Archive for the ‘Gesundheit’ Category

Der Grippewelle trotzen – Grippe Impfung

Friday, October 5th, 2007

Der Grippewelle trotzen – Impfung schützt vor der gefährlichsten Infektionskrankheit in Deutschland

Viele Menschen betrachten die Grippe als harmlos, doch tatsächlich ist sie in Deutschland die Infektionskrankheit mit der höchsten Sterblichkeit. Eine durchschnittliche Grippewelle kostet laut einem Bericht des neuen “HausArzt-PatientenMagazins” rund 10.000 Menschen das Leben, in manchen Wintern sind es doppelt so viele. Einen guten Schutz vor der Grippe bietet die alljährliche Impfung, deren Akzeptanz allmählich steigt. “In der vorletzten Saison hatten wir ein Hoch, als rund 30 Prozent der Jüngeren und rund 55 Prozent der Senioren geimpft waren”, sagt Dr. Udo Buchholz, Mediziner der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Insitut, Berlin gegenüber dem Magazin. Problematisch sei jedoch noch immer die geringe Durchimpfungsrate gerade des medizinischen Personals. So zeige eine Studie, dass die Sterblichkeit der Bewohner von Altenheimen sinkt, wenn nicht nur die Senioren, sondern auch die Mitarbeiter geimpft sind.

Bei gesunden Erwachsenen mildert die Impfung die Erkrankung in bis zu 90 Prozent der Fälle, und in einer Studie unter Senioren senkte sie das grippebedingte Sterberisiko um die Hälfte. (HausArzt-PatientenMagazin)

Krankenkassen nutzen Rabatte nicht

Thursday, October 4th, 2007

Die meisten Krankenkassen nutzen nur schlecht die Rabattmöglichkeit für Medikamente, die seit April dieses Jahres möglich sind. Das berichtet die Hamburger Zeitschrift stern in ihrer neuen Ausgabe.

Während die AOK durch Direktverträge mit den Pharmaunternehmen im Jahr 2008 mit Einsparungen von rund 500 Millionen Euro rechnet, geben sich GEK, Barmer oder Techniker Krankenkasse nur mit einem Bruchteil des Einsparpotentials zufrieden. Die 500 Millionen Euro entsprechen bei der AOK 18 Prozent des betroffenen Umsatzes mit Medikamentenkopien, sogenannten Generika.

Die Gmünder Ersatzkasse (GEK) rechnet laut stern dagegen nur mit 7 Prozent Einsparungen gemessen an ihrem Generika-Umsatz, die Barmer mit 5 Prozent Einsparungen, die Techniker ebenfalls mit 5 Prozent, die IKK mit 4 Prozent und die KKH mit 3 Prozent. Die DAK wollte gar keine Angaben zu ihren Einsparzielen machen.

Der enorme Unterschied zwischen den Kassen liegt darin, dass nur die AOK in großem Umfang einzelne Wirkstoffe ausgeschrieben hat und zu jedem einzelnen Wirkstoff sich ein Angebot hat machen lassen. “Solche Einspareffekte sind nur möglich, wenn man jeden Wirkstoff einzeln ausschreibt”, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK-Baden-Württemberg, Christopher Hermann, der gleichzeitig die Verhandlungen der AOK mit den Pharmakonzernen leitet. Die meisten anderen Krankenkassen haben dagegen nicht die einzelnen Wirkstoffe ausgeschrieben, sondern Lieferverträge über das ganze Sortiment mit einzelnen Arzneimittel-Herstellern geschlossen. “Viele Pharmaunternehmen haben mir gesagt: Wir können Ihnen bei einem Gesamtsortimentsvertrag nie das bieten, was wir Ihnen bei einzelnen Wirkstoffen anbieten können”, so AOK-Chefverhandler Hermann zum stern. Die anderen Kassen verzichten damit auf Einsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro Versichertengelder. (Stern)

Psychotherapie bei Impotenz

Thursday, October 4th, 2007

Gute Noten für Psychotherapie bei Impotenz – Männer dürfen bei Potenzschwäche auf effektive Hilfe hoffen

Männer, die unter Potenzschwäche leiden, können ihr Problem durch eine Psychotherapie offenbar gut lindern. Dieses Fazit zieht die brasilianische Professorin Dr. Tamara Melnik, die mit ihrem Team elf Studien zu dem Thema untersuchte. Im Vergleich zu Patienten, die noch auf der Warteliste für einen Behandlungsplatz standen, ging bei den therapierten Männern die Wahrscheinlichkeit für die Fortdauer des Problems um 87 Prozent zurück. “Seelische Faktoren wie Angst, Depression oder fehlendes Selbstvertrauen haben einen großen Einfluss auf die sexuelle Funktion”, erklärt Melnik im Apothekenmagazin “Senioren Ratgeber”. Auch die Wirkung von Medikamenten gegen die so genannte erektile Dysfunktion ließ sich durch eine begleitende Psychotherapie deutlich verstärken. Die Medizinerin räumt aber weiteren Forschungsbedarf ein: So ist bislang unklar, welche Art von Psychotherapie den Patienten am meisten nützt und wie lange der Effekt anhält. (“Senioren Ratgeber” 10/2007)

Fachkommentar – Vitamine verkuerzen Lebenserwartung

Friday, March 2nd, 2007

Persönliche Stellungnahme von Prof. Hans K. Biesalski zur aktuellen Vitamindiskussion: “Es besteht kein Anlass, Antioxidantien neu oder kritischer zu bewerten!”

“Kein Grund für
Sicherheitsbedenken”, lautet die Antwort des Mediziners Prof. Dr.
med. Hans K. Biesalski auf die jüngste Vitamindiskussion, wonach
bestimmte Antioxidantien die Sterblichkeit erhöhen sollen. Eine
Gruppe von Wissenschaftlern der Universitätsklinik Kopenhagen war
zuvor in einer so genannten Meta-Analyse von 47 früheren Studien mit
insgesamt 180.938 untersuchten Fällen zu dem Ergebnis gelangt, dass
die Vitamine A und E sowie Betakarotin die Lebenserwartung verkürzen
könnten. Für Biesalski ein abwegiger Schluss: “Die Gesamtanalyse
erbrachte keinen statistisch gesicherten Unterschied in der
Sterblichkeit bei behandelten gegenüber unbehandelten
Studienteilnehmern. Positive Effekte, wie sie in einzelnen Studien
beobachtet wurden, werden dadurch nicht in Frage gestellt. Da Studien
mit Gesunden und Kranken übergreifend ausgewertet wurden, besteht für
die Allgemeinbevölkerung bzw. für Personen, die sich entschlossen
haben, Antioxidantien einzunehmen, kein Grund für
Sicherheitsbedenken”, heißt es in einer persönlichen Stellungnahme
des Direktors des Institutes für Biologische Chemie und
Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim.

Abwegig sei weiterhin die Vermutung der Autoren des Reviews, so
Biesalski weiter, dass die ermittelte Zunahme der Sterblichkeit an
der Tatsache liegen könnte, dass es sich um synthetische Vitamine
handeln könnte: “Viele der eingesetzten Präparate werden aus
pflanzlichen Extrakten gewonnen. Der menschliche Organismus
unterscheidet weder bei der Aufnahme noch im Stoffwechsel zwischen
isolierten Vitaminen in Supplementen und denen aus Lebensmitteln. Die
positive Wirkung von Antioxidantien ist generell akzeptiert und durch
eine Reihe von Untersuchungen gut belegt.” Das Fazit des Mediziners,
der auch die Auswahl der Studien zur Meta-Analyse scharf kritisierte,
lautet: “Es besteht kein Anlass, auf der Basis des Reviews,
Antioxidantien neu oder kritischer zu bewerten!”

Prof. Dr. med. Hans K. Biesalski
Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft,
Universität Hohenheim
www.uni-hohenheim.de

Aerztechef Montgomery zum Rauchverbot

Saturday, February 24th, 2007

Der Tagesspiegel: Ärztechef Montgomery:
Wer in Räucherkammern essen will, der soll das tun

Der Vorsitzende des Klinikärzteverbandes Marburger Bund, Frank Ulrich Montgomery, hat den Rauchverbots-Kompromiss der Gesundheitsminister als vernünftig bezeichnet. Als Mediziner hätte er sich zwar für Gaststätten ein komplettes Rauchverbot gewünscht, sagte Montgomery dem Berliner “Tagesspiegel am Sonntag”. Entscheidend sei aber, “dass dort, wo Menschen hingehen müssen, nicht geraucht wird “. Ansonsten müsse man zur Kenntnis nehmen, dass 30 Prozent der Deutschen Raucher seien. “Wer in Räucherkammern essen will, der soll das tun.”