Archive for the ‘Gesundheit’ Category

Abnehmen – Diaet – Fruehstuecken macht schlank!

Wednesday, July 30th, 2008

Aktuelle Studie in der Frauenzeitschrift Laura zeigt: Frühstücken macht schlank! Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages – das beweist eine in der aktuellen Laura veröffentlichte Studie. Demnach nehmen Personen, die sich morgens satt essen, leichter ab.

Die US-Ärztin und Ernährungsforscherin Daniela Jakubowicz beobachtete in einer Studie zusammen mit Kollegen der Universität Richmond, Virginia (USA), 94 übergewichtige Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren über einen Zeitraum von acht Wochen. Die Frauen wurden in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Ernährungsplänen eingeteilt. Während sich die eine Gruppe mit täglich 290 Frühstücks-Kalorien begnügte, nahm die andere ein reichhaltiges Frühstück mit rund 600 Kalorien zu sich. Das erstaunliche Ergebnis der Studie: Die Frauen aus der Gruppe mit reichhaltigem Frühstück verloren langfristig 21 Prozent ihres Körpergewichtes, die Frauen mit reduziertem Frühstück nur 4,5 Prozent. “Die Teilnehmerinnen, die reichhaltig frühstücken durften, fühlten sich den ganzen Tag über weniger hungrig. Das ist das größte Argument fürs Frühstücken”, sagt Jakubowicz in Laura. Gerade Frauen gingen morgens oft ohne Mahlzeit aus dem Haus, weil sie noch nicht hungrig sind oder annehmen, es spare Kalorien. Jakubowicz wisse um diese trügerische Annahme und stellt in Laura klar: “Morgens sollte man sich Zeit nehmen und am perfekten Mix aus Kohlehydraten und Eiweiß richtig satt essen. Das hilft, abzunehmen und die neue Figur auch zu halten.” Den perfekten Nährstoff-Mix für einen optimalen Start in den Tag liefern laut der Studie: ein Apfel, ein Becher Naturjoghurt, ein gekochtes Ei, zwei Vollkornbrötchen, dazu eine Scheibe Käse und Putenbrust und ein EL Marmelade und Nuss-Nougat-Creme sowie eine Tasse Kaffee mit maximal einem Stück Zucker und ein Glas frischer Orangensaft. Der vollständige Artikel erscheint in Laura Nr. 32/2008 (EVT 30. Juli 2008).

Robert Atzorn – “Ich bin auch heute noch suchtgefaehrdet”

Tuesday, July 8th, 2008

In dem Film “Mein Mann, der Trinker”, der am 3. September in der ARD läuft, spielt Robert Atzorn (63) einen Professor, der sich seine Alkoholsucht nicht eingesteht. Im Exklusivinterview mit WOCHE HEUTE erzählt der Schauspieler, dass er selber jahrelang zu viel getrunken habe.

“Es war für mich einfach, einen Trinker zu spielen. Denn auch ich war alkoholkrank”, gesteht Atzorn – Vielen bekannt durch seine Rolle als Lehrer Dr. Specht.

Die Sucht habe sich langsam eingeschlichen. Atzorn in WOCHE HEUTE: “Ich war schüchtern. Ich hatte Angst vor Menschen. Mein Beruf war am Anfang eine große Belastung für mich, vor allem die öffentlichen Auftritte. Ich gönnte mir abends ein Glas oder zwei zur Belohnung. Ich habe eine Flasche aufgemacht um zu entspannen.” Das sei dann zur Gewohnheit geworden. Die Notbremse habe er gezogen, als die Beziehung zu seiner Frau und Schauspielkollegin Angelika Hartung (60) in Gefahr geriet. “Als ich Angelika fast verlor, habe ich mir endlich mein Problem eingestanden. Ich wollte meine Frau behalten”, erzählt der 63-Jährige freimütig.

Eine Entziehungskur habe er nicht gemacht. Vielmehr rettete eiserne Disziplin seine Ehe. “Es war am Anfang höllisch schwer. Aber es geht. Man muss sich fragen, warum will ich jetzt ein Glas. Ich bin zwar suchtgefährdet, aber sich das klarzumachen reicht”, so Robert Atzorn in WOCHE HEUTE.

Das vollständige Interview erscheint in Ausgabe 29/2008 von WOCHE HEUTE (EVT: 09.07.2008).

Second Life therapiert Alkoholiker

Friday, June 20th, 2008

Wissenschaftler des Suchttherapie-Zentrums Accelerated Recovery Center in Atlanta therapieren ihre Patienten in der virtuellen Realität von secondlife.

Damit ist die Institution die weltweit erste Drogen- und Alkoholikerhilfe, die die Online-Welt in ihr Therapiekonzept integriert, berichtet der Spiegel Online. Neben der “Offline-Therapie” werden Alkoholabhängige auf der virtuellen Insel “Identity Island” betreut. In der Web-Welt werden Einzel- und Gruppengespräche durchgeführt. Darüber hinaus durchlaufen die Patienten “spezielle Trainingsprogramme, in denen sie lernen, auch in Stresssituationen dem Alkohol zu widerstehen”, schreibt der Spiegel. Dem Therapie-Zentrum zufolge würde vieles darauf hindeuten, dass die Einbindung virtueller Welten Suchttherapien erheblich verbessern kann.

“Wenn Second Life die Realität abbildet, dann gehört die Alkoholberatung sicherlich dazu. Das darf nur nicht so weit führen, dass die Therapie in der virtuellen Welt als ausschließliche Möglichkeit betrachtet wird”, meint Christa Merfert-Diete, Pressereferentin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen dhs.de, im Gespräch mit pressetext. Derzeit läuft das Second-Life-Therapieprogramm des Accelerated Recovery Centers in einer Testphase, deren Ergebnisse “demnächst” veröffentlicht werden sollen. Über einen Zeitraum von bereits neun Monaten nehmen rund 100 Patienten und ein Dutzend Therapeuten an der groß angelegten Initiative teil.

Second Life bietet einerseits den Vorteil, dass Süchtigen orts- und zeitunabhängige Hilfe geboten werden kann. Dies sei in einer Therapie besonders angesichts von Stresssituationen äußerst nützlich. Andererseits birgt die Methode den Nachteil, dass zwischenmenschliche Kontakte eben doch “nur” virtuell stattfinden. “In einer Therapie ist die persönliche und vertrauensvolle Betreuung wichtig, die von den Patienten bei professionellen Beratungsstellen oder auch Selbsthilfegruppen gesucht werden”, erklärt Merfert-Diete gegenüber pressetext. Während die Rückfallquote von Alkoholikern in den USA bei etwa 65 Prozent liegt, wird in Deutschland Schätzungen zufolge jeder zweite Patient nach einer Therapie rückfällig. Die Suchtberatung in Deutschland sei gut ausgebaut und funktioniere flächendeckend. “Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, in eine ähnliche Richtung zu gehen und in Deutschland virtuelle Therapien anzubieten”, schließt die Expertin.

Aussender: pressetext.de

“Emergency Room” fuer Deutschland

Friday, March 7th, 2008

“Emergency Room” für Deutschland – Krankenhäuser wollen ihre Notaufnahmen wie in den USA zentral organisieren, berichtet die “Apotheken Umschau”.

Notfallärzte wollen die Aufnahmeprozedur in deutschen Krankenhäusern revolutionieren. Zentrale Einrichtungen wie der amerikanische “Emergency Room” soll die an Abteilungen gebundene Aufnahme ablösen. Notfallmediziner erwarten eine bessere Erstversorgung. Klinikmanager sehen Einsparpotential. Aber Facharztverbände mosern, weil sie schwindenden Einfluss fürchten.

Wer heute als Notfall in die Klinik gebracht wird, durchläuft oft mehrere Stationen, bis die Behandlung einsetzt. In der Regel gibt es Notaufnahmen für die verschiedenen Fachrichtungen des Krankenhauses. “Das ist häufig der Beginn eines unwürdigen `Patiententourismus` über mehrere Aufnahmestationen”, bemängelt Dr. Barbara Walter, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme e.V. (DGINA), in der “Apotheken Umschau”. Der “klassische” Weg bei Bauchschmerzen zum Beispiel sehe meist so aus: Zuerst kämen die Patienten in die internistische Notfallaufnahme, dann in die Chirurgie, Urologie und je nach Ursache auch noch in die Gynäkologie. “Dadurch vergeht viel kostbare Zeit”, so Barbara Walter.

Die DGINA möchte dies nach dem Vorbild des amerikanischen “Emergency Room” zu einer eigenständigen, zentralen Notaufnahme (ZNA) umbauen. Dort arbeitet ein Team von Ärzten, das eine fachkundige Ersteinschätzung des Patienten vornimmt, die Diagnose erstellt, medizinische Sofortmaßnahmen durchführt und den weiteren Behandlungsplan erarbeit. Bis vor Kurzem gab es selbst in größeren Krankenhäusern keine solche Einrichtung. “Von rund 2300 Kliniken in Deutschland dürften erst an die 40 eine eigene interdisziplinäre ZNA haben”, schätzt Barbara Walter. Sie leitet als Chefärztin die ZNA der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona. Seit Einführung des neuen Konzeptes habe sich hier die Zeit, die ein Notfallpatient auf den Arzt warten muss, von durchschnittlich 90 auf 10 bis 15 Minuten verringert, berichtet sie.

Begeisterung löst die DGINA bei einigen Facharztverbänden mit diesem Plan nicht aus. Diese reklamieren die Notaufnahme jeweils für sich. Internisten und Chirurgen wollen weiterhin eigenständig bleiben, weil angeblich die meisten Patienten auf ihren Fachbereich entfielen. Das jetzige System sein gut bewährt, eine neue Institution weder medizinisch noch ökonomisch sinnvoll. Klinikmanager sehen das vielfach anders. Für sie ist die zentrale Einrichtung eine Möglichkeit zur Kostenverringerung. Sie helfe, Technik und Personal einzusparen, indem sie teuere Mehrfachdiagnosen verhindere. Die Skeptiker haben die Tatsache auf ihrer Seite, dass  es noch keine wissenschaftlichen Studien zu den medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der ZNA gibt. (Apotheken Umschau)

Krankenkasse – GKV-Beitraege werden teurer

Monday, January 7th, 2008

Studie zu GKV-Beiträgen im neuen Gesundheitsfonds: Krankenkassenbeitrag wird bis zu 700 Euro teurer

Für über 44 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen und damit knapp 90 Prozent aller Beitragszahler werden die Beiträge 2008 teilweise empfindlich steigen. Auf einzelne GKV-Versicherte kommen Beitragserhöhungen von bis zu 700 Euro pro Jahr zu. So springt beispielsweise für die 530.000 Mitglieder der IKK Sachsen der Beitragssatz von derzeit 12,7 % auf dann 15,5 %.

Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Institut für Gesundheitsökonomik München (IfG) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellte Studie. Verantwortlich für den Anstieg ist die Mechanik des neuen Gesundheitsfonds, der ab 2009 eingeführt wird. Während heute die Beitragssätze der 236 Kassen zum Teil erheblich auseinander klaffen (von 12,2 bis 16,7 %), werden sie im Gesundheitsfonds auf einen einheitlichen Satz festgelegt. Dieser Satz wird nach Berechnungen des Münchner Instituts bei 15,5 Prozent liegen. Das entspricht einem Anstieg von 0,7 Prozentpunkten im Vergleich zum heutigen durchschnittlichen Beitragssatz.

Gründe für den Anstieg sind steigende Kosten im Gesundheitsbereich und das Prinzip des neuen Fonds. “Es liegt im Interesse der Kassen, im Jahr 2008 höhere Ausgaben zu haben, da der Gesundheitsfond 2009 in seiner Mittelzuweisung vom Ausgabenniveau 2008 startet. So können die Kassen 2009 zusätzliche Monatsprämien von Ihren Versicherten vermeiden”, sagt Prof. Günter Neubauer, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik.

Prinzip des Gesundheitsfonds: Ab 2009 überweisen Versicherte und Arbeitgeber die Beiträge nicht mehr direkt an ihre Krankenkasse, sondern an den so genannten “Nationalen Gesundheitsfond”. Dieser teilt einheitliche Pauschalen von 150 bis 170 Euro pro Versichertem zu. Kommt eine Krankenkasse mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, muss sie von ihren Mitgliedern eine eigene “Zusatzprämie” erheben. Das will jede Kasse vermeiden, da sie sonst Mitglieder an günstigere Kassen verlieren könnte. Je höher somit der erste einheitliche Beitragsatz für den Fonds 2009 ist, desto besser die Chance für alle Kassen, keine Zusatzprämie erheben zu müssen.

Gut wirtschaftende Kassen können nicht benötigte Beträge wieder an die Versicherten ausschütten. Ab wann solche Prämien ausgezahlt werden ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Die derzeit noch unterschiedlichen Beitragsätze werden bereits im Jahr 2008 sukzessive auf das Niveau von 15,5 Prozent angehoben. Das ist notwendig, weil beispielsweise eine für den Fond vorgesehene Schwankungsreserve schon 2008 angespart werden muss. “Eigentlich sollte die Gesundheitsreform die Beiträge stabilisieren. Dass mit dem Gesundheitsfond die Beiträge erheblich steigen, dürfen wir nicht hinnehmen.”, sagt Max A. Höfer, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Wie viel mehr oder weniger muss ein Versicherter bei seiner Kasse konkret zahlen? Unter insm.de finden Sie Berechnungen für über 100 Krankenkassen.