Archive for the ‘PC-Spiele’ Category

Killerspiele – Guenther Beckstein angezeigt wegen Beleidigung

Wednesday, March 7th, 2007

Ein Leser der Zeitschrift “PC-Action” hat den bayerischen Innenminister wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung angezeigt. Grund war Becksteins Äusserung, dass man Killerspiele mit Kinderpornographie gleichsetzen müsse.

Die Staatsanwaltschaft Köln soll die Strafanzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede und Volksverhetzung inzwischen bestätigt haben. Herr Beckstein hatte mehrmals und in verschiedenen Medien die Gleichstellung von Computerspielen mit Kinderpornografie gefordert. Des Weiteren würden Spieler durch die Spiele zu Mördern ausgebildet und seien tödliche Zeitbomben. Damit hat er mich und etliche Millionen Menschen in diesem Land mit Kinderschändern und Psychopathen gleichgestellt!”, so der PC ACTION-Leser.

Eine Stellungnahme seitens des bayerischen Innenministeriums blieb bisher aus.

Weblinks:

Bericht bei “PC-Action”:
http://www.pcgameshardware.de/?article_id=566860

Panorama-Redaktion verteidigt “Killerspiele”-Beitrag:
http://www.golem.de/0702/50740-2.html

Stellungnahme NDR Panorama zum Beitrag Killerspiele

Sunday, February 25th, 2007

Eine Sendung des NDR Magazins “Panorama” hatte in den vergangenen Tagen für Aufregung in der Gamer-Szene gesorgt. Es ging hierbei um “Killerspiele im Internet”, u.a. um das PC Spiel “Call of Duty”. Danach hat der NDR anscheinend eine Vielzahl von Emails mit Anfragen bekommen.

Hier jetzt eine Stellungnahme zum Beitrag “Killerspiele” aus dem Panorama-Forum:

Quelle: http://daserste.ndr.de/de-forum/thread.jspa?threadID=62&tstart=0

[Anfang Stellungnahme im Panorama Forum]

PANORAMA, Antwort zu den Einträgen zum Beitrag “Killerspiele im Internet” vom 22.02. – Geschrieben am: 23.02.2007 16:33

Sehr geehrte Zuschauer/in,

da wir zu unserem Beitrag „Killerspiele im Internet“ eine Vielzahl von e-mails bekommen haben, können wir leider nicht jede einzelne Anfrage persönlich beantworten. Wir möchten versuchen, die wichtigsten Fragen, Anregungen oder Kritikpunkte in dieser Antwort-Mail zu berücksichtigen.

1. In unserem Beitrag geht es nicht darum, generell Computerspiele zu verunglimpfen oder ein generelles Verbot zu fordern. Es geht um die politische Verbotsdebatte sog. Killerspiele, die die „Jagd und das Töten von Menschen oder menschähnlichen Avantaren in besonders brutaler Form“ zum Inhalt haben.

2. In unserem Beitrag wurde auch über „Call of Duty“ berichtet. Wir haben im Text sehr deutlich gemacht, dass es sich dabei um die „Internet-Version“ handelt, in der sog. Clans gegeneinander antreten können. Auch die von uns befragten Spieler haben dabei geschildert, dass in dieser Online-Variante Rollen wie „Nazis, Amerikaner oder Russen“ gespielt werden können. In einem der von uns gezeigten Internet-Mitschnitte haben Amerikaner gegen Deutsche gekämpft. Dort kann auch die Version “Death Match” gespielt werden, „möglichst viele Menschen zu töten“.

3. Wir haben im Bezug auf Call of Duty deutlich gesagt, dass man Zusatzmodifikationen wie Hakenkreuze oder SS-Runen über das Internet downloaden kann. Und zwar illegal! Das heißt, derartige Symbole sind in der deutschen Originalfassung des Herstellers nicht enthalten. In der amerikanischen oder britischen Variante hingegen sehr wohl.

4. Call of Duty wird vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gespielt. Niemand hat platt behauptet, dass User durch dieses Spiel zu Rechtsextremen würden. In unserem Beitrag sind zu Call of Duty zwei Positionen zu Wort gekommen. Der „Spieler“ macht deutlich, dass der politische Hintergrund für ihn keinerlei Bedeutung hat, und der Interviewpartner der Internetsicherheitsfirma hat seine Meinung zu Ausdruck gebracht, dass durch dieses Spiel der Zweite Weltkrieg verharmlost würde. Wir halten eine Diskussion darüber für absolut zulässig und angemessen, zumal beide Positionen gehört wurden.

5. Im Bezug auf GTA – San Andreas haben wir im Text deutlich daraufhingewiesen, dass die gezeigt Spielvariante nur illegal über das Internet mit Sex-Szenen erweitert werden kann. Zitat: „Was man nicht an der Ladentheke kaufen kann, kann man sich problemlos aus dem Internet herunterladen“. Auch die Zusatzpatches für gewaltsame sexuelle Handlungen sind problemlos herunterzuladen, auch wenn wir diese nicht im Detail gezeigt haben. Deutlich wird dadurch auch, dass die offizielle Handelsvariante diese Szenen nicht enthält.

6. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass in unserem Beitrag nicht über die Wirkung sog. Killerspiele diskutiert wurde. Wir haben nicht behauptet, dass Spieler, sog. „Ego-Shooter“, automatisch zu „Amokläufern“ würden oder auch im realen Leben zu den Waffen greifen.

Wir hoffen, damit auf die wichtigsten Fragen / Kritikpunkte eingegangen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion

[Ende Stellungnahme im Panorama Forum]

Weblinks:

NDR Panorama
http://daserste.ndr.de/panorama/

Beitrag von “Panorama” heizt Verbotsdebatte
um “Killerspiele” an
http://www.golem.de/0702/50714.html

Medienunternehmen locken mit Online-Games

Sunday, February 18th, 2007

Immer mehr klassische Medienunternehmen setzen auf Online-Games, um ihre Werbeeinnahmen zu steigern. Aufgrund der derzeitigen Popularität von Internet-Spielen bei Erwachsenen scheint dies für viele eine lohnende Methode zu sein, die Zugriffszahlen auf den Webseiten zu erhöhen und infolge mehr Geld mit Anzeigenkunden zu machen.

Kürzlich erst hat der US-Medienkonzern Hearst, Herausgeber von Cosmopolitan, die Zeichen der Zeit erkannt und einen Kooperationsvertrag mit dem Games-Entwickler Arkadium abgeschlossen. Die Partnerschaft ermöglicht Hearst, eine Reihe an bekannten Spielen auf den Webseiten seiner Magazine anzubieten. Auch CBS hat bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen und lockt mit Online-Games.

Auch hierzulande bieten viele große Medienhäuser eine reichhaltige Auswahl an Games an. Das Magazin News beispielsweise setzt auf seiner Homepage http://www.networld.at aktuell verstärkt auf Skisport-Spiele. “Uns geht es bei den Gaming-Angeboten eigentlich nicht um den Traffic auf der Webseite, denn den haben wir sowieso”, zeigt sich Hannes Neumayer, Gesamtleiter von networld.at, ganz selbstbewusst im pressetext-Gespräch. Vielmehr wolle News den Nutzern ein Rundum-Paket zur Verfügung stellen, zu dem auch dieser Bereich zähle. “Uns wurde früher häufig unterstellt, dass die hohen Zugriffszahlen auf unserer Webseite nur auf das Spiele-Angebot zurückzuführen sind. Mittlerweile haben die detaillierten Zahlen der Österreichischen Web-Analyse (ÖWA) http://www.oewa.at aber bewiesen, dass unsere redaktionellen Inhalte in erster Linie für den Web-Traffic verantwortlich sind”, so Neumayer.

Laut Forrester-Studien ist etwa die Hälfte der Internet-Gamer zwischen 30 und 59 Jahre alt und die Spiele bei Frauen wie bei Männern gleichermaßen beliebt. Ganz oben im Popularitätsranking liegen derzeit Sudoku und Solitär. Bislang haben Gaming-Fans spezielle Webseiten aufgesucht, um ihrem Hobby zu frönen, dieser Trend beginnt sich nun langsam zu ändern. Mittlerweile nutzen auch viele TV-Sender Online-Spiele, um ihre Zugriffszahlen zu steigern und gleichzeitig ihr Fernsehprogramm zu promoten. In Österreich zum Beispiel hat der Öffentliche Rundfunk in den vergangenen drei Wintern mit seiner Ski-Challenge http://skichallenge.orf.at/sc07  ganz besonders große Erfolge eingefahren. Der US-Sender ABC betreibt ein eigenes Online-Game zur beliebten TV-Serie Lost und NBC bietet den Usern eine Auswahl an Glücksspielen an.

Die Medienkonzerne hoffen so Werbekunden an Land zu ziehen, die normalerweise an Online-Games nicht interessiert sind. Mit der Verbreitung von Internet-Spielen unter einem Massenpublikum und der Abkehr vom klassischen Gamer-Stereotyp könnte das tatsächlich gelingen. “Bei networld.at nutzen derzeit etwa 15 bis 17 Prozent aller Besucher das Angebot von Online-Spielen”, sagt Neumayer. Im Vordergrund stehe nach wie vor jedoch der redaktionelle Content.

Aussender: www.pressetext.at

Debatte um Gewaltspiele – Was bringt Verbot Killerspiele ?

Sunday, February 18th, 2007

WAZ: Debatte um Gewaltspiele: Hinsehen und reden – Kommentar von Rafael Heiling

Blutige und gewaltverherrlichende Spiele gehören nicht einfach so in die Hände junger Menschen. Darum ist es gut, dass die Politiker das Problem angehen.

Aber auch, falls man solche Programme für völlig überflüssig hält: Ein komplettes Verbot allein ist nicht die Lösung des Gewaltproblems. An den jüngsten Amokläufen
waren nicht nur die Ballerspiele schuld. Selbst wenn Bayern Herstellung und Verbreitung solcher Spiele in Deutschland verbieten will, gibt es immer noch ausländische Internetseiten als Quellen – auch reichlich Gewaltvideos auf Web-Plattformen wie Youtube.

Und wenn der Kriminologe Christian Pfeiffer kritisiert, dass jeder zweite Zehnjährige Spiele spielt, die erst ab 16 sind – dann zeigt das vor allem, dass sich Eltern und Lehrer um Aufklärung kümmern müssen. Vernünftig, nicht verteufelnd. Dazu müssen sie sich die Spiele auch selber wenigstens mal ansehen. Und dann die Kinder im Gespräch dazu
bringen, über das nachzudenken, was sie da tun. Ein bloßes Gewaltspiel-Verbot geht an der Ursache vorbei. Das Spielen von “Egoshootern” allein macht jedenfalls aus einem behüteten Jungen noch keinen Amokläufer.

Quelle: www.waz.de

Widerstand im Bundesrat bei Killerspiele-Verbot

Saturday, February 17th, 2007

Bayern und Niedersachsen sind im Bundesrat am heutigen Freitag in Berlin mit ihrer Forderung nach einem generellen Verbot brutaler Computerspiele und einer Verschärfung des Strafrechts auf Widerstand gestoßen. Scharfe Proteste gegen die bayerische Initiative kommen auch von den Liberalen. Der Entwurf sei “nicht durchdacht und wenig hilfreich”, meint die jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruss. Alles was verboten sei, werde erst recht interessant.

Quelle und weitere Infos unter:
Heise.de