Mehr Klimaschutz beginnt im Kleinen

Westfalenpost: Reden? Vormachen! Mehr Klimaschutz beginnt im Kleinen

Alle reden über mehr Klimaschutz, Politiker vorne weg. Das ist im Prinzip löblich, denn Besinnung tut Not. Wir haben ja nur diese eine Erde. Leider wird man aber den Verdacht nicht los, dass es dem einen oder anderen auch darum geht, mit dem eigenen Wort zum gerade hochaktuellen Thema in die Medien zu kommen.

Minister Tiefensee redet über die Umstellung der Kfz-Steuer – der Kohlendioxid-Ausstoß bestimmt die Höhe – , als wäre das beschlossen. Minister Gabriel bringt stärkere Steuerbelastung für große Dienstwagen ins Spiel. Ex-Minister Töpfer ist für die Abschaffung der Kfz-Steuer – alles rauf auf den Benzinpreis! Der Bürger wird schwindelig: Ja, was denn nun? Hauptsache, wir haben darüber geredet? Es ist, als habe die Uno mit ihrer Klimastudie das Signal zum verbalen Umwelt-Aktionismus gegeben. Schagzeilen wie “Die Erde hat nur noch 13 Jahre” tragen zur tiefen Verunsicherung bei. Auch wenn diverse Horrorszenarien zu düster gemalt sind: Tatsächlich ist es Zeit zu Handeln! Wer zunächst Taten der großen Luftverschlechterer China, USA und Indien einfordert, macht es sich zu leicht. Der Kampf gegen die Erderwärmung beginnt im eigenen Umfeld: Wie wäre es, wenn Minister mit gutem Beispiel voranführen und auf kleinere Dienstwagen umsteigen, Herr Gabriel?

Die Welt retten wollen und für 19 Euro durch Europa fliegen – das verträgt sich nicht! Lagerhaltung auf der Straße ist so umweltschonend wie die Heizstrahler-Party auf der Terrasse. Klar, wir sind für Öko-Autos. Aber mit allen Extras! (“Westfalenpost”)

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