Archive for the ‘Web 2.0’ Category

Flickr – Fotos in neuer Weltkarte und Flickr Places

Wednesday, November 21st, 2007

Die weltweit führende Online-Fotoplattform flickr.com stellt neue geo-basierte Features vor

Flickr präsentiert seinen weltweit mehr als 40 Millionen Unique Visitors (ComScore, September 2007) zwei Neuerungen, die das Suchen nach Bildern und deren Fotografen aus aller Welt sowie nach den interessantesten Städten noch einfacher und reizvoller macht. Die neue Weltkartendarstellung mit optimierten Suchergebnissen zeigt alle aktuellen Fotos zu ein und demselben Ort übersichtlich an und lädt zu visuellen Entdeckungsreisen rund um den Erdball ein. Die zweite Neuheit sind die Flickr-Feature Places. Sie enthalten mehr als 100.000 Orte weltweit, zu denen über zahlreiche Tags dort entstandene Bilder, ausgewählte Fotografen sowie die lokalen Flickr-Gruppen zusammengestellt sind.

Mit der Neuerung in der Kartendarstellung erhalten die Nutzer ab sofort auch Bildmaterial zum lokalen Geschehen – so zu einer Suche nach Berlin Fotos zur Berlinale oder zur neuen Museumsinsel. Sie sind als so genannte “hot tags” gekennzeichnet und werden in verschiedenen Sprachen angezeigt. Derzeit existieren mehr als 30 Millionen solcher öffentlich-zugänglicher geo-kodierter Bilder auf Flickr.

Zu 100.000 Orten – seien es Städte, Regionen oder Länder – weltweit liefert Places auf einer Seite gebündelt zahlreiche zusätzliche Angaben zu einem gesuchten Standort: die interessantesten Fotos, lokales Kartenmaterial, das aktuelle Wetter, Flickr-Gruppen oder ausgewählte Flickr-Fotografen. Flickr Places ist insbesondere als zusätzliche Länderinformation vor Reisen oder auch allgemein für einen vertieften Blick auf die verschiedenen Regionen unserer Erde nützlich – da es Einblick gewährt in Metropolen und auch in kleinere Ortschaften von Berchtesgaden bis Westerland auf Sylt.

“Flickr spiegelt ein besonderes Abbild der Welt wider und lenkt durch die neuen Features den Blick des Besuchers noch stärker auf die lokalen Perspektiven von Flickr-Fotografen und den Ereignissen, die täglich in der Welt geschehen”, so Terry von Bibra, Geschäftsführer von Yahoo! Deutschland.

Die neuen Features stehen allen Nutzern von Flickr offen und sind auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Koreanisch und Chinesisch verfügbar.

Web 2.0 – der Film

Wednesday, November 21st, 2007

Der Begriff Web 2.0 ist derzeit in aller Munde. Jedoch wissen nur wenige Menschen, was genau sich hinter diesem Begriff und der anhaltenden Faszination verbirgt.

Damit wollen Heiko Brandsch, Felix Kolb und Anne Arndt von der Hochschule der Medien in Stuttgart jetzt aufräumen. Am 30. Oktober 2007 fiel der Startschuss für die Dreharbeiten zum Dokumentarfilm “Web 2.0 – der Film”.


Im Rahmen einer Studioproduktion des Studiengangs Medienwirtschaft soll das aktuelle Thema greifbar und erlebbar gemacht werden. Durch Interviews mit szeneintegrierten Bloggern, neuen und bestehenden Web 2.0-Unternehmen, Investoren, Wissenschaftlern und Buchautoren wird hinter die Kulissen geblickt.

Weblinks:
hdm-stuttgart.de
web2null-derfilm.de

Verliert das Mitmach-Web 2.0 an Faszination?

Monday, November 19th, 2007

Wenn die Menge der Angebote steigt, wird es nicht besser: Die Deutschen zeigen sich zunehmend genervt von der Trivialität der Medien. In einer vom Bremer Methoden- und Beratungsunternehmen nextpractice durchgeführten Interview-Studie zu den Veränderungen in der Medienlandschaft zeichnet sich das Dilemma klar ab:

“Die Befragten kritisieren in überraschender Deutlichkeit die für das Web 2.0 typischen Angebote mit weitgehend ungefilterten, nutzergenerierten Inhalten als oberflächlich und nicht förderlich für die eigene Entwicklung”, fasst Professor Peter Kruse, geschäftsführender Gesellschafter von nextpractice, das Ergebnis der Studie zusammen. “Auch wenn das tatsächliche Konsumverhalten oft noch eine andere Sprache spricht, suchen die Menschen verstärkt nach Medien, die sie dabei unterstützen, sich zurecht zu finden und Zusammenhänge zu verstehen.”

Ohne angemessene Bewertungsmechanismen erstickt das Internet an der Masse der eingepflegten Informationen. Demnach macht sich angesichts von Kurzfristigkeit und fehlendem Tiefgang selbst bei der Einschätzung des reinen Unterhaltungswertes mittlerweile Enttäuschung breit: “Rundherum positiv schneiden tatsächlich nur noch Internet-Angebote ab, bei denen die Inhalte entweder sorgfältig von einer Redaktion überarbeitet werden oder wie etwa bei Wikipedia einem anderen Verfahren unterliegen, das die Qualität sichert.”

Generell schätzen die Nutzer am Web 2.0 zwar, dass man sich aktiv einbringen und mit Gleichgesinnten vernetzen kann. Aber die ehedem hoch gelobten Angebote wie Youtube, Second Life und Blogs werden bereits in großer Distanz zu den persönlichen Wunschvorstellungen gesehen. “In der intuitiven Bewertung liegen diese Angebote bereits nah bei Boulevardpresse und Trash-TV”, erläutert Peter Kruse die neue Wertewelt der Mediennutzer. “Man schaut zwar hin, fragt sich aber gleichzeitig, warum man eigentlich noch hinschaut.” Die Hoffnungen, die ins Internet gesetzt werden, beziehen sich eher auf innovative Formen der medialen Aufbereitung von Informationen und auf die Erleichterung sozialer Austauschprozesse. Große Hilflosigkeit macht sich breit angesichts der schieren Menge der Inhalte. Die Nutzer befürchten, dass in allen Medien die Tendenz zur Trivialisierung weiter voranschreitet.

Fazit: “Das Mitmach-Web 2.0 verliert an Faszination. Der Hunger nach Qualität steigt”, so Kruse. Die plakative Medienschelte des gerade bundesweit in den Kinos angelaufenen Films “Free Rainer” von Hans Weingartner trifft demnach durchaus einen sensiblen Punkt. Allerdings ist die Quotenorientierung im Fernsehen, die im Mittelpunkt der Satire steht, nur ein Symptom für das zu Grunde liegende Problem. Die Ergebnisse der nextpractice-Studie legen nahe, dass sich die Erwartungshaltungen der Nutzer in eine Richtung verändern, die von den professionellen Medienmachern nicht hinreichend wahrgenommen und bedient wird. Die Annahme, dass nur massentauglich sein kann, was auffallend oder leicht verdaulich ist, stimmt nicht mit den Wertepräferenzen der in der Studie befragten Konsumenten überein.

Die Nutzer wünschen sich nach Aussage des nextpractice-Chefs Medien, die die Vorzüge eines guten Journalismus mit den Möglichkeiten des Web 2.0 verknüpfen. “Für die Befragten verbindet das ideale Medium die Aspekte Komplexitätsreduktion, Nachhaltigkeit und Sinnstiftung mit Formen aktiver Beteiligung und spontaner Eigendynamik. Es trennt Wichtiges von Unwichtigem, erhöht das Verständnis für die Welt und liefert authentische Informationen, die eine hohe Alltagsrelevanz besitzen.”

Der wissenschaftliche Leiter der Studie erläutert darüber hinaus: “Bemühungen, die Informationsflut im Internet durch persönliche Empfehlungen, aktive Kategorisierung oder Social Bookmarking zu lösen, sind auf Dauer nicht geeignet, das Mengenproblem zu lösen und das System zu entlasten.” Im Gegenteil: Die Vielfalt von Primärinformationen werde lediglich um die Vielfalt individueller Strukturierungsvorschläge erweitert und die Unübersichtlichkeit nur noch weiter vergrößert. “Wenn die Zahl potentieller Berater in einem System ebenso schnell steigt wie die Zahl der potentiellen Probleme, dann werden die Berater selbst zum Problem”, bringt es der Professor auf den Punkt.

In letzter Konsequenz könnte die anfängliche Web 2.0-Euphorie und deren Auswirkung auf die Medienlandschaft dazu führen, dass eine zweite Internet-Blase nun im Kopf des Nutzers und nicht wie beim ersten Mal an der Börse platzt. “Je mehr Menschen sich aktiv daran beteiligen, das Netz mit Inhalten zu fluten, desto wichtiger und gleichzeitig schwieriger wird es, etwas zu finden, dass man brauchen kann. Ohne innovative Suchmechanismen und die Erhöhung der Bedeutungshaltigkeit entwickelt sich das Internet zum Dinosaurier – großer Körper und zu kleines Hirn”, warnt Peter Kruse.

Die Faszination der überbordenden Vielfalt sei schnell verflogen und die Frage nach dem realen Mehrwert trete in den Vordergrund: “Mit der Demokratisierung des Zugangs zu Informationen wird die Bewertung von Information immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor. Kurz gesagt: Die Menschen wollen Medien, die sie nicht nur einfach unterhalten, sondern wirklich persönlich weiterbringen”, weiß der Trendforscher. “In Zukunft haben besonders die Medienunternehmen und Dienstleistungen Chancen im Wettbewerb, denen es gelingt, attraktive Darstellungsformen, offene Vernetzung und orientierende Ordnungsbildung miteinander zu verbinden. ”

Zur Studie
Im Sommer 2007 befragte nextpractice 150 Personen in mehrstündigen Tiefeninterviews zu ihrer Mediennutzung, ihren  Einschätzungen von Gegenwart und Zukunft verschiedener Informationskanäle, zu Medienmarken sowie zu ihren persönlichen Wertemustern. Dabei wurde das IT-gestützte psychologische Verfahren nextexpertizer verwendet, das es erlaubt, auch unbewusste Einstellungen und Bewertungen offen zu legen. Das Unternehmen nextpractice hat in der jüngsten Vergangenheit wiederholt derartige Studien zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen wie beispielsweise zum Alkoholkonsum Jugendlicher, zum Eliteverständnis in Deutschland oder zur Bedeutung verschiedener Modelle der Kinderbetreuung durchgeführt.

Zu nextpractice
Das Bremer Beratungs- und Methodenunternehmen nextpractice wurde 2001 von dem Hirnforscher Professor Peter Kruse gegründet und ist auf die Entwicklung IT-gestützter Management-Werkzeuge spezialisiert. Die Einsatzgebiete reichen von der strategischen Netzwerkbildung über kulturelle Änderungsprozesse bis zu Fragen der Markenführung, der Marktanalyse und der Trendforschung. Peter Kruse lehrt als Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen. Das Unternehmen nextpractice wurde bereits mehrfach national wie international für seine Innovationen ausgezeichnet.

Vom Video Clip-Produzenten zum Aktionaer

Wednesday, November 14th, 2007

Als weltweit erstes Internet-Portal vergibt YUR.tv Aktien an seine Community: Erstmalig in der Geschichte des Web 2.0 werden die User vom Internet-TV-Sender mit realen Aktien am Unternehmenserfolg beteiligt und so zu Aktionären.

Der Markt von Video- und TV-Portalen, die von Usern gestaltet werden, ist 2006 explodiert. Erfolgsgeschichten wie YouTube und MySpace haben das Potenzial gezeigt. Die globale Internet-Gemeinschaft ist eine neue Generation von selbstbestimmten Medien-Nutzern. “Die Menschen wollen sich nicht nur – wie bisher vor dem Fernseh-Gerät – berieseln lassen, sondern wollen selbst medial aktiv sein, sich mitteilen. Entweder als Regisseur, Schauspieler oder Kameramann, als Berichterstatter, Fotograf oder Journalist”, sagt Malte Ubl, Vorstand der YUR.tv AG. YUR.tv bietet als interaktives Mitmach-Fernsehen die Möglichkeit hierzu. Doch nicht nur die Kreativität lockt viele YUR.tv-User, sondern auch der ökonomische Erfolg des Unternehmens.

YUR.tv ist die weltweit erste Online-Plattform, die ihre User direkt an einem möglichen Unternehmenserfolg beteiligt. Die Kreativsten unter den Clip-Produzenten können sich reale Unternehmensanteile verdienen. Über Votings entscheiden die Nutzer, welche Filme wann ins Programm kommen. Für 200 Voting-Punkte vergibt YUR.tv eine Aktie des Unternehmens. Der Anreiz funktioniert: 332 Aktien vergibt die YUR.tv AG diese Woche an die ersten 64 Aktionäre aus der Community. Bis zu fünf Prozent des Unternehmens wollen die Vorstände Frank Müller und Malte Ubl an die User vergeben.

Die Aktionäre aus der Community können auch aktiv an der Unternehmensstrategie mitwirken. Im kommenden Jahr wählen sie erstmals aus ihrem Kreis einen Beirat, der den Vorstand in strategischen Belangen berät. Zudem sind die Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung in Hamburg eingeladen.

Realisiert haben diesen ersten interaktiven TV-Sender mit Sitz in Hamburg die beiden Internet-Spezialisten Frank Müller und Malte Ubl. Bei YUR.tv können Web-2.0-Nutzer selbst produzieren und bestimmen, was läuft. Dabei versteht sich YUR.tv keineswegs als Konkurrenz zu klassischen Video-on-Demand-Portalen. “Bei uns gibt es – im Unterschied zu YouTube und Co – kein Video-on-Demand, sondern ein richtiges Programm, das alle Community-Mitglieder gleichzeitig sehen”, so Malte Ubl.

Neben dem Programmpunkt “Freistil”, in dem die User Clips zu allen Themen einsenden können, die ihnen gefallen, setzt YUR.tv inzwischen verstärkt auf feste TV-Formate mit bestimmten Themenschwerpunkten. Besonders engagierte User können auch ihre eigene Sendung bekommen. Alle eingesendeten Inhalte werden, bevor sie online gehen, von einem Screening-Team an sieben Tagen der Woche 24 Stunden gesichtet und ausgewertet. Rechtsextremistische oder pornografische Inhalte gehen nicht online.

Derzeit verzeichnet das Online-Portal monatlich 140.000 Page Impressions. Dabei ist die Software noch in der Beta-Phase.

YUR.tv ist aber nicht nur ein Web-TV-Sender, sondern auch eine Technologie-Plattform die ihresgleichen sucht. Am Beispiel YUR.tv demonstriert die als Investor und Hauptaktionär gewonnene Avantaxx AG den effizienten und reibungslosen Betrieb von interaktivem Web-TV. Die Technologie ist frei erwerblich und ermöglicht selbst mittelständischen Unternehmen den Aufbau eines eigenen Internet-TV-Senders.

Weblink: www.yur.tv

Meinung wird im Web gemacht

Monday, November 12th, 2007

Stille Revolution in der Öffentlichkeitsarbeit – Studie von index zeigt: Meinung wird im Web gemacht

Unternehmen in Deutschland begreifen das Internet als zentral für ihre Kommunikationsarbeit – dies zeigt eine aktuelle Studie der Berliner PR-Agentur index. Der Einsatz neuer digitaler PR-Formate wie Weblogs oder Podcasts wird sich in absehbarer Zeit nahezu verdoppeln.

Als Informationsquelle und Ort der Meinungsbildung liegt das Internet in vielen Bereichen schon vorne. Die gedruckte Kunden- oder Mitarbeiterzeitung verliert gegenüber ihren digitalen Alternativen rasch an Boden. Die Grundlagen langfristig orientierter PR-Arbeit jedoch gewinnen im Internet eher noch an Gewicht: Gerade im dialogorientierten Internet muss nachhaltige Unternehmenskommunikation transparent und ehrlich sein – so lautet das Fazit der PR-Experten von index.

Die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer beurteilt reine Online-Medien als “sehr wichtig” oder “wichtig” für die eigene Kommunikationsarbeit. Im Umgang mit Weblogs ist dabei eine gewisse Unsicherheit zu beobachten, etwa bei der Frage, ob Blogger in Presseverteiler aufgenommen oder zu Pressekonferenzen eingeladen werden sollen. Viele Unternehmen verfolgen in Foren (57 Prozent), Weblogs (40 Prozent) und Newsgroups (38 Prozent) die Statements der User. Fast zwei Drittel der Teilnehmer (60 Prozent) werten Userstatements aus, um die Ergebnisse zur Produktverbesserung oder Unternehmenskommunikation zu nutzen. Es wird allerdings überwiegend darauf verzichtet, selbst Stellung zu beziehen.

Neue Formate, alte Tugenden

“Nirgends werden leere Werbephrasen schneller entlarvt als im direkten Dialog mit den Kunden – in Zeiten des User Generated Contents, Social Networkings und Web 2.0 beeinflusst dies die PR-Arbeit enorm. Die Grundtugenden der PR, nämlich Transparenz und ehrliche Kommunikation, sind in der Online-PR besonders wichtig”, erläutert Philipp Weber-Diefenbach, Experte für Online-PR bei index. Die Auswertung kann unter index.de/online-pr2007 kostenfrei bestellt werden.