Herausforderungen im Web 3.0

Auf welche Weise bieten im Web 3.0 datenzentrische Dienste, die den einfachen Zugriff auf heterogene Informationen ermöglichen sollen, auch Marktchancen für Telekommunikations Unternehmen?

Unter anderem diese Frage beantwortet das neue Detecon-Opinion-Paper “Data-centric business models – Leveraging the hidden treasures of the telecom industry”. Neben der Analyse von Technologien und Erfolgsfaktoren identifiziert das Thesenpapier zentrale Herausforderungen, die speziell Telekommunikationsunternehmen beim Übergang von Web 2.0 auf Web 3.0 zu bewältigen haben. So entscheidet nach Ansicht der Autoren in der künftigen Internet-Welt vor allem die Fähigkeit zum Aufbau virtueller globaler Informationsnetzwerke über den Erfolg.

Bereits die aktuellen Anwendungen des Web 2.0 wie Social Networks, Blogs, Wikis und Mashups generieren große Datenmengen an komplexer und unstrukturierter Intelligenz. Das aufkommende Web 3.0 vereinfacht sowohl Integration als auch Austausch heterogener Informationen erheblich. Als wesentliches Instrument wird laut Detecon hierbei die Technologie des “Semantic Web” fungieren, indem sie die Bedeutung von Webinhalten formal definiert und damit auch für IT-Systeme weiterverarbeitbar gestaltet.

Erfolgreiche Internet-Geschäftsmodelle werden daher künftig verstärkt auf datenzentrischen Diensten basieren. “Bereits die Pioniere wie eBay oder Google sind als reine Informationshändler gestartet”, betont Volker Rieger, Managing Consultant bei Detecon. “Sie bieten nicht mehr physische Waren, sondern offerieren Produkte, die nur auf Daten und deren Auswertung

basieren. Mit den Unternehmen des Web 2.0 wie YouToube und Facebook ist daraus eine ganze Branche geworden.” Datenzentrische Geschäftsmodelle bieten zudem hohe Ertragspotenziale: nach Detecon-Analysen erzielen die entsprechenden Unternehmen eine um mehr als 50 Prozent höhere Ergebnismarge als traditionelle ICT-Services.

Telco-Branche mit Wettbewerbsvorteilen
Telekommunikationsanbieter sind für das neue Marktumfeld gut positioniert, da sie schon jetzt große Datenmengen generieren und über entsprechende Netzwerkexpertise verfügen. Grundsätzlich sei jetzt zu analysieren, welche Prozesse und Daten ein Potenzial für Erfolg versprechende Geschäftsmodelle im Web 3.0 begründen. “Eine Herausforderung besteht darin, diejenigen Daten zu identifizieren, bei denen eine Bereitschaft seitens der Nutzer besteht, sie mit anderen zu teilen”, empfiehlt Rieger. Langfristig wird die Bedeutung von Web-3.0-Technologien über Dienste und Geschäftsmodelle hinausgehen und auch Geschäftsstrategien wie Mergers & Akquisitions und Outsourcing unterstützen.

Das Opinion Paper “Data-centric business models – Leveraging the hidden treasures of the telecom industry” steht unter detecon.com zum Download bereit.

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