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Online-Artikel fesseln Leser mehr als Print-Nachrichten

Friday, March 30th, 2007

“Vorurteil von Journalismus 2. Klasse einfach nicht zutreffend”

Nachrichtenartikel werden online aufmerksamer gelesen als in Print-Medien. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle US-Studie des Poynter Institute http://www.poynter.org, die das Leseverhalten von mehr als 600 Personen bei vier Zeitungen und zwei Online-Medien untersuchte.

Online ist Trumpf

Entgegen der Vermutung, dass der schnelllebige Charakter des Internets auch zu flüchtigem und oberflächlichem Lesen von Nachrichtentext führt, zeichneten die Ergebnisse ein anderes Bild. Von dem zur Verfügung gestellten Textmaterial wurde online mit 77 Prozent des Gesamttextes weitaus mehr gelesen als in großformatigen Printzeitungen (62 Prozent). Die Online-Medien konnten zudem auch damit punkten, dass einmal angefangene Artikel in größerer Zahl zu Ende gelesen wurden als im Print. (Foto: poynter.org)

“In der Branche wird Online-Journalismus von vielen immer noch als Journalismus zweiter Klasse gesehen”, kennt Hendrik Zörner, Sprecher des Deutschen Journalistenverbands (DJV) http://www.djv.de , die bestehenden Vorurteile. “Das ist natürlich nicht zutreffend. Wir erachten die Online-Arbeit selbstverständlich als genauso hochwertigen Journalismus und sind folglich auch bemüht, in Zusammenarbeit mit den Verlagen bessere tarifliche Regelungen für den Online-Bereich zu erreichen”, so Zörner gegenüber pressetext.

Was die Akzeptanz durch die Leserschaft betreffe, würden die harten Fakten ohnehin für sich selbst sprechen. So sei zu beobachten, dass die Klicks im Web permanent zunehmen, während die Auflage im Print-Bereich im Sinken begriffen sei. “Die Nachfrage nach Online-Medien wächst permanent, was zum Teil natürlich auch der wirtschaftlichen Attraktivität der zumeist kostenlosen Angebote zuzuschreiben ist”, meint der DJV-Sprecher. Was die Akzeptanz von Online-Journalismus durch die Branche betrifft, ist es Zörner zufolge derzeit zwar noch zu früh, von einem wirklichen Umbruch zu sprechen: “Tatsache ist aber, dass sich in diesem Bereich einiges tut und Online-Journalisten mehr und mehr Möglichkeiten haben, über zusätzliche Aufträge Geld zu verdienen”.

Um das Leseverhalten bei Zeitungen und Online-Medien zu analysieren, vertraut das Poynter Institute auf den Einsatz eines sogenannten Eye-Tracker-Tools, das die Scan- und somit Lesebewegung der Augen verfolgt und aufzeichnet. Auf diese Weise konnten die Studienentwickler auch zwei grundsätzlich verschiedene Lesearten bei den Testpersonen ausmachen. Während methodisch vorgehende Leser einen Artikel systematisch von vorne bis hinten lesen und zu gewissen Teilen noch einmal zurückkehren, existiert auch eine große Gruppe von Lesern, die ihren Lesevorgang mit einem Überfliegen der aufgeschlagenen Seite beginnen. Diese wird nach einem individuellen Muster nach Überschriften, Bildern und anderen Elementen “gescannt”, bevor mit dem Lesen eines bestimmten Textes begonnen wird.

Aussender: www.pressetext.at

Fast jeder Dritte surft mit Firefox

Wednesday, March 21st, 2007

Der Mozilla-Browser Firefox kann in Europa mittlerweile bis zu 30 Prozent Marktanteil verbuchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine für den Zeitraum November 2006 bis Februar 2007 durchgeführte Auswertung von rund 4.000 Websites durch das Marketingunternehmen Adtech http://www.adtech.de

Als absolute Spitzenreiter gelten dabei Deutschland und Finnland, wo beinahe jeder Dritte Firefox dem Microsoft-Konkurrenzbrowser Internet Explorer vorzieht. “Unsere Zahlen basieren auf der Auswertung von rund 30 Mrd. Banneranfragen, die über den jeweiligen Browser des Users gestartet wurden. Die Ergebnisse bestätigen einen langfristigen Trend”, so Adtech-CEO Dirk Freytag im pressetext-Gespräch.

Wenngleich die Nutzung von Firefox mit nur sieben Prozent in Dänemark und dem Spitzenwert von 30 Prozent in Deutschland enorm von Land zu Land variiert, kann der Mozilla-Browser einen stabilen und stetig wachsenden gesamteuropäischen Marktanteil von 15 Prozent aufweisen. “Der Erfolg des Firefox gründet meines Erachtens darauf, dass jemand ein gutes Grundprodukt zu einer Zeit auf den Markt gebracht hat, als Microsoft in diesem Bereich einfach geschlafen hat”, meint auch Alexander Szlezak, Managing Director von Gentics Software http://www.gentics.com gegenüber pressetext.

Auch wenn der Internet Explorer mit seiner neuesten Version im Bereich Tabbed Browsing, bei der Suchpanel-Integration sowie der allgemeinen Benutzerführung nachgezogen habe, sei der Microsoft-Browser vor allem bei der Entwicklung von Web-2.0-Applikationen keine große Hilfe, so Szlezak. “Bei Webentwicklern ist die Präferenz für den Firefox schon allein aufgrund von perfekten Debugging-Möglichkeiten klar. Muss man beispielsweise bei der Entwicklung von Ajax-Applikationen auf Fehlersuche gehen, hat man beim Internet Explorer keine Chance”, so Szlezak. Zudem habe es Mozilla nicht zuletzt durch die Unterstützung von Google geschafft, ein professionelles Marketing rund um den Alternativbrowser auf die Beine zu stellen.

Dem Webexperten zufolge wird der Browser auch in Zukunft ein wesentliches Tool zum Einstieg ins Internet bleiben. Szlezak verwies jedoch gleichzeitig auf den Trend, dass immer mehr in die Desktopumgebung integrierte Applikationen über Webtechnologien ans Internet andocken. So könnte Microsoft über das neue Betriebssystem Vista und die eigenen “Live”-Dienste den eigenen Browser über die Hintertür wieder stärker in den Vordergrund rücken. Bis jetzt hat die Veröffentlichung des neuen Internet Explorers 7 aber keine nennenswerten Auswirkungen auf den Marktanteil gezeigt. Laut Adtech wird der neue Microsoft-Browser erst von jedem vierten Europäer eingesetzt.

Aussender: www.pressetext.at

Weblink:
Mozilla Firefox auf Deutsch – Mozilla Europe
http://www.mozilla-europe.org/de/products/firefox/

Oeffentliches WLAN – Datenklau leicht gemacht

Monday, March 5th, 2007

Das US-Sicherheitsunternehmen Errata Security hat mit Ferret 1.0 eine Applikation veröffenlicht, die den Datenverkehr in WLAN-Netzwerken überwacht: http://www.erratasec.com/ferret.html

25 unterschiedliche Protokolle sollen entsprechende Informationen sammeln und dem User aufzeigen, welche Daten sein PC oder Notebook über sich preisgibt, berichtet das Branchenportal Cnet. “Man weiß gar nicht, wie viel Informationen ein Computer ohne Wissen des Users veröffentlicht. Vor allem, wenn man sich in einem ungesicherten Netzwerk bewegt”, warnt Errata-CEO Robert Graham auf der Sicherheitskonferenz Black Hat http://www.blackhat.com

Sofort nach dem Hochfahren sucht ein Notebook nach WLAN-Netzen und Netzwerkdiensten. Selbst wenn die Hardware anschließend deaktiviert wird, bleibt für einen potenziellen Angriff genug Zeit, um wichtige Daten zu sammeln. Noch erheblich mehr Informationen können aus der Luft gefangen werden, wenn sich der Rechner schließlich mit einem Access-Point verbindet. Speziell dann, wenn die Verbindung ungesichert ist, warnen die Experten.

Irrelevant ist dabei die Frage nach dem Betriebssystem. Ein Windows-PC sendet nach dem Starten eine Liste der zuletzt besuchten und bevorzugten Netzwerke. Apple-Rechner geben über das Bonjour-Feature freizügig Auskunft über die Version des Betriebssystems, so Graham. Bonjour ist eine Applikation, mit der User Verbindung zu Rechnern oder anderen Endgeräten in der unmittelbaren Nähe herstellen können. “Des weiteren senden Computer nach dem Start-up typischerweise die zuvor genutzte IP-Adresse sowie Details zu Netzwerkgeräten und verbundenen Laufwerken”, so Graham.

“Das Senden dieser Informationen ist nicht prinzipiell schlecht”, führt Graham aus, der diese Daten als “freundliche Informationen” bezeichnet. In den falschen Händen können sie jedoch einigen Ärger bringen. Groß ist die Gefahr von Datenklau an öffentlichen Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Kaffeehäusern, an denen ein Funkinternetzugang angeboten wird. Eine Verschlüsselung bietet zwar guten, jedoch keinen 100-prozentigen Schutz vor Hackern. Die Experten empfehlen daher, in öffentlichen WLAN-Netzen keine kritischen Webseiten – beispielsweise Online-Banking – zu besuchen sowie keine Onlinedienste in Anspruch zu nehmen, die die Eingabe von Usernamen und Passwort erfordern.

Aussender: www.pressetext.at