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E-Learning liegt im Trend

Friday, December 7th, 2007

Aus insgesamt 29 eingereichten Beiträgen hat eine Jury aus Mitgliedern der Universität und Vertretern externer Einrichtungen wie der Badischen Zeitung oder der Medienbranche sieben Preisträger für den Medienpreis 2007 bestimmt.

Als Preise wurden ein Hauptpreis (10.000 Euro) für ein abgeschlossenes Projekt vergeben und fünf Förderpreise (je 5.000 Euro). Studierende konnten einen Sonderpreis erlangen, ein von der Firma System Integration Alexander gestiftetes Notebook von IBM/Lenovo im Wert von 1.200 Euro.

Der Beitrag “O3 – Eine integrierte E-Learning Plattform für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie” wurde von Herrn Dr. Martin Boeker aus dem Institut für Medizinische Informatik und Biometrie und em Studiendekanat der Medizinischen Fakultät eingereicht und errang der Hauptpreis. Die Plattform zeigt vorbildlich die Integration von E-Learning in fachspezifische Anforderungen der Lehrinhalte und der Lerngewohnheiten. Dass diese Erfolgreiche Implementierung gelang begründet sich auch darin, dass Studierende als Zielgruppe einbezogen wurden und eine Evaluation den Prozess optimieren half.

Ein Förderpreis ging an das Projekt “GAT-TO – Gesprächsanalystisches Transkriptionssystem Tutorial Online”, eingereicht von Pia Bergmann und Christine Mertzlufft vom Deutschen Seminar. Das zu entwickelnde Online-Modul soll Studierenden verschiedener Fachrichtungen das gesprächsanalytische Transkriptionssystem GAT theoretisch und praktisch näher bringen. Der Bedarf einer multimedialen Heranführung an das Thema ist deutlich vorhanden und wird das Produkt für viele Fachbereiche und Institutionen zu einer willkommenen Ergänzung des Ler-Lern-Materials werden lassen.

Aus dem Bereich der Medizin stammt das E-Learning Angebot “Lungenfunktion”, das ebenfalls einen Förderpreis erhielt. Prof. Dr. Joachim Müller-Quernheim und Prof. Dr. Stephan Sorichter aus der Medizinische Universitätsklinik (Abteilung Pneumologie) haben hier einen Lehrinhalt – auch auf Nachfrage und unter Beteiligung der Studierenden – multimedial aufbereitet und auf der Lehr-Lernplattform der Universität bereitgestellt.

Für die Sozialwissenschaften an der Forst- und Umweltfakultät hat Herr Dr. Achim Schlüter vom Institut für Forstökonomie das Projekt “SoWi CampusOnline” erfolgreich eingereicht und einen Förderpreis erhalten. Die Initiative soll die Nutzung der Lehr-Lernplattform intensivieren und vor allem die didaktischen Methoden erweitern, so dass der Onlinebereich mehr wird als nur ein “Datenschrank”. Interaktive Test, Veranstaltungsaufzeichnungen, intensive Forenarbeit und vieles mehr sollen in dieser Initiative für den Fachebreich erschlossen werden, so dass für die Dozierenden und für die Studierenden ein attraktives und lernförderndes E-Learning Angebot entsteht.

Mit “Mobil-GIS” soll in der Lehre der Forstwissenschaftlichen Fakultät Modernität Einzug halten. Nach der förderpreiswürdigen Idee von Tobias Ludwig aus dem Arbeitsbereich Wildtierökologie und Wildtiermanagement sollen in einer Standradlehrveranstaltung, in der Geländedaten erhoben werden, mobile Pocket-PCs mit einem minimalen geographischen Informationssystem (GIS) genutzt werden. Damit würde die Lehre zeitgemäß modernisiert, da heute weder Ingenieurwesen, noch Polizei oder Katastrophenschutz noch mit Papierkarten und Bleistiften im Gelände arbeiten; sie alle nutzen mobiles GIS.

Um Geodaten zu organisieren, analysieren und zu visualisieren und zudem darüber zu kommunizieren und gemeinsam Entscheidungen zu treffen benötigt es die “Kollaborative Geokommunikation”. Aus dem Institut für Physische Geographie haben Prof. Dr. Axel Drescher, Dipl.-Geogr. Stephanie Glaser und Dipl.-Geogr. Marco Lechner ein Projekt eingereicht, in dem online gemeinschaftlich Geodaten visualisiert, interpretiert und erzeugt werden können. Neben dem erleichterten Zugriff soll zudem die Nutzung vereinfacht werden, um Geodaten zu einem kommunizierbaren Inhalt werden zu lassen. Das spannende Vorhaben war der Jury einen Förderpreis wert.

Der Sonderpreis für Studierende ging an Peter Schmitt, der mit “Reviewd” ein Werkzeug für kollaboratives Lernen durch Lehren bereitgestellt hat. Vornehmlich sollen damit Programmiercodes auf einer Webplattform gemeinschaftlich kommentiert und weiter entwickelt werden. das Werkzeug ist bereits an der Universität im Einsatz und dies spricht für den Erfolg.

Der Medienpreis der Universität Freiburg wurde im Jahr 2007 zum vierten Mal vergeben. Ziel der Ausschreibung ist es, die Mediennutzung an der Albert-Ludwigs-Universität nachhaltig zu fördern. Gleichzeitig soll er die Bedeutung des Medieneinsatzes beim Lehren und Lernen an der Universität Freiburg hervorheben, die Qualität in diesem Bereich verbessern und die Mitglieder der Universität dazu ermuntern, Medien professionell einzusetzen. Mit dem Preis werden deshalb Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich um die Fortentwicklung der Mediennutzung an der Universität Freiburg verdient gemacht haben. Durch die Würdigung und Förderung von vorbildlichen Prozessen und Produkten wird auf lange Sicht die Basis für einen breiten und qualitativ hochwertigen Medieneinsatz an der Universität geschaffen.

Durch das öffentliche Interesse des Preises und die dadurch wachsenden Verbindungen zu außeruniversitären Einrichtungen wird ferner die führende Stellung der Universität Freiburg im Bereich der Neuen Medien betont.

Weitere Informationen zu den einzelnen Beiträgen finden Sie auf den Seiten der Koordinierungsstelle für Neue Medien: newmedia.uni-freiburg.de/go/mp07

Wikipedia siegt im Test gegen Brockhaus Online

Wednesday, December 5th, 2007

Wikipedia gehört neben Google zu den größten Recherche-Angeboten im Internet. Aber weil Wikipedia von ganz normalen Nutzern geschrieben wird, müssten sich, so Kritiker, in dem kostenlosen Online-Lexikon viele Fehler finden. Um dies zu überprüfen, ließ die Hamburger Zeitschrift stern Wikipedia von Experten des Recherche-Instituts “Wissenschaftlicher Informationsdienst Köln” untersuchen.

Das Online-Lexikon Wikipedia Für den stern-Test wurden 50 zufällig ausgewählte Einträge aus den Fachgebieten Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft, Kultur, Unterhaltung, Erdkunde, Medizin, Geschichte und Religion überprüft. Die fünf Kriterien Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit wurden mit Schulnoten bewertet. Wikipedia erzielte über alle Bereiche eine Durchschnittsnote von 1,7. Die Einträge zu den gleichen Stichworten in der kostenpflichtigen Online-Ausgabe des 15-bändigen Brockhaus (brockhaus.de/nachschlagen), die nach Verlags-Angaben “permanent aktualisiert” wird, erreichten lediglich eine Durchschnittsnote von 2,7.

Ob “Hartz IV”, “U2″, “Penicillin” oder “Moses”: Bei 43 Artikeln bekam Wikipedia bessere Noten als die Konkurrenz. Nur bei sechs Stichworten lag der Brockhaus vorn, in einem Fall erhielten beide Nachschlagewerke die gleiche Note.

Besonders gut schnitt Wikipedia in der Kategorie Aktualität ab. Beispiel: Während im Wikipedia-Artikel zu Luciano Pavarotti dessen Ableben bereits am Todestag vermerkt worden war, erwähnte der Brockhaus-Eintrag den Tod des Tenors selbst am 2. Dezember noch nicht. Der Literatur-Nobelpreis für die Schriftstellerin Doris Lessing, in Wikipedia längst beschrieben, fehlte beim Brockhaus zu diesem Zeitpunkt ebenso.

Überraschend siegte Wikipedia beim stern-Test auch in der Rubrik “Richtigkeit”. Angesichts der Tatsache, dass hier Freiwillige gratis gegen professionelle Redakteure antreten, war dies nicht zu erwarten.

Einzig bei der Verständlichkeit liegt der Brockhaus vorn. Einige Wikipedia-Artikel sind für Laien schlicht zu kompliziert, viele zu weitschweifig, urteilten die Tester. Die vollständigen Testergebnisse sind auf Anfrage in der Stern-Nachrichtenredaktion erhältlich

Neue Wissens-Community P.M. BesserWissen

Sunday, April 22nd, 2007

Für fast jeden von uns gibt es ein Wissensgebiet, in dem wir uns besonders fit fühlen. Das zeigt jetzt eine aktuellen forsa-Befragung im Auftrag von P.M.:

86 Prozent der Befragten geben an, sich in mindestens einem von 13 Wissensgebieten* gut oder besonders gut auszukennen. Dieses “Expertenwissen” wird von anderen geschätzt: 72 Prozent geben an, dass sie häufig oder ab und zu von Freunden und Bekannten um Rat gefragt werden.

Gerade die Jüngeren unter den Befragten können sich vorstellen, ihr Fachwissen nicht nur im persönlichen Umfeld, sondern auch in Internet-Communities Ratsuchenden zur Verfügung zu stellen (31 Prozent der 14-29jährigen “Experten”). Dies trifft überdurchschnittlich vor allem auf “Experten” bestimmter Wissensgebiete zu: Diejenigen Befragten, die von sich selbst sagen, sich beim Thema Computer/Internet, Mathematik/Statistik oder Technik besonders gut auszukennen, würden sich noch eher in Internet-Foren engagieren als andere. Frauen sind bei dem Thema insgesamt etwas skeptischer: Lediglich 12 Prozent der “Expertinnen” würden ihr Wissen im Internet zur Verfügung stellen, während jeder vierte männliche “Experte” dem nicht abgeneigt ist.

Für alle Internet-affinen Experten und Ratsuchenden gibt es ab sofort die große Wissens-Community P.M. BesserWissen. Die wissensbegeisterte und vielseitig gebildete Community lädt alle Nutzer mit Fachwissen aus den Bereichen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Technik, Astronomie, Mathematik oder Geschichte ein, ihre Expertise dort zu präsentieren und Antworten auf die vielfältigen Fragen der User zu geben.

So funktioniert P.M. BesserWissen:
Ratsuchende loggen sich unter http://besserwissen.pm-magazin.de kostenlos ein und schildern ihre Frage, die sie mittels Upload von Bildern oder Grafiken zusätzlich veranschaulichen können. P.M. BesserWissen schickt das Problem dann an Nutzer, die sich in diesem Themengebiet besonders auskennen. Nach einer festgelegten Regel erhalten die “P.M. BesserWisser” Bonuspunkte für ihre Erklärungs- und Lösungsvorschläge, die sie in einem vorab festgelegten Zeitraum abgegeben haben müssen. Je nach persönlichem Punktestand können sich die User über mehrere Stufen bis zum “Einstein” hocharbeiten.

Für P.M. befragte forsa 1.009 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren in Deutschland anhand eines strukturierten Fragebogens, Zeitraum: 5. und 10. April 2007.

*Abgefragt wurden die Wissensgebiete: Sport, Kultur, Politik,
Naturwissenschaften, Geschichte, Computer/Internet,
Medizin/Gesundheit, Sozialwissenschaft/Gesellschaft,
Mathematik/Statistik, Technik/Ingenieurwissenschaften, Psychologie,
Geisteswissenschaft/Philosophie, Astronomie.