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VoIP als Sparmoeglichkeit

Thursday, November 8th, 2007

VoIP als Sparmöglichkeit für Kunden alternativer Anbieter – Auch T-Home-Kunden können durch Nutzung von VoIP sparen.

Das Ziel von vielen Verbrauchern ist es, am Monatsende eine möglichst geringe Telefonrechnung in den Händen zu halten. Um dieses Vorhaben zu realisieren, nutzen sie entweder günstige Call-by-Call-Vorwahlen oder wechseln ihren kompletten Anschluss. “Entscheidet sich ein Nutzer für den Wechsel des Telefonanschlusses, kann er fortan kein Call by Call mehr verwenden. Er muss entweder zu den Konditionen des neuen Anbieters telefonieren oder alternativ für bestimmte Ziele die Internettelefonie, kurz VoIP, nutzen”, weiß Bettina Seute vom Onlinemagazin teltarif.de

Insbesondere bei Gesprächen, die nicht von einer gebuchten Telefon-Flatrate abgedeckt werden, wie Mobilfunk oder Ausland, kann es bei einem Telekom-Konkurrenten günstiger sein, auf einen VoIP-Anbieter zurückzugreifen. “Muss ein Kunde bei HanseNet für ein Gespräch in die Türkei 14,9 Cent pro Minute zahlen, sind es bei PBX-network 4,2 Cent pro Minute”, erläutert Seute ein Beispiel. Bei Gesprächen in die Mobilfunknetze liegt die Ersparnis mit 22 Cent zu 9,9 Cent pro Minute bei über 50 Prozent. Seit heute bietet der VoIP-Anbieter Carpo diesen Preis im Rahmen einer Mobilfunkoption für eine einmalige Einrichtungsgebühr von 3,95 Euro an.

Auch für Kunden, die beispielsweise aufgrund von Verfügbarkeitsproblemen bei T-Home bleiben, denen aber der Call-by-Call-Markt mit seinen regelmäßigen Tarifänderungen zu unruhig ist, bietet sich die Nutzung von VoIP an. Die Tarife sind zwar im Schnitt höher als im Call by Call, haben aber häufig eine längere Konstanz. “Nutzer können entweder einen günstigen VoIP-Anbieter wählen, bei dem eine Berechnung gemäß den geführten Gesprächen erfolgt oder sich für eine Festnetz-Flatrate entscheiden”, so Seute. Der Kunde muss für die Flat mit monatlichen Kosten ab 7,99 Euro rechnen. Einige Angebote beinhalten zudem noch eine gewisse Anzahl an Gesprächen ins Ausland.

Weitere Details zu aktuellen Minutenpreisen und Flatrates im Voice-over-IP-Bereich finden sich in der Meldung teltarif.de/voip-tarifvergleich oder sind im VoIP-Rechner unter teltarif.de/voiprechner individuell ermittelbar.

Nach 130 Jahre Festnetz immer mehr VoIP-Anschluesse

Friday, October 26th, 2007

Am 26. Oktober 1877 wurde in Berlin unter der Regie des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan das erste innerdeutsche Festnetz-Telefonat über eine Entfernung von rund zwei Kilometern geführt. Das Ereignis markiert zugleich den Beginn der einsatzfähigen Telefonie in Deutschland.

VoIP - Telefonie - Von Festnetz zu Voice over IP
130 Jahre Telefonie in Deutschland: Von Festnetz
zu Voice over IP. Grafik: indigo Networks GmbH

Nach 130 Jahren technologischer Dominanz steht diese eindrucksvolle Erfolgsgeschichte vor dem Aus. Anfang 2004 nahezu unbemerkt gestartet, erfolgt mit Voice over IP inzwischen auf breiter Front die technologische Wachablösung. Die neue Technologie verlagert Telefonie ins Internet, was zusätzlich die Netzkosten der Betreiber verringert. Den Kostenvorteil wandeln VoIP-Provider wie sipgate in günstige Tarife und kostenlose Gespräche um. Darüber hinaus macht die Verschmelzung von Internet und Telefonie neue Funktionen möglich. Das Festnetz ist seit ISDN dagegen technologisch ausgereizt.

VoIP-Anschlüsse bieten etliche bisher unbekannte Funktionen. So können beliebig viele Telefone an unterschiedlichen Standorten über einen Anschluss betrieben werden. Deren Registrierung im Anbietersystem erfolgt nach Installation automatisch via Internet. Darauf abgestimmt ist die Funktion ‘Parallelruf’. Sie stellt Anrufe zu allen Telefonen durch. Wo der Nutzer sich befindet, kommt das Gespräch zustande – zum Beispiel via VoIP-Handy im WLAN-Netz einer Kaffeebar. Zum Leistungsangebot gehören weiterhin mehrstufige Rufumleitungen, Web-Fax- und Web-SMS-Dienste. Auch die bisher fixe Ortsvorwahl wird flexibel. Telefoniert ein Münchner überwiegend nach Berlin, kann er sich per Einstellung die Vorabwahl der 030 sparen. Die Funktion ‘Click2Dial’ macht zudem auf Webseiten hinterlegte Telefonnummern per Mauscklick anwählbar.

Darüber hinaus wird mit Voice over IP der häusliche Telefonanschluss mobil. Ausgestattet mit einer Ortsrufnummer können Kunden des Düsseldorfers Anbieters sipgate mit entsprechender Hard- oder Software weltweit von jedem Internetzugang und WLAN-Hotspot aus telefonieren. Da der Kundenanschluss in Deutschland angemeldet ist, kosten Anrufe nach Deutschland genauso viel wie ein innerdeutsches Gespräch. Festnetz-Kunden sparen ebenfalls: Sie erreichen VoIP-Nutzer auch im Ausland unter der Ortsrufnummer zum Orts- bzw. Ferntarif.

Neue Endgeräte verhelfen dem Siegeszug der Internet-Telefonie zu weiterer Stärke. Ein eingeschalteter Computer ist nicht mehr erforderlich. Aktueller Trend sind Hybrid-Telefone, die Festnetz- und Internet-Telefonie unterstützen. Ausgehende Gespräche können so günstig per VoIP geführt werden, eingehende Telefonate werden weiter über den Festnetzanschluss zugestellt. Ein weiteres Konvergenzbeispiel sind Dual-Mode-Handys wie das Nokia ‘N95′. Mit diesem sind Nutzer unter der Mobilfunk- und der Ortsrufnummer des VoIP-Anschlusses erreichbar. Internet-Telefonie schafft damit das, was dem Festnetz nie gelang: Die stationäre in die mobile Telefonie zu integrieren.