Archive for the ‘Auto’ Category

Kein “i-Car” von Volkswagen und Apple?

Wednesday, December 5th, 2007

Nach Apple iPod und iPhone nun anscheinedend doch kein Apple-VW – “i-Car” von Volkswagen und Apple kommt ins Schleudern!

Die Sondierungsgespräche über eine Kooperation des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns mit dem US-Computerhersteller Apple geraten nach Informationen des Wirtschaftsmagazins ‘Capital’ (Ausgabe 26/2007, EVT 6. Dezember) ins Stocken. Im September hatte sich VW-Vorstandschef Martin Winterkorn mit Apple-Chef Steve Jobs zu vertraulichen Gesprächen in Kalifornien getroffen. In diesem Zusammenhang wurde über die Entwicklung eines so genannten “i-Car”, einem mit Apple-Produkten ausgestatteten Kompaktwagen, spekuliert. VW hatte die Gespräche bestätigt. “Das Projekt wackelt”, erfuhr ‘Capital’ aus Unternehmenskreisen. Wie es heißt, führten auch auch andere Autohersteller mit Apple Gespräche über Kooperationen.

Biodiesel fuer Transporteure zunehmend uninteressant

Monday, May 14th, 2007

Alternative im Abseits? Der schwindende Steuervorteil macht Biodiesel für Transporteure zunehmend uninteressant

Noch vor kurzem wurden Biodiesel und Rapsöl als günstige Alternativen zu herkömmlichen Kraftstoffen gefeiert. Doch der schwindende Steuervorteil setzt dem Biodiesel zu – ein Schicksal, das nach Recherchen der VERKEHRSRUNDSCHAU auch das Rapsöl treffen könnte. Die VERKEHRSRUNDSCHAU erscheint im Verlag Heinrich Vogel.

Für Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat die mobile Zukunft bereits begonnen: Er kann für seine Dienstreisen ein Brennstoffzellen-Fahrzeug nutzen – und unterstützt die Investitionen in diese futuristische Antriebstechnologie, bei der Deutschland führend ist. Weniger rosig sieht es für die bereits heute allgemein verfügbaren Kraftstoffalternativen aus: Die Beliebtheit von Biodiesel bei Transportunternehmen sinkt mit dem Grad der Steuervergünstigung, vor allem die gepressten Raps- und Soja-Öle haben es zunehmend schwer.

Die Entwicklung für Raps- und Sojaöle ist schwer einzuschätzen: Einerseits prognostiziert das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) “eine steigende Nutzung durch Transportunternehmen”. Doch von den vom BAG befragten Unternehmen befürchten viele, dass die Pflanzenöle das gleiche Schicksal ereilen könnte wie Biodiesel. Der Rohstoff wäre zwar vorhanden – die Anbauflächen vergrößern sich stetig. Doch wer die finanziellen Vorteile des Biokraftstoffs nutzen will, muss möglichst bald umstellen. Denn mit der geplanten Erhöhung der Mineralölsteuer auf Biokraftstoffe wird laut BAG-Untersuchung “der Absatzmarkt für den Biodiesel vollständig einbrechen.” Das Image von Rapsöl als Kraftstoff leidet auch aus anderen Gründen: Bei Lkw kostet die Umrüstung laut BAG zwischen 3.500 und 5.200 Euro. Gleichzeitig werden die Serviceintervalle kürzer – und manche Hersteller verweigern noch immer die offizielle Freigabe.

Probleme anderer Art mit dem pflanzlichen Dieselersatz sieht Dr. Ing. Axel Friedrich vom Umweltbundesamt. Der Abteilungsleiter für Verkehr, Lärm und Transport betrachtet Kraftstoffe der ersten Generation wie das Rapsöl mit großer Skepsis: Es lägen noch keine hinreichenden Studien über die Kohlendioxidbilanz des Rapsölanbaus vor. Außerdem stellen ihn auch die Emissionswerte des Diesel-Ersatzes nicht zufrieden. So hält Friedrich derzeit sparsameres und weniger Fahren für die “einzige Lösung”, die wirklich umweltfreundlich ist.

Ein “Marshallplan” fuer die deutsche Autoindustrie

Monday, April 2nd, 2007

Nach drei Monaten intensiver Klimaschutzdiskussion bleibt Ernüchterung: Nirgendwo in Europa wurde so vehement über die Notwendigkeit von konkreten Maßnahmen verlautbart wie in Deutschland. Politik und Wirtschaft stellten sich verbal an die Spitze der Umweltschutzbewegung, aber ihre Ankündigungen haben eine Halbwertszeit von wenigen Tagen. Beliebtes Muster: je ferner die Jahreszahl, desto mutiger die Forderung.

Auch in anderen europäischen Staaten wurde in den vergangenen Monaten und Jahren über den Klimaschutz debattiert. Aber es wurde dort – im Gegensatz zu Deutschland – auch gehandelt. Während die Bilanz in Deutschland deprimierend ausfällt, Beschlüsse finden bisher nicht statt, schaffen andere EU-Staaten Anreize zur Produktion und zum Kauf klimaverträglicherer Autos durch eine Mischung von steuerlichen Anreizen und ausgezahlten Zuschüssen für besonders verbrauchsarme Pkw einerseits und hohen Strafsteuern für Klimakiller andererseits:

- Belgien gewährt beim Kauf von besonders verbrauchsgünstigen
 Pkw bis zu 4.270 EUR Steuervorteil.
- In Frankreich gilt für Firmenwagen eine mit dem CO2-Ausstoß
 überproportional ansteigende Steuer. So kostet ein Toyota Prius
 mit 104 g CO2/km ganze 208 Euro, ein Porsche Cayenne Turbo
 mit 358 g CO2/km aber 6.802 EUR
- In den Niederlanden werden Hybrid-Pkw mit bis zu 6.000 EUR
 subventioniert und Fahrzeuge mit einem erhöhten CO2-Ausstoß
 mit einer Strafsteuer belegt
- In Portugal hat die CO2-bezogene Zulassungssteuer für Pkw mit zu
 den europaweit niedrigsten CO2-Werten bei Pkw-Neuwagen geführt.
 Ein Renault Twingo 1,2 mit 118 g CO2/km kostet 48,38 EUR, ein VW
 Touareg V10 TDI mit 333 g CO2/km hingegen mit 11.388,60 EUR mehr als
 das 200-fache.

Ähnlich wirksame Instrumente hat die deutsche Automobilindustrie hierzulande regelmäßig erfolgreich verhindert. Auch die derzeit diskutierte Umstellung der hubraumbezogenen Kfz-Steuer auf CO2-Basis droht zu einem Rohrkrepierer für den Klimaschutz zu werden: Das augenblicklich diskutierte Modell mit einem linearen Verlauf der Steuer führt zu keiner wirksamen Lenkungswirkung. Bei vielen Motoren mit großem Hubraum führt es sogar zu einer Senkung der Kfz-Steuer gegenüber heute.

Die Deutsche Umwelthilfe zieht daraus den Schluss, dass die verbindlichen Klimaschutz-Zusagen der Automobilindustrie gegenüber der Europäischen Union für 2008 ohne Hilfestellung von außen nicht erreicht werden. Die DUH hat deshalb in den vergangenen Wochen einen “Marshallplan” für die deutsche Automobilindustrie erarbeitet, mit dem die Branche sofort und in ungewohnter Weise beschleunigen kann: In Richtung Sprit-Effizienz.

Mit einer Reihe erprobter und im In- und Ausland bewährter rechtlicher Instrumente und Finanzanreize für den Verbraucher, mit “kreativen Aktionen” und schließlich einer aussagekräftigen Kennzeichnung von Spritfressern will die DUH ihren Beitrag zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit und langfristigen Wirtschaftskraft deutscher Autobauer leisten. Der “Marshallplan” soll den Autobauern ermöglichen, ihre Zusagen einzuhalten und gleichzeitig den Herausforderungen des künftigen Weltmarkts gerecht zu werden. Ein ehrgeiziges Ziel ist zu erreichen: Um 32,5 g ist der durchschnittliche Ausstoß an CO2 pro km der in Deutschland neu zugelassenen Pkw bis Ende 2008 zu senken.

Die zentralen Elemente des “Marshallplans” sind:

II  Unmittelbar durch die DUH durchgeführte Maßnahmen

- Verbraucherkampagne für den Kauf effizienter Pkw (Kleinwagen < 120
 g CO2/km, Mittelklasse <140 g CO2/km, Oberklasse und
 Familienfahrzeuge < 160 g CO2/km) – intensive Autokaufberatung
 zusätzlich durch den Verkehrsclub Deutschland (VCD), Start der
 Aktion unmittelbar nach Ostern.
- Bundesweite Kennzeichnung von SUVs und anderen vorsintflutlichen
 Pkw mit dem Aufkleber “Ich bin ein Klimakiller”. Diese Aktion
 richtet sich an alle Umweltgruppen und engagierte Bürger mit
 Internetzugang. (Download des Aufklebers unter www.duh.de zur
 Kennzeichnung von SUVs und sonstigen Pkw über 210 g CO2/km). Die
 DUH weist ausdrücklich darauf hin, dass keinesfalls diese Aufkleber
 ohne Zustimmung der Fahrzeughalter angebracht werden dürfen. Sie
 müssen vorher selbstverständlich freundlich gefragt werden, ob sie
 mit der Kennzeichnung einverstanden sind.
- Klimafreundliche Beschaffungsrichtlinien für den Kauf von Firmen-
 bzw. Dienstfahrzeugen – die DUH wendet sich in diesem Frühjahr an
 alle Kommunen, Landes- und Bundesverwaltungen sowie an über 3.000
 Firmen. Aufforderung und Hilfestellung, bei Neuanschaffungen im
 Schnitt unter 140 g CO2/km zu bleiben und keinesfalls Pkw über 210
 g CO2/km zu kaufen oder zu leasen, Veröffentlichung der besten
 Beispiele im Internet.
- Warnung vor Pkw mit falschen Verbrauchsangaben – die DUH stellt
 vermehrt fest, dass die tatsächlichen Spritverbräuche oft um bis zu
 40% über den offiziell angegebenen liegen. In der Vergangenheit
 waren dafür u.a. Manipulationen in der Motorenelektronik
 verantwortlich, d.h. das Fahrzeug hat z. B. erkannt, wenn es auf
 einem Prüfstand getestet wurde.
- Intensivierung der Überwachung und Verfolgung von Verstößen bei der
 Kraftstoffverbrauchs-Kennzeichnung. Nach wie vor weigern sich viele
 Fahrzeughersteller, die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben in
 ihrer Werbung zu machen. Die DUH wird ihre Überprüfung und ggf.
 Verfolgung von Verstößen vor Gericht intensivieren.
- Forderung von Rückrufaktionen zu den Pkw-Modellen, die außerhalb
 des Testzyklus extreme Anstiege der CO2-Emissionen und sonstiger
 Abgas-Emissionen aufweisen, wie z. B. beim PT Cruiser von Chrysler.
- Fortschreibung der Dienstwagentabelle deutscher Bundes-, Landes-
 und Kommunalpolitiker. Erfreulicherweise kündigen immer mehr
 Politiker an, dem Beispiel von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas
 bzw. des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zu folgen. Wir
 werden über die TOPs und FLOPs regelmäßig berichten.

   III  Von der Politik zu treffende Maßnahmen

Es kann nicht sein, dass keine wirksamen Maßnahmen seitens der
verantwortlichen Bundes- und Landesregierungen getroffen werden, um
den deutschen Autobauern das Erreichen ihrer Zusage zu ermöglichen.
Dies wäre eine Form “unterlassener Hilfeleistung”. In der Medizin ist
dieses zu Recht strafbar:

- Beendigung der absurden Subventionierung von Pkw mit bis zu 49%
 des  Kaufpreises, unabhängig vom CO2-Ausstoß. So gewährt der
 Finanzminister beim Kauf eines BMW der 7er Baureihe mit 330 g
 CO2/km eine Subvention von 61.000 EUR (Kaufpreis 125.000 EUR).
 Kein Wunder, dass derzeit gerade die übermotorisierten Limousinen
 und  SUVs fast ausschließlich als Dienst- und Firmenwagen
 angeschafft werden.

- Umstellung der Kfz-Steuer auf Abgasstufen und CO2, Schaffung von
 finanziellen Anreizen für Pkw mit besonders niedrigen CO2-Werten,
 starker Anstieg der Kfz-Steuer bei Fahrzeugen oberhalb von 140 g
 CO2/km, zusätzlicher überproportionaler Anstieg der
 Strafbesteuerung oberhalb von 210 g CO2/km.

- Generelles Werbeverbot für alle klimaschädlichen Pkw in Anzeigen
 und TV-Spots nach dem Muster des Zigarettenwerbeverbots. Die DUH
 schlägt vor, für alle Pkw mit Werten von über 210 g CO2/km ein
 Werbeverbot auszusprechen.

- Umstellung der Verbrauchskennzeichnung auf Effizienzklassen nach
 dem Muster der Haushaltsgroßgeräte. Nach einer Ankündigung von
 Verkehrsminister Tiefensee im Februar 2007 scheint derzeit niemand
 in den dafür zuständigen Bundesministerien ernsthaft an dieser
 bereits seit Jahren von der DUH geforderten verbraucherfreundlichen
 Kennzeichnung zu arbeiten.

- Ersatz der derzeitigen Klimaanlagen durch effizientere Technik mit
 CO2 als Kältemittel, z. B. durch eine verbindliche Vereinbarung mit
 der deutschen Automobilindustrie. Das Treibhauspotenzial von CO2
 als Kältemittel ist um den Faktor 1.420 niedriger als das des
 heutigen, klimaschädlichen Kältemittels R134a.

- Einführung eines allgemeinen Tempolimits von 120 km/h auf Autobahnen
 Ein Tempolimit in Deutschland wird neben weniger Unfalltoten und
 dem direkten Klimaeffekt zu einer veränderten Modellpolitik mit
 weniger leistungsstarken und damit weniger spritdurstigeren Motoren
 und leichteren Fahrzeugen führen. (“Deutsche Umwelthilfe e.V.”)

Kfz-Steuerplaene von Minister Tiefensee

Tuesday, February 20th, 2007

Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentiert zu den neuen Kfz-Steuerplänen von Minister Tiefensee:

Der Klimawandel hat auch die Regierungspolitik erfasst. Also wandelt sich so manch fest gefügte Einstellung. Weshalb der Verkehrsminister eine andere Kfz-Steuer ankündigt. Das bringt Lob. Auch wenn er sich vorher hätte intensiver mit dem Finanz- und dem Umweltminister abstimmen können. Von den Ländern ganz zu schweigen   die diese Steuer kassieren.

Aber können sich Minister von Bund und Ländern der Idee in diesen Zeiten widersetzen? Sie sollten es. Zumindest so lange, bis daraus ein schlüssiges Konzept geworden ist. Wer nämlich alles will, wird nichts bekommen. Oder sehr wenig. Klima schützen, Verbrauch senken, aber aufkommensneutral und sozialverträglich das wird schwer.

So ist zu diskutieren, ob man wegen der technischen Probleme und der Handhabbarkeit einer Steuer nach Schadstoffausstoß nicht doch nur die Kfz-Steuer abschafft. Um die Mineralölsteuer, die ja zum Teil Ökosteuer heißt, zu erhöhen. Denn wer viel fährt, verursacht viel Dreck.

CO2-Besteuerung ja – aber schrittweise

Tuesday, February 20th, 2007

VdTÜV Verband der TÜV e.V. zur geplanten Kfz-Steuer Reform

Der VdTÜV begrüßt die Pläne des
Bundesverkehrsministeriums, den CO2-Ausstoß bei Kraftfahrzeugen durch
eine Neuordnung der Kfz-Steuer zu senken. Allerdings darf es dabei
nicht zu einer Benachteiligung von Fahrern älterer Fahrzeuge kommen.

Deshalb schlägt der VdTÜV vor, die positiven Erfahrungen aus der
Einführung der schadstoffbezogenen Besteuerung in den Klassen EURO 1
bis EURO 4 seit 1992 zu nutzen. Neufahrzeuge mit niedrigem
CO2-Ausstoß sollten gezielt gefördert werden, gleichzeitig aber bei
dem bestehenden Fahrzeugbestand eine CO2-Steuerkomponente eingeführt
werden, um die sich die Hubraumbesteuerung reduziert. Die
angestrebten Schadstoffklassen EURO 5 und 6 bieten die Möglichkeit,
den CO2-Ausstoß mit zu berücksichtigen.

Auf diese Weise lässt sich der vom Bundesverkehrsminister geplante
Übergang von der der Kfz-Steuer vom Hubraum auf Schadstoffe und CO2
schrittweise gestalten, ohne dass es unterm Strich zu einer höheren
finanziellen Belastung der Autofahrer kommt.