahmen können dort mit Musik, Effekten, Übergängen und Titeln aufgebessert werden. Außerdem lassen sich Clips neu anordnen, zuschneiden und aufteilen. Dabei stehen dem User klassische Videoschnitt-Funktionen zur Verfügung, die einfach zu bedienen sein sollen. “Mit diesem Dienst richten wir uns an den klassischen Verbraucher, der grundlegende Funktionen in Anspruch nehmen will”, erklärt Alexander Hopstein, Adobe-PR-Manager für die CEE-Region, im Gespräch mit pressetext.

photobucket

Die Photobucket-Anwendung ist mit Flash realisiert und wurde mit Adobe Flex entwickelt. “Bei der Programmierung der Anwendung haben wir auf Funktionen von Adobe Premiere Elements zurückgegriffen und eine kleine, schlanke Flashapplikation gebaut”, sagt Hopstein. Das Angebot ist mit dem aktuellen Flashplayer 9 Browser-unabhängig nutzbar. Dazu sind keine weiteren Software-Downloads nötig, außerdem stelle sich die Frage nach der Kompatibilität der Arbeitsplattform nicht. Derzeit läuft der Service als öffentliche Beta-Version und steht jenen Premium-Kunden zur Verfügung, die für zusätzlichen Serverplatz bei Photobucket zahlen. Ab März will man den Dienst dann für alle 35 Mio. Photobucket-Mitglieder zugänglich machen.

Mit der Photobucket-Kooperation erweitert Adobe den Zugang zu seiner Videotechnologie, die in Produkten wie Adobe Premiere Elements und Adobe Premiere Pro zum Einsatz kommt. Adobe hat zudem angekündigt, weitere Kooperationen mit Online-Plattformen und Unternehmen im Medienbereich eingehen zu wollen. Die daraus resultierenden Serviceangebote sollen über Werbeeinnahmen finanziert werden und einfache Upgrade-Möglichkeiten auf Produkte wie Adobe Premiere Elements und Adobe Photoshop Elements bieten. Ähnlich wie Google mit seinem Online-Office-Paket geht auch Adobe den Weg Richtung Online-Anwendugen. Allerdings sei nicht alles Online realisierbar, beispielsweise sind non-lineare Schnittsysteme kaum im Web umsetzbar, schränkt Hopstein ein.

Die Vereinbarung mit Photobucket zeigt die Richtung, die Adobe von zukünftigen Partnerschaften erwartet, um Anwender dabei zu unterstützen, prägende Erlebnisse zu schaffen. “Indem wir den vielen Millionen Nutzern von Photobucket unsere Technologie für die Videobearbeitung zur Verfügung stellen, erweitern wir das Benutzererlebnis für diese engagierte Community enorm und helfen dabei, die Qualität und Vielfalt der veröffentlichten Inhalte zu verbessern”, sagt John Loiacono, Senior Vice President für den Bereich Creative Solutions bei Adobe. “Unser Ziel ist es, die leistungsfähigen Bearbeitungs- und Compositing-Werkzeuge von Adobe noch einfacher nutzbar zu machen, damit jeder hochwertige Videos im Web veröffentlichen kann.”

Aussender: www.pressetext.de

Weblink:
Adobe: Videobearbeitung über das Web
Zusammenarbeit mit Photobucket:
http://www.golem.de/0702/50696.html

Musiklabel stellt Gratis-Video-Downloads ins Internet

Tuesday, February 20th, 2007

Musikindustrie reagiert auf sinkende CD-Verkaufszahlen

Mit Suretone Records http://www.suretone.com geht ein Unternehmen der Universal Music Group in die Offensive und plant, in dieser Woche Videos von bekannten Popgrößen wie Weezer zum freien Download ins Netz zu stellen. Damit macht die Musikindustrie erstmals Schritte auf einem Terrain das lange als Tummelplatz für File-Sharing-Piraten galt, schreibt die New York Times (NYT). Die Videos werden ohne Kopierschutz, dafür aber unvollständig veröffentlicht. Konsumenten können die Hälfte der Filmsequenz sehen, ehe sie zur Website des Suretone-Labels weitergeleitet werden. Dort wird das komplette Video zu sehen sein, kombiniert mit parallel laufender Werbung.

Nach unzähligen Klagen gegen Musiktauschplattformen kommt der neu eingeschlagene Weg nicht ohne Grund zustande. Die Musikindustrie leidet seit Jahren unter der Internet-Piraterie. Im Jahr 2006 ging die Zahl der verkauften Alben um fünf Prozent zurück. Für den Januar 2007 berichtet Nielsen SoundScan http://www.soundscan.com sogar von einer Verschlechterung um 15 Prozent. Derartige Zahlen zwingen die großen Musiklabels wie die EMI Group zum Handeln, da auch die steigenden digitalen Verkäufe über kostenpflichtige Plattformen wie Apples iTunes den Verlust am CD-Markt nicht ausgleichen können. So fordern immer mehr Online-Anbieter inklusive dem Marktführer iTunes einen Verzicht auf den üblichen Kopierschutz. Trotz der entbrannten Diskussion zeichnet sich laut der NYT nicht ab, dass EMI künftig auf den Vertrieb von “freier” Musik umsteigen wird.

Dennoch hat die Suche nach neuen Vermarktungsmöglichkeiten über File-Sharing-Netzwerke begonnen: Das neue Album von Avril Lavigne soll nach einer Idee von RCA Records http://www.rcarecords.com mit kurzen japanischen Kult-Comics – Mangas – beworben werden. Selten stimmt ein Label einer unkontrollierten Veröffentlichung im Internet zu, weiß Terry McBride, Manager von Lavigne, für den die Mangas einen Vorlauf zur Vermarktung von kostenpflichtigen, hochqualitativen Videos der Sängerin darstellen. Sicher ist sich McBride, dass ein weiterer Rückgang der CD-Verkäufe ein Umdenken bei den Musiklabels bewirken wird.

Aussender: www.pressetext.at