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ARD und ZDF auf DVB-H-Plattform von Mobile 3.0

Tuesday, December 18th, 2007

Unverschlüsselt und barrierefrei – ARD und ZDF mit jeweils einem Programm auf der DVB-H-Plattform von Mobile 3.0

Die ARD mit “Das Erste” und das ZDF mit seinem Hauptprogramm werden auf der neuen DVB-H-Plattform von Mobile 3.0 bundesweit unverschlüsselt und barrierefrei übertragen. Die Nutzer müssen für diese Programme keine inhaltsbezogenen Entgelte zahlen. Die neue Plattform soll rechtzeitig zur Fußball-Europameisterschaft 2008 an den Start gehen. Der Vertrag zwischen ARD, ZDF und Mobile 3.0 läuft  zunächst  über  zwei Jahre im Rahmen des DVB-H Pilotprojektes der Landesmedienanstalten.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff sagte: “Für die ortsouveräne und mobile Fernsehnutzung zeigen  besonders die nachwachsende Generation aber auch die wichtige Zielgruppe der Entscheider und Multiplikatoren zunehmendes Interesse. Neben dem klassischen Fernsehen zu Hause wird sich Handy-TV zu einem relevanten Verbreitungsweg entwickeln. Für die ARD ist es deshalb wichtig auf der neuen Plattform unverschlüsselt und barrierefrei vertreten zu sein.”

ZDF-Intendant Markus Schächter sagte: “Das ZDF wird bereits seit Juni 2006 auf der ersten Handy-Plattform MFD (Mobiles Fernsehen Deutschland) in den Ballungsräumen ausgestrahlt. Unsere Zuschauer haben das Recht, ihr ZDF-Programm wann immer und wo immer zu nutzen. Deshalb muss das ZDF auch mit fernsehtauglichen Mobiltelefonen unverschlüsselt empfangen werden können. Diese Strategie findet bei Mobile 3.0 im neuen DVB-H Standard ihre konsequente Fortsetzung.”

Nach ersten Feldversuchen und Pilotprojekten entsteht nun erstmals eine deutschlandweite DVB-H-Plattform.

Konsum Weihnachten 2007

Monday, December 17th, 2007

Konsum Weihnachten 2007 – Konsumexperte Twardawa im “ZDF-Mittagsmagazin”: “Weihnachtsgeschäft entwickelt sich positiv”

Nach dem dritten verkaufsoffenen Adventssonntag äußerte sich der Konsumforscher Wolfgang Twardawa von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zuversichtlich zur Einkaufsfreude der deutschen Verbraucher: “Ich gehe von einer durchaus positiven Situation für dieses Weihnachtsgeschäft aus, wenn man als Maßgabe den Umsatz des vergangenen Jahres nimmt”, sagte Twardawa im “ZDF-Mittagsmagazin” am Montag, 17. Dezember 2007.

Allerdings müsse diese Entwicklung sehr differenziert gesehen werden: So zählt die gesamtwirtschaftliche, konjunkturelle Entwicklung für Twardawa zu den positiven Einflussfaktoren, “genauso wie die Lohnentwicklung und die Auszahlung des Weihnachtsgeldes, die sicherlich üppiger ausfallen wird, weil oft das Weihnachtsgeld an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt ist”, so der Konsumexperte. Auf der anderen Seite gebe es durch die Preissteigerungen insbesondere bei Energie und Nahrungsmitteln auch dämpfende Einflussfaktoren auf die Konsumbereitschaft und die Freude, zu Weihnachten das Geld auszugeben.

“Beides dürfte sich etwa die Waage halten, so dass wir davon ausgehen, dass wir das Ergebnis des letzten Jahres durchaus erreichen dürften”, so Twardawa. Allerdings werde die Entwicklung je nach Branche und Verkaufsart unterschiedlich ausfallen: “Interneteinkäufe werden zweistellig zulegen. Das geht natürlich zu Lasten des stationären Handels”, sagte Twardawa im “ZDF-Mittagsmagazin”.

“Der Alte” geht: letzte Folge mit Rolf Schimpf

Monday, December 17th, 2007

“Der Alte” geht: ZDF zeigt letzte Folge mit Rolf Schimpf als Leo Kress – Von Mittwoch bis Freitag zehn Folgen in “langen Rolf Schimpf-Nächten”

“Der Alte” geht: Nach 21 Jahren und 222 gelösten Kriminalfällen zeigt das ZDF am Freitag, 21. Dezember 2007, 20.15 Uhr den letzten Fall von Hauptkommissar Leo Kress alias Rolf Schimpf in der Krimireihe “Der Alte”. Rund um den Abschied sind weitere zehn Fälle mit Rolf Schimpf im Zweiten wiederzusehen. Am Mittwoch, 19. Dezember 2007, ab 23.30 Uhr, und am Freitag, 21. Dezember, ab 0.50 Uhr, strahlt das ZDF in “‘Der Alte’ geht – Die lange Rolf-Schimpf-Nacht” einmal fünf und einmal vier Folgen der Erfolgsreihe aus und am Donnerstag, 20. Dezember 2007, ist ab 22.50 Uhr zudem die Folge “Tod eines Freundes” zu sehen.

Nachdem Siegfried Lowitz als Hauptkommissar Erwin Köster seit April 1977 100 Mal ermittelt hatte, übernahm Rolf Schimpf ab 28. Februar 1986 in der Rolle des Hauptkommissars Leo Kress die Leitung der Münchner Mordkommission II und löste seitdem jeden noch so schwierigen Fall. Das waren 222 Programmstunden Nervenanspannung für Krimifreunde in Deutschland und anderswo auf der Welt: Unter dem Label “The Old Fox”, “El Viejo” oder “Le Renard” hat “Der Alte” nach wie vor weltweit ein vielfaches Millionenpublikum.

In der Folge “Jakob” heißt es am kommenden Freitag Abschied nehmen von Leo Kress, dem beharrlichen und cleveren Ermittler, dem auch in seinem letzten Fall erst ein unscheinbarer Fund auf die richtige Spur führt. Die Leiche des zwölfjährigen Schülers Jakob wird auf einem abgelegenen Schrottplatz zwischen Autowracks entdeckt. Die Kommissare der Kripo München nehmen sofort die Ermittlungen auf, doch können sie kein Tatmotiv im Umfeld des toten Jakob entdecken. Zudem werden Leo Kress und seine Kollegen an einen neuen Tatort gerufen: Barbara Rehling, eine attraktive, wohlhabende Dame, wurde von ihrem Neffen Dirk in ihrem Haus erschlagen aufgefunden. Mehr durch Zufall stellt sich heraus, dass das Haus der Dame auf dem Schulweg des ermordeten Jakob liegt. Haben also beide Fälle etwas gemeinsam? Ein unscheinbarer Fund im Keller des Hauses bringt die Ermittlungen voran.

Bei Anruf Abzocke – Guenter Wallraff im Call-Center

Friday, December 7th, 2007

“Bei Anruf Abzocke” heißt der Film von Günter Wallraff und Pagonis Pagonakis, der am Dienstag, 11. Dezember 2007, um 21.00 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Günter Wallraff – Schriftsteller und Journalist:

Sein Name steht für investigativen Journalismus in Deutschland. Legendär sind seine Enthüllungsgeschichten aus den siebziger und achtziger Jahren, als er sich als Boulevard-Reporter bei BILD, als Industriearbeiter bei Thyssen oder als Servicekraft bei McDonalds einschleuste.

Bei Anruf Abzocke - Guenter Wallraff im Call-Center
Günter Wallraff alias Michael G. unterwegs im Callcenter.
Foto: ZDF/ Andreas Schneegans

Für den Film “Bei Anruf Abzocke” war Wallraff im Sommer 2007 erneut verdeckt unterwegs. Als Michael G. heuerte er gleich bei mehreren Call-Centern an, um herauszufinden, mit welchen Tricks die Branche arbeitet und wie sie vorgeht.

Wallraffs Undercover-Tätigkeit bringt Ungeheuerliches zu Tage. Der Film erzählt von perfiden Einschüchterungsversuchen der “Call-Agents”, die sich zum Beispiel als “Deutscher Jugendschutz” ausgeben und Restaurant- und Imbissbudenbesitzern mit dem Ordnungsamt drohen, um ihnen für 69 Euro überteuerte Jugendschutztafeln anzudrehen. Skrupellos gehen sie bei älteren Menschen vor. Da wird nicht nach der Kontonummer gefragt, sondern: “Wohin sollen wir den Gewinn denn überweisen?” So wurden einem 84-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen Waren im Wert von über 180 000 Euro aufgeschwatzt. Seine Tochter konnte längst nicht alle Verträge später wieder rückgängig machen.

Auch die Mitarbeiter der Call-Center werden oft selbst zu Opfern. Viele waren vorher lange arbeitslos. Sie werden unter enormen Verkaufserfolg gestellt und mit teils illegalen Methoden persönlich haftbar gemacht. Der Lohn liegt oft nur knapp über dem Hartz-IV-Satz.

“Bei Anruf Abzocke” zeigt das Innenleben von Call-Centern. Der Autor redet mit ehemaligen Mitarbeitern, mit Insidern, Opfern und Tätern, die detailliert und eindrucksvoll von ihren Erfahrungen berichten.

ZDF-Intendant verteidigt Internetaktivitaeten

Wednesday, December 5th, 2007

ZDF-Intendant Markus Schächter verteidigt in der ZEIT die Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Anders als der Verleger Hubert Burda vermute, der sich vor zwei Wochen zum selben Thema in der ZEIT äußerte, habe sich die Wettbewerbssituation nicht verändert. “Auf den Märkten der Verleger treten wir auch im Netz nicht an – keine Werbung, kein Sponsoring, Anzeigen oder ähnliches”, schreibt Schächter.

Wenn man den Vergleich anstellen wolle, welches Medium in das Gebiet des anderen einbricht, “so sind es weit eher die Verlage, die sich auf fremdes Terrain bewegen, nicht die TV-Veranstalter”, sagt Schächter mit Blick auf die multimedialen Angebote der Verlage. Doch besser solle man sich “auf die neue, vernetzte digitale Medienwelt einstellen. Das Netz ist das Kommunikationsforum der Zukunftsgesellschaft. Es geht um Wichtigeres, als nur um das Abstecken von kommerziellen Claims. Es geht am Ende um die Frage der Qualitätssicherung von Kommunikation in der Mediendemokratie. Das war bisher eine gemeinsame Aufgabe der Qualitätsmedien. Sie sollte es auch in Zukunft sein”.

Zwischen öffentlich-rechtlichem Lager und den privaten Anbietern und den Verlegern herrscht Streit darüber, wie aktiv ARD und ZDF im Internet sein dürfen. Die Privaten werfen den Öffentlich-Rechtlichen dabei Wettbewerbsverzerrung mit Gebührengeldern vor.