Archive for the ‘Telekommunikation’ Category

Nach 130 Jahre Festnetz immer mehr VoIP-Anschluesse

Friday, October 26th, 2007

Am 26. Oktober 1877 wurde in Berlin unter der Regie des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan das erste innerdeutsche Festnetz-Telefonat über eine Entfernung von rund zwei Kilometern geführt. Das Ereignis markiert zugleich den Beginn der einsatzfähigen Telefonie in Deutschland.

VoIP - Telefonie - Von Festnetz zu Voice over IP
130 Jahre Telefonie in Deutschland: Von Festnetz
zu Voice over IP. Grafik: indigo Networks GmbH

Nach 130 Jahren technologischer Dominanz steht diese eindrucksvolle Erfolgsgeschichte vor dem Aus. Anfang 2004 nahezu unbemerkt gestartet, erfolgt mit Voice over IP inzwischen auf breiter Front die technologische Wachablösung. Die neue Technologie verlagert Telefonie ins Internet, was zusätzlich die Netzkosten der Betreiber verringert. Den Kostenvorteil wandeln VoIP-Provider wie sipgate in günstige Tarife und kostenlose Gespräche um. Darüber hinaus macht die Verschmelzung von Internet und Telefonie neue Funktionen möglich. Das Festnetz ist seit ISDN dagegen technologisch ausgereizt.

VoIP-Anschlüsse bieten etliche bisher unbekannte Funktionen. So können beliebig viele Telefone an unterschiedlichen Standorten über einen Anschluss betrieben werden. Deren Registrierung im Anbietersystem erfolgt nach Installation automatisch via Internet. Darauf abgestimmt ist die Funktion ‘Parallelruf’. Sie stellt Anrufe zu allen Telefonen durch. Wo der Nutzer sich befindet, kommt das Gespräch zustande – zum Beispiel via VoIP-Handy im WLAN-Netz einer Kaffeebar. Zum Leistungsangebot gehören weiterhin mehrstufige Rufumleitungen, Web-Fax- und Web-SMS-Dienste. Auch die bisher fixe Ortsvorwahl wird flexibel. Telefoniert ein Münchner überwiegend nach Berlin, kann er sich per Einstellung die Vorabwahl der 030 sparen. Die Funktion ‘Click2Dial’ macht zudem auf Webseiten hinterlegte Telefonnummern per Mauscklick anwählbar.

Darüber hinaus wird mit Voice over IP der häusliche Telefonanschluss mobil. Ausgestattet mit einer Ortsrufnummer können Kunden des Düsseldorfers Anbieters sipgate mit entsprechender Hard- oder Software weltweit von jedem Internetzugang und WLAN-Hotspot aus telefonieren. Da der Kundenanschluss in Deutschland angemeldet ist, kosten Anrufe nach Deutschland genauso viel wie ein innerdeutsches Gespräch. Festnetz-Kunden sparen ebenfalls: Sie erreichen VoIP-Nutzer auch im Ausland unter der Ortsrufnummer zum Orts- bzw. Ferntarif.

Neue Endgeräte verhelfen dem Siegeszug der Internet-Telefonie zu weiterer Stärke. Ein eingeschalteter Computer ist nicht mehr erforderlich. Aktueller Trend sind Hybrid-Telefone, die Festnetz- und Internet-Telefonie unterstützen. Ausgehende Gespräche können so günstig per VoIP geführt werden, eingehende Telefonate werden weiter über den Festnetzanschluss zugestellt. Ein weiteres Konvergenzbeispiel sind Dual-Mode-Handys wie das Nokia ‘N95′. Mit diesem sind Nutzer unter der Mobilfunk- und der Ortsrufnummer des VoIP-Anschlusses erreichbar. Internet-Telefonie schafft damit das, was dem Festnetz nie gelang: Die stationäre in die mobile Telefonie zu integrieren.

Apple – bereits ueber eine Million iPhones verkauft

Thursday, October 25th, 2007

Apple gibt Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt – Neuer Rekord bei Mac-Quartalsabsatz

Apple (Nasdaq: AAPL) hat die Ergebnisse des vierten Quartals im Geschäftsjahr 2007, das am 29. September 2007 endete, bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 6,22 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Gewinn von 904 Millionen US-Dollar bzw. 1,01 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 4,84 Milliarden US-Dollar bzw. ein Netto-Gewinn von 542 Millionen US-Dollar oder 0,62 US-Dollar pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 33,6 Prozent, verglichen zu 29,2 Prozent im Vorjahresquartal. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 40 Prozent.

Apple hat im vierten Quartal des Fiskaljahres 2007 2.164.000 Rechner ausgeliefert, das entspricht einer Steigerung von 34 Prozent zum vergleichbaren Vorjahresquartal und einer absoluten Steigerung von 400.000 Macs verglichen zum besten Quartal der Firmengeschichte. 10.200.000 iPods sind in dem zurückliegenden Quartal über den Ladentisch gegangen, 17 Prozent mehr als in Q4/2006. Im zurückliegenden Quartal sind 1.119.000 iPhones verkauft worden, kumuliert für das Fiskaljahr 2007 sind dies 1.389.000 iPhones.

“Wir sind äußerst zufrieden mehr als 24 Milliarden US-Dollar Umsatz und 3,5 Milliarden US-Dollar Gewinn im Geschäftsjahr 2007 erzielt zu haben”, sagt Steve Jobs, CEO von Apple. “Wir freuen uns auf ein starkes Weihnachtsquartal und beginnen das Jahresendgeschäft mit den besten Produkten, die wir jemals bei Apple hatten.”

“Apple beendet das Geschäftsjahr mit 15,4 Milliarden US-Dollar an verfügbaren Barmitteln und keinerlei Verbindlichkeiten”, ergänzt Peter Oppenheimer, Finanzchef von Apple. “Wir erwarten für das erste Fiskalquartal 2008 einen Umsatz von 9,2 Milliarden US-Dollar bzw. 1,42 US-Dollar pro verwässerter Aktie.”

Telekomunternehmen investieren in Stammkunden

Thursday, October 25th, 2007

Investitionen in Kundenbindung haben in der Telekommunikationsbranche höchste Priorität. 45 Prozent der Unternehmen investieren bis zum Jahr 2010 massiv in das Halten der Stammkunden. Der Grund ist die anhaltend hohe Wechselfreude der Kunden.

Neben attraktiven Produkten zu marktgerechten Preisen wollen die Anbieter vor allem ihren Service weiter verbessern. Mehr als 40 Prozent der Telekomunternehmen planen höhere Budgets für den Kundendienst und eine weiterhin verbesserte Netzinfrastruktur. Das ergibt die Studie TELCO Trend, die von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit TeleTalk durchgeführt wurde.

Die Anbieter haben erkannt, dass es mit den klassischen Kundenbindungsinstrumenten wie Newsletter, Treuepunkte-Programme oder Empfehlungsmarketing nicht ausreichend gelingt, die preissensiblen Telefonkunden vom Wechsel zum Wettbewerber abzuhalten. Ein Mitreiten auf der Tiefpreiswelle allein zahlt sich ebenfalls nicht aus. Dies führte in den vergangenen zwei Jahren zu einer Gesprächspreissenkung von 15 Prozent und zu einem erwarteten Umsatzrückgang von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nur bei 12,7 Prozent der Unternehmen stehen deshalb neue Tarifmodelle auf der Investitionsagenda ganz oben.

Die befragten Fach- und Führungskräfte setzen lieber verstärkt auf die Zufriedenheit ihrer Kunden. Mehr als jeder vierte Anbieter investiert stark in das Qualitätsmanagement. Unter anderem kommen die Arbeitsabläufe sowie die IT-Ausstattung in den Kundenserviceabteilungen auf den Prüfstand. Eine einhergehende Neuorganisation soll dafür sorgen, dass Kunden schneller und fundierter betreut werden. Investitionen in störungsfreie Netze und größere Bandbreiten erhöhen ebenfalls die Servicequalität.

Darüber hinaus wollen die Anbieter ihre Telefonkunden mit neuen, individuell zugeschnittenen Produkten überzeugen. Der modulare Produktaufbau sorgt für eine mögliche Differenzierung gegenüber Wettbewerbern. 43 Prozent der befragten Telekomunternehmen investieren einen großen Teil ihres Budgets in die Produktentwicklung. Im Vordergrund stehen dabei zurzeit Konvergenzprodukte wie Triple Play oder Quadruple Play. Der Kunde wählt hierfür aus einem Baukasten die gewünschten Dienstleistungen aus, beispielsweise TV, Telefonie, mobiles oder stationäres Internet, Video on demand und Mobilfunk. Durch die spezifische Kombination der Dienste wird der Kundennutzen gesteigert und die Vergleichbarkeit mit Konkurrenzprodukten reduziert. Abgestimmte Prozesse sorgen dabei im Hintergrund für einen wirkungsvollen Ablauf und sorgen für hohe Kundenzufriedenheit. Die Kombination von gefragten Diensten und perfektem Ablauf lässt die Wechselbereitschaft der Kunden erheblich sinken.

Hintergrundinformationen
Die Studie TELCO Trend stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit TeleTalk vom 1. Juni bis 31. Juli 2007 durchgeführt wurde. Dabei wurde untersucht, wie die Mitarbeiter der Telekommunikationsunternehmen heute und in Zukunft den Telekommunikationsmarkt einschätzen. Der TELCO Trend wird regelmäßig durchgeführt. Dadurch ist es möglich, Einschätzungen bezüglich der Entwicklungen der dynamischen Telekommunikationsbranche kontinuierlich abzufragen.