Posts Tagged ‘Musik’

Musik gefaehrlicher als Porno

Monday, June 4th, 2007

Das Risiko, den eigenen Computer mit Schadsoftware zu verseuchen, ist bei der Internetsuche nach Musik doppelt so hoch wie nach Porno. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie zur Suchmaschinensicherheit “The State of Search Engine Safety” des Sicherheitsspezialisten McAfee http://www.mcafee.com, die heute, Montag, veröffentlicht werden soll.

Etwa neun Prozent der Pornoseiten schleusen laut Studie schädliche Software auf den Computer, berichte die LA Times. Bei Musik-Webseiten liegt der Prozentsatz mehr als doppelt so hoch. 19 Prozent der Seiten hinterlassen nach dem Besuch Spyware, Adware oder Spam.

In der McAfee-Studie wurden die Ergebnisse von Suchmaschinen für 2.300 beliebte Schlüsselwörter unter die Lupe genommen. Sucht man beispielsweise nach “screensaver”, so sind die Ergebnisseiten zu 42 Prozent mit Malware verseucht und werden von McAfees SiteAdvisor mit der Warnflagge Gelb oder Rot gekennzeichnet. Ebenso risikoreich ist es nach Begriffen zu suchen, die mit digitaler Musik in Verbindung stehen. Die Schlüsselwörter “Kazaa” und – als Spitzenreiter – “BearShare” liefern bis zu 46 Prozent Ergebnisse, die in Verbindung mit ungewünschter Zusatzsoftware stehen. Vor allem Filesharing-Programme installieren vorwiegend Adware auf dem PC, die den User schließlich mit Werbebanner oder Werbe-Pop-ups belästigt.

Den Grund, warum die Suche nach Porno im Internet weniger gefährlich ist, sehen McAfee-Experten in der wirtschaftlichen Lage der Branche. “Betreiber von Premium-Pornoseiten machen ein sehr gutes Geschäft. Mit Malware auf der Webseite würden sie ihre Kunden vertreiben”, meint Mark Maxwell, Senior Produkt Manager SiteAdvisor bei McAfee. Mit Musik Geschäfte zu machen, sei dagegen schwerer, daher müssten sich die Webseitenbetreiber mit Adware ein Zubrot verdienen. Kritik ernten die Suchmaschinen von McAfee in Bezug auf Anzeigen und bezahlte Suchergebnisse. Hier sei der das Infektionsrisiko doppelt so hoch wie beim herkömmlichen Suchergebnis.

Insgesamt seien Suchmaschinen sicherer geworden, so die Studienautoren. Etwa vier Prozent aller Suchergebnisse bergen ein Risiko für den eigenen Computer. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei fünf Prozent. “Wir haben deutliche Schritte in die richtige Richtung gesehen”, lobt Maxwell die Suchanbieter. Google beispielsweise würde Seiten, von denen ein Risiko ausgeht, markieren. “Das Thema ist uns sehr wichtig und wir wollen unsere User natürlich davor bewahren, mit Bad- und Adware belästigt zu werden. Dazu haben wir seit über einen Jahr eine Projektgruppe, die sich explizit mit diesem Thema auseinandersetzt”, erläutert Google-Sprecher Kay Oberbeck im Gespräch mit pressetext http://googleonlinesecurity.blogspot.com.

“In den Suchergebnissen versehen wir Seiten, von denen potenziell ein Risiko ausgeht, mit einem entsprechenden Hinweis. Der User kann schließlich selbst entscheiden ob er den Link anklicken will oder nicht”, so Oberbeck. Besonders aufmerksam seien die Google-Techiker bei Anzeigen. “Sowohl automatisierte als auch manuelle Prozesse überprüfen die Anzeigen auf Badware”, führt Oberbeck aus. Trotz der deutlichen Verbesserung mahnt Maxwell dennoch zur Vorsicht: “Der Durchschnittsuser muss weiterhin auf der Hut sein, denn es gibt nach wie vor eine Fülle von Webseiten, wo man vorsichtig sein soll.”

Aussender: www.pressetext.at

HiFi-Power fuer den iPod

Wednesday, May 16th, 2007

HiFi-Power für den iPod – die besten Docking-Stations im “AUDIO”-Test

“AUDIO” stellt elf ausgewählte Soundsysteme auf den Prüfstand / “Geneva XL” von Geneva Labs entlockt dem iPod maximalen Klang / “iTeufel Box” ist Preis-Leistungs-Tipp

Unter Musikfans hat der iPod von Apple schon seit langem Kultstatus erreicht. Aber nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause spielt der Kult-Player groß auf – vorausgesetzt, man besitzt das richtige Zubehör. Die Zeitschrift “AUDIO” hat in ihrer neuen Ausgabe (Heft 6/2007) elf ausgewählte Docking-Stations auf den Prüfstand gestellt, die perfekt mit dem iPod harmonieren und aus dem Porti eine kleine, gut klingende HiFi-Anlage machen. Bei der Auswahl der Geräte wurde vor allem auf Lösungen namhafter HiFi-Hersteller Wert gelegt.

Wer maximalen Klang aus seinem iPod herausholen will, sollte einen Blick auf das Soundsystem “Geneva XL” von Geneva Labs werfen. Bei der “Geneva XL” handelt es sich um eine hochwertig verarbeitete Kompaktanlage im Würfel-Design, die neben CD-Player, Radio, Verstärker und zwei Dreiwege-Aktivlautsprechern auch eine Docking-Station für den iPod besitzt. Der Player selbst wird unauffällig unter einer Klappe vor dem CD-Laufwerk untergebracht und über die mitgelierte Fernbedienung kontrolliert. Dank DSP-Technologie entwickelt der Geneva-Würfel einen faszinierenden Klang mit überraschenden Raumeffekten, der sich am besten in einem Hörabstand von 2,50 Meter entfaltet. Einziger Nachteil: Mit 1.900 Euro ist dieses Soundsystem für den iPod der teuerste Vertreter im “AUDIO”-Test.

Als aktives HiFi-Stereo-Set zum kleinen Preis, bestehend aus zwei Boxen mit integrierten Verstärkern und einer Docking-Station, präsentiert sich die “iTeufel Box” von Lautsprecher-Direktversender Teufel. Für rund 330 Euro erhält der Anwender ein insgesamt ausgewogenes, absolut HiFi-taugliches Soundsystem, dass durch druckvolle Bässe und eine ausgewogene Dynamik besticht. Auf der Rückseite der “iTeufel Box” finden sich zahlreiche Ein- und Ausgänge sowie eine Netzbuchse, an die beispielsweise ein Apple Airport Express Streaming Client angeschlossen werden kann, der Musik drahtlos vom PC empfängt und an eine HiFi-Anlage weitergibt. Zudem lässt sich die “iTeufel Box” direkt an den Computer anschließen, damit der iPod im Betrieb mit weiteren Musikstücken versorgt werden kann.

Musiklabel stellt Gratis-Video-Downloads ins Internet

Tuesday, February 20th, 2007

Musikindustrie reagiert auf sinkende CD-Verkaufszahlen

Mit Suretone Records http://www.suretone.com geht ein Unternehmen der Universal Music Group in die Offensive und plant, in dieser Woche Videos von bekannten Popgrößen wie Weezer zum freien Download ins Netz zu stellen. Damit macht die Musikindustrie erstmals Schritte auf einem Terrain das lange als Tummelplatz für File-Sharing-Piraten galt, schreibt die New York Times (NYT). Die Videos werden ohne Kopierschutz, dafür aber unvollständig veröffentlicht. Konsumenten können die Hälfte der Filmsequenz sehen, ehe sie zur Website des Suretone-Labels weitergeleitet werden. Dort wird das komplette Video zu sehen sein, kombiniert mit parallel laufender Werbung.

Nach unzähligen Klagen gegen Musiktauschplattformen kommt der neu eingeschlagene Weg nicht ohne Grund zustande. Die Musikindustrie leidet seit Jahren unter der Internet-Piraterie. Im Jahr 2006 ging die Zahl der verkauften Alben um fünf Prozent zurück. Für den Januar 2007 berichtet Nielsen SoundScan http://www.soundscan.com sogar von einer Verschlechterung um 15 Prozent. Derartige Zahlen zwingen die großen Musiklabels wie die EMI Group zum Handeln, da auch die steigenden digitalen Verkäufe über kostenpflichtige Plattformen wie Apples iTunes den Verlust am CD-Markt nicht ausgleichen können. So fordern immer mehr Online-Anbieter inklusive dem Marktführer iTunes einen Verzicht auf den üblichen Kopierschutz. Trotz der entbrannten Diskussion zeichnet sich laut der NYT nicht ab, dass EMI künftig auf den Vertrieb von “freier” Musik umsteigen wird.

Dennoch hat die Suche nach neuen Vermarktungsmöglichkeiten über File-Sharing-Netzwerke begonnen: Das neue Album von Avril Lavigne soll nach einer Idee von RCA Records http://www.rcarecords.com mit kurzen japanischen Kult-Comics – Mangas – beworben werden. Selten stimmt ein Label einer unkontrollierten Veröffentlichung im Internet zu, weiß Terry McBride, Manager von Lavigne, für den die Mangas einen Vorlauf zur Vermarktung von kostenpflichtigen, hochqualitativen Videos der Sängerin darstellen. Sicher ist sich McBride, dass ein weiterer Rückgang der CD-Verkäufe ein Umdenken bei den Musiklabels bewirken wird.

Aussender: www.pressetext.at