Posts Tagged ‘DSL’

WLAN-Richtfunk mit Hausmitteln

Monday, November 26th, 2007

Mit einer einfachen Selbstbauantenne reicht ein Funknetz mit DSL-Geschwindigkeit bis zum Bekannten ein paar Häuser weiter, bei freier Sicht auch einen Kilometer und mehr.

Ein paar Kleinteile aus dem Elektronikzubehör, eine Dose und eine halbe Stunde Zeit reichen für den Selbstbau vollkommen aus, so das Computermagazin c’t [2] in der aktuellen Ausgabe 25/07.

Über die Funktechnik WLAN kann man in DSL-Geschwindigkeit im Internet surfen oder auch Datenpakete wie Musik- und Videodateien an ein Endgerät schicken. Immer wieder gibt es Bestrebungen, sich innerhalb der Nachbarschaft per WLAN zu vernetzen. Mitunter erreichen die eingebauten Antennen von WLAN-Adaptern oder Routern aber nicht einmal jeden Punkt in der eigenen Wohnung. Abhilfe schaffen kommerzielle Richtfunkantennen oder eine Bastelstunde mit Hausmitteln.

Zum Einsatz können Konserven-, Kaffeedosen oder ein Klobürstenständer aus Metall kommen. “Kommt es auf Wetterfestigkeit und Haltbarkeit an, ist eine Dose aus Edelstahl oder Aluminium sinnvoll”, erläutert c’t-Redakteurin Christiane Rütten. Beim Basteln muss man die Maße der Bauanleitung in c’t nicht exakt einhalten, daher können auch WLAN-Nutzer ohne Mechanikerausbildung gut funktionierende Dosenantennen bauen.

Eine Richt- oder Dosenantenne nützt dem Betreiber nicht nur wegen der erhöhten Empfangsstärke, sie dämpft auch alle Funknetze ab, die nicht in Hauptrichtung liegen. Einen großen Teil der störenden Funknetze der Nachbarschaft blendet sie damit einfach aus.

Deutscher IPTV-Markt bleibt hinter Erwartungen zurueck

Monday, November 5th, 2007

Deutscher IPTV-Markt bleibt hinter den Erwartungen zurück – 1,7 Mio. Kunden für das Jahr 2012 prognostiziert

Nach Berechnungen der Telecom, Media & Entertainment Practice von Capgemini Consulting wird sich der Markt für kommerzielles Fernsehen über das Internet Protokoll (IPTV) langsamer entwickeln als bisher angenommen. Das Beratungsunternehmen geht von einer Kundenzahl von 1,7 Millionen im Jahr 2012 aus. Gemessen an der zukünftigen Entwicklung der für die Übertragung notwendigen breitbandigen DSL-Anschlüsse liegt die IPTV-Penetration somit nur im einstelligen Prozentbereich. Bisherige Marktprognosen sind weit euphorischer und erwarten für das Jahr 2012 bis zu 2,5 Mio. Kunden.

Deutscher IPTV-Markt bleibt hinter Erwartungen zurueck

Im Markt sind bislang lediglich die Anbieter Deutsche Telekom (T-Home) und Hansenet (Alice Home TV) vertreten. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, gesellt sich ab 1. Dezember Arcor dazu. “Allerdings bleibt abzuwarten, ob Arcor sowohl den hohen technischen Anforderungen genügen als auch die anspruchsvollen Kundenbedürfnisse befriedigen kann. Bisherigen Angeboten mangelt es noch an hinreichender Massenmarkttauglichkeit.”, so Reimar Müller, IPTV-Experte bei Capgemini Consulting Telecom Media & Entertainment.

Anhand der IPTV-Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern lassen sich laut den Experten von Capgemini Consulting fünf Kriterien identifizieren, die ausschlaggebend für den Erfolg von IPTV sind:

1. Gezielte Kundenkommunikation, die deutlich den tatsächlichen Mehrwert von IPTV vermittelt
2. Effizienter Kundenservice mit schneller Freischaltung des Dienstes
3. Hohe Qualität im Sinne von technischer Verfügbarkeit (Bildstabilität, Programmwechselzeit, etc.)
4. Bequeme Dienste für die Nutzer durch intuitive Bedienbarkeit, flexible Programmpaketen und zeitversetztem Fernsehen
5. Effektive Kundenbetreuung durch fachkundige Mitarbeiter und eingespielte Prozesse

“Leider bleiben die IPTV-Anbieter in Deutschland bislang hinter dem Marktpotenzial zurück”, so Reimar Müllers Fazit. Das Beispiel Verizon in den USA zeigt, wie ein IPTV Angebot erfolgreich vermarktet werden kann. Innerhalb von zwölf Monaten wuchs die Zahl der TV-Kunden von 118.000 auf derzeit 717.000 von Verizons insgesamt rund acht Millionen Breitbandkunden. Damit rückt Verizon auf den zweiten Platz der größten IPTV-Anbieter weltweit. Der Berater weiter: “Hier zeigt sich, dass ein ausgereiftes Angebot, mit entsprechend abgestimmten Prozessen, Netzwerk und Technologie eine erfolgreiche Markterschließung ermöglicht.”

Nach 130 Jahre Festnetz immer mehr VoIP-Anschluesse

Friday, October 26th, 2007

Am 26. Oktober 1877 wurde in Berlin unter der Regie des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan das erste innerdeutsche Festnetz-Telefonat über eine Entfernung von rund zwei Kilometern geführt. Das Ereignis markiert zugleich den Beginn der einsatzfähigen Telefonie in Deutschland.

VoIP - Telefonie - Von Festnetz zu Voice over IP
130 Jahre Telefonie in Deutschland: Von Festnetz
zu Voice over IP. Grafik: indigo Networks GmbH

Nach 130 Jahren technologischer Dominanz steht diese eindrucksvolle Erfolgsgeschichte vor dem Aus. Anfang 2004 nahezu unbemerkt gestartet, erfolgt mit Voice over IP inzwischen auf breiter Front die technologische Wachablösung. Die neue Technologie verlagert Telefonie ins Internet, was zusätzlich die Netzkosten der Betreiber verringert. Den Kostenvorteil wandeln VoIP-Provider wie sipgate in günstige Tarife und kostenlose Gespräche um. Darüber hinaus macht die Verschmelzung von Internet und Telefonie neue Funktionen möglich. Das Festnetz ist seit ISDN dagegen technologisch ausgereizt.

VoIP-Anschlüsse bieten etliche bisher unbekannte Funktionen. So können beliebig viele Telefone an unterschiedlichen Standorten über einen Anschluss betrieben werden. Deren Registrierung im Anbietersystem erfolgt nach Installation automatisch via Internet. Darauf abgestimmt ist die Funktion ‘Parallelruf’. Sie stellt Anrufe zu allen Telefonen durch. Wo der Nutzer sich befindet, kommt das Gespräch zustande – zum Beispiel via VoIP-Handy im WLAN-Netz einer Kaffeebar. Zum Leistungsangebot gehören weiterhin mehrstufige Rufumleitungen, Web-Fax- und Web-SMS-Dienste. Auch die bisher fixe Ortsvorwahl wird flexibel. Telefoniert ein Münchner überwiegend nach Berlin, kann er sich per Einstellung die Vorabwahl der 030 sparen. Die Funktion ‘Click2Dial’ macht zudem auf Webseiten hinterlegte Telefonnummern per Mauscklick anwählbar.

Darüber hinaus wird mit Voice over IP der häusliche Telefonanschluss mobil. Ausgestattet mit einer Ortsrufnummer können Kunden des Düsseldorfers Anbieters sipgate mit entsprechender Hard- oder Software weltweit von jedem Internetzugang und WLAN-Hotspot aus telefonieren. Da der Kundenanschluss in Deutschland angemeldet ist, kosten Anrufe nach Deutschland genauso viel wie ein innerdeutsches Gespräch. Festnetz-Kunden sparen ebenfalls: Sie erreichen VoIP-Nutzer auch im Ausland unter der Ortsrufnummer zum Orts- bzw. Ferntarif.

Neue Endgeräte verhelfen dem Siegeszug der Internet-Telefonie zu weiterer Stärke. Ein eingeschalteter Computer ist nicht mehr erforderlich. Aktueller Trend sind Hybrid-Telefone, die Festnetz- und Internet-Telefonie unterstützen. Ausgehende Gespräche können so günstig per VoIP geführt werden, eingehende Telefonate werden weiter über den Festnetzanschluss zugestellt. Ein weiteres Konvergenzbeispiel sind Dual-Mode-Handys wie das Nokia ‘N95′. Mit diesem sind Nutzer unter der Mobilfunk- und der Ortsrufnummer des VoIP-Anschlusses erreichbar. Internet-Telefonie schafft damit das, was dem Festnetz nie gelang: Die stationäre in die mobile Telefonie zu integrieren.

Telefonierverhalten in Familien

Wednesday, October 24th, 2007

Telefonierverhalten in Familien
Grafik: HanseNet Telekommunikation

Über die Hälfte aller Mobilfunkgespräche gilt Familienangehörigen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag von Alice. Ein Trend, auf den die Telefonie- und DSL-Marke längst reagiert hat: Mit der Alice Option Mobile zu einem DSL-Tarif ab 14,90 Euro/monatlich telefonieren Alice Kunden und Familien untereinander kostenfrei – im Fest- und Mobilfunknetz.