Windows Vista optimieren mit ReadyBoost

“ReadyBoost” – Das Windows Vista Tuning-Tool unter der Lupe

Nachdem ich mir vor ein paar Tagen einen neuen Computer beim Media Markt gekauft habe, erfolgte dann auch ein Umstieg von Windows XP auf das neue Windows Vista von Microsoft.

Der neue PC, ein Intel Quad Core mit vier 2.40GHz Prozessoren, sollte ja eigentlich schnell genug laufen unter Vista. “Das Gerät ist ist eine Höllenmaschine”, meinte der Verkäufer. Daraufhin sagte ich dann “Ok, das kauf ich euch ab …”

Microsoft - Windows Vista Windows Vista war bereits vorinstalliert und nachdem ich alle meine notwendige Software wie Microsoft Office, Adobe Photoshop, Texte, Bilder, Videos, Spiele usw. auf den neuen Rechner gebracht hatte, fing ich an Windows Vista zu testen.

Vista lief mit dem “Quad Core” super schnell. Allerdings ist der PC “nur” mit 1024 MB Arbeitsspeicher ausgerüstet. Unter Windows XP reicht 1 GB RAM völlig aus – bei Windows Vista sollte es vielleicht doch eher 2 GB Arbeitsspeicher und mehr sein.

Als ich dann mehrere Anwendungen gleichzeitig offen hatte und zudem auch noch ein PC-Spiel aufrufen wollte, fing Vista an zu rödeln, d.h. es werden Dateien in die Windows Auslagerungsdatei verschoben. Das ratternde Geräusch nervt mit der Zeit. Mist, dachte ich, hätte ich doch gleich einen Computer mit mehr Arbeitsspeicher gekauft. Da es bereits Abends war, hatte ich keine Lust noch mal zum Media Markt zu fahren und zusätzlichen Arbeitsspeicher zu besorgen. Dann fiel mir das von Microsoft bei Windows Vista neu eingeführte Tool ReadyBoost ein.

ReadyBoost ist eine Technik, bei der u.a. die Windows Auslagerungsdatei und Systemdateien auf einer Art Cache zwischengespeichert werden. Hier verwendet man Flash-Speicher auf einem USB-Stick, einer SD-Card, oder einer anderen Art Flash-Speicher. Geringere Reaktionszeiten als die normale Auslagerungsdatei auf der Festplatte sollen dazu dienen die Systemleistung von Windows Vista erhöhen. Daraufhin habe ich beschlossen “ReadyBoost” mal zu testen. Ob es wirklich was bringt oder hat es nur einen Placeboeffekt?

Readyboost wird bei Windows Vista wie folgt eingerichtet, am Beispiel mit einem USB-Stick:

1) Nehmen Sie einen möglichst schnellen USB-Stick mit einer hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeit und mindestens 1 GB Speicherkapazität (256 MB Kapazität sind Mindestvoraussetzung). Die unterstützte Maximalgröße liegt bei 4 GB. Das USB-Gerät muss USB 2.0 unterstützen.

2) Löschen Sie allen Daten auf dem USB-Stick, am Besten mit formatieren in FAT32.

windows vista startleiste

3) Schließen Sie den USB-Stick an. Klicken Sie jetzt in der Windows-Startleiste auf:
   – Computer
   – markieren Sie das USB-Gerät mit der rechten Maustaste und klicken Sie auf “Eigenschaften”,

usb-stick waehlen

danach auf “ReadyBoost” und auf “Dieses Gerät verwenden”.

Windows prüft dann automatisch, ob der USB für den ReadyBoost verwendet werden kann und kopiert dann die Auslagerungsdatei auf den Cache.

readyboost vista

Hinweis: Den USB-Stick sollten Sie ausschließlich für den Ready-Boost verwenden. Ziehen Sie das Gerät auf keinen Fall aus dem Computer, solange Vista läuft, weil sonst Daten verloren gehen können. Im Bedarfsfall wählen Sie immer “Hardware sicher entfernen”.

Ergebnis:
Auf dem Testrechner mit 1024 MB RAM wurde zusätzlich 1830 MB freigemacht für den ReadyBoost auf dem USB-Stick. Ein merkbarer Geschwindigkeitszuwachs bei Anwendungen konnte nicht festgestellt werden, allerdings scheint Windows Vista tatsächlich etwas schneller in die Auslagerungsdatei schreiben zu können, wodurch das “rödeln” auf der Festplatte etwas nachlässt.

Fazit:
Ein “Wundermittel” ist der Windows Vista “ReadyBoost” nicht, also einen Geschwindigkeitsrausch sollten Sie damit nicht erwarten. Wenn möglich sollten Sie lieber in zusätzlichen Arbeitsspeicher investieren. Bei Computern mit wenig Arbeitsspeicher und wo aber eine Aufrüstung des RAM schlecht möglich ist, z.B. bei Notebooks, kann der “ReadyBoost” eine leichte Steigerung beim starten auf Ausführen von Programmen bringen.

5 Comments

  • Pierro says:

    Nein, ein Wundermittel ist Readdy Boost nicht, aber es bringt einiges an Performancezuwachs beim Spielen. Habs selbst getestet. Habe neuen Laptop, 4 GB Ram, nVidia 9800m gt,
    duo2 2,40 Ghz. und Vista 64 bit. Counter-Strike Opensource, BF2, CoD4 – alles ruckelt und nervt beim Zocken. Habe sämtlich unbenötigte Autostarteinträge und Dienste entfernt und deaktiviert – nix – ruckelt noch immer. Dann las ich über Ready Boost und es ist wesentlich besser geworden – kaum/kein Ruckeln mehr im Game.

    Ich hatte echt einiges getestet, sogar die Swap habe ich auf 8 GB vergrößert – was ja nahe lag. Erst das Ready Boost Feature in Vista gab mir die entscheidende Perfomance.

    Allerdings ist Ready Boost übern USB-Stick nur vorübergehend – werde mein RAM auf 8 GB erweitern.

    Gruß an alle Gamer multimedial Anwender – Ram ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr RAM ;o)

    Gruß Pierro

  • Cresse says:

    Ich zitiere:
    “Ein merkbarer Geschwindigkeitszuwachs bei Anwendungen konnte nicht festgestellt werden, allerdings scheint Windows Vista tatsächlich etwas schneller in die Auslagerungsdatei schreiben zu können, wodurch das “rödeln” auf der Festplatte etwas nachlässt.”

    Wundert mich aufgrund der “geringen” Datenrate am USB-Bus auch nicht. (Auch unter den USB-Sticks gibt es Geschwindigkeitsunterschiede)
    Der entscheidende Vorteil ist aber meiner Meinung nach der, dass mit ReadyBoost vor allem die Festplatte entlastet wird. Wenn die Auslagerungsdatei auf den Flashspeicher geschrieben wird, bleibt mehr Bandbreite für die Festplatte übrig. Somit kann das Spiel Spielstände schneller speichern, oder z.B. neue Inhalte laden (die nächste Map usw.).

    Jedoch schließe ich mich eurer Meinung an: Einen besonders großen Leistungsunterschied konnte auch ich nicht feststellen.

    Schöne Grüße
    Cresse

  • raudy says:

    @pierro
    du solltest dir mal ne schnellere festplatte besorgen, denn Ram kann man durch nichts ersetzen, außer durch eine schnellere platte (mindestens 7200U/min) oder ssd’s in deinem fall!!!

  • Bastian says:

    Also Ich habe Windows Vista Ultimate SP1 Installiert, Meine Pc Hardware

    >

    CPU: AMD Athlon 64 X2 5000 Dual Core (2x 2,7GHz)
    RAM: Qimonda (Infineon) 2x 1024MB DDR2 5200
    Graka: Nvidia GeForce 9600GT 512MB DDR3 PCI-Express Extented
    Mobo: MSI K9N Neo V3
    HDD`s: Samsung 250GB IDE, Seagate 200GB IDE

    Das System Geht Sehr Gut Ab Spiele Wie NFS Undercover Lassen Sich Flüssig Spielen (Im Spiel Alle Werte Auf Sehr hoch)
    Dabei Kann Ich Noch Gemütlich TV Schaun (Über Den DVB-T-Stick) Viele Anwendungen Wie z.b Den Windows Media Player
    Kann Ich Dabei Auch Laufen Lassen, Jedoch macht Es Sich Bemerktbar Das Vista Nicht Ganz So Gut Ist!, Viele Verschiedene
    Spiele & Programme, Funktionieren Nicht mehr u.a Es Kommen Fehlermeldungen (z.b.exe Hat Ein Problem Festgestellt)

    Fazit: Windows Vista Ultimate SP1, Optik Sehr Gut, Leistung Mittel, Der Preis Ist Viel zu Hoch!!

  • Sigi says:

    Hi Leute,

    Readyboost wird von den meisten Usern leider andauernd falsch verstanden. Es dient nicht dazu den RAM zu erweitern, auch nicht, um die Festplatte zu entlasten. Es dient rein dazu, die Reaktionszeit der Festplatte zu verringern. Alles was auf dem USB-Stick landet, wird auch auf die Festplatte geschrieben, damit keine Daten verloren gehen, wenn dem User einfällt, er muss den USB-Stick entfernen. Auf dem Stick werden Programmteile zwischengespeichert, die oft benutzt werden. Darum arbeitet der Stick hauptsächlich beim Starten und Beenden von Programmen.
    Der Einzige Vorteil des USB-Stick ist, dass er sehr schnell auf Daten zugreifen kann. Im Gegensatz dazu muss die Festplatte erst den Lese-/Schreibkopf an die Position setzen, wo sich die Daten befinden und verschwendet damit wertvolle Millisekunden. Diese Zeit kann der USB-Stick überbrücken. Dadurch reagieren alle oft benutzten Anwendungen schneller und Vista wirkt an sich “frischer”. Weder RAM noch Festplatte werde dadurch ersetzbar (Ram ist wesentlich schneller als Festplatte/USB-Stick; Festplatte speichert dagegen dauerhaft große Datenmengen).
    Damit Readyboost aber richtig gut arbeiten kann ist eine Größe von 1:1 von Ram und Stick von Microsoft empfohlen und je schneller der Stick schreiben/lesen kann umso besser. Ich kann hier den “OCZ Rally2 Turbo” wärmstens empfehlen. Will hier keine Werbung machen, aber mit dem Stick bin ich hoch zufrieden und ist momentan der schnellste auf dem Markt.

    Hoffe zum besseren Verstehen bei gewirkt zu haben.
    Gruß